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Quo Vadis Kronberg? Kronbergs Basketballer verlieren auch gegen Mainz

(Dienstag, 27. November 2007 - Pressemitteilung MTV Kronberg von Andreas Sturm)


Zum Sterben zu viel, fürs Leben zu wenig, so oder anders könnte man die Leistung des MTV Kronberg in der 1. Basketball Regionalliga Südwest beschreiben. Mit 76:91 verliert das Team von Trainer Miljenko Crnjac gegen den Zweitliga-Absteiger ASC Theresianum Mainz und nimmt mit 12:10 Punkten noch den 5. Tabellenplatz ein und muss nun verstärkt weniger nach vorne, als nach hinten sehen.


Trainer Miljenko Crnjac musste zu Beginn des Spiels auf Bundesligaspieler Alex King, den an einer Lebensmittelvergiftung laborierenden Cedric Quarshie und den 2,05 m großen Center Emil Matevski, der an einer Hochzeit teilnahm verzichten und begab sich mit der dünnen Personaldecke recht frühzeitig auf die Verliererstraße. Mainz als Absteiger aus der 2. Liga hat im Gegensatz zu Kronberg immerhin so viel Geld, sich eine Damenbasketball Mannschaft in der 2. Liga zu Leisten und für die 1. Regionalliga Südwest reicht es auch noch für 3 Amerikaner, darunter der führende Top - Scorer Anish Sharda, der zugegebener Maßen wie sein Kollege Michael Ryan Comick, eher wie zwei schmächtige Freizeit - Basketballer aussehen, die sich gerade auf dem Trimm-dich-Pfad etwas Bewegung beschaffen, aber für Kronberg hat es diesmal allemal gereicht. Aber so kann man sich täuschen. Sharda schenkte Kronberg bis zum Schluss dann 29 Punkte ein. Der pfeilschnelle Comick (am Ende 12 Punkte) erledigte den Ballvortrag und der bullige Edjuan Antonio Green, eher kein guter Werfer, aber ein durchsetzungsstarker Kämpfer unter dem Korb, vernetzte fast alle seine ihm zugesprochenen Freiwürfe recht sicher und kam am Ende auf 20 Punkte. Das Spiel litt aber auch unter der Leistung der beiden Schiedsrichter, die eine wahre Orgie in dem Bestreben die 3 Sekundenregel durchzusetzen ablieferten. Neben der Unverhältnismäßigkeit der Pfiffe, der eine Schiedsrichter brachte es auf einen 85 % Anteil, wurde bestimmt 15 bis 20 mal die 3 Sekundenregel mit Spielunterbrechungen bedacht, was auch die Zuschauer mit gellenden Pfiffen zunehmend bedachten.


Mit einem Jump-Shot eröffnete der auch an diesem Tag unermüdlich kämpfende Kronberger Amci Terzic die Begegnung, die gerade einmal 70 Zuschauer angelockt hatte. Yannick Schicktanz eröffnete den 6,25m - Wettbewerb mit einem sehenswerten Dreier zur 5:2 - Führung, die jedoch postwendend vom Mainzer Comick ausgeglichen wurde. Kronbergs bisheriger Kunstschütze Sebastian Köhnert hatte heute nicht seinen Sahnetag, wie auch Rainer Szewczyk und schoss in de ersten Minuten einige Fahrkarten und kam erst in der 8. Minute zu seinem ersten Erfolgsergebnis. Der MTV Kronberg lag in der 10. Minute mit 16:19 im Rückstand und hatte durch Mokthar Benbouazza noch die Möglichkeit auszugleichen, aber sein Wurf jenseits der 6,25m Linie schraubte sich wieder aus dem Korbring.


Im zweiten Abschnitt verfehlen Kronbergs Schützen mehrmals das Ziel und Kronberg geriet damit in einen 16:23 Rückstand. Mainz konnte sich fast immer durch ihre körperliche Überlegenheit die Rebounds sichern und diese dann in einfache Körbe verwandeln. Ein weiterer Filmriss der Kronberger nutzte der Gegner profihaft aus und baute damit seine Führung in der 4. Minute auf 19:30 Punkten Spiel entscheidend aus. Kronbergs Trainer Crnjac setzte nun die Zonenpresse in der Verteidigung ein und hatte damit mehr Erfolg. Kronberg konnte sich etwas aus der Mainzer Umklammerung entziehen und erzielte einige Punkte in Folge und konnte auf 26:34 verkürzen. Etwas Pech klebte auch an den Händen, bzw. der Kronberger Körbe, die an diesem Tag, selbst bei einfachen Korblegern wie vernagelt erschienen. Mainz konnte dann seinen Vorsprung mit konsequenten Spiel und guter Wurfauswahl zur Halbzeit auf 35: 47 ausbauen, obwohl Mokthar Benbouazza diesmal mehr Glück beschieden war, da sein Tipp-In in der letzten Sekunde bei einem Reboundversuch diesmal von Erfolg gekrönt war.


Trainer Miljenko Crnjac setzte bei er Starting Five seines Teams nach der Halbzeit auf die erst 18 jährigen Jonathan Mesghna, Yannick Schicktanz und Lukas Kop-Ostrowski sowie Sebastian Köhnert und Mokthar Benbouazza, die auch die ersten vier Minuten durchspielten und den Abstand verringern konnten. Kronberg hatte aber weiterhin keine Fortune mit ihrem Wurfglück im Gegensatz zu Mainz, die mit dem Bundesliga erfahrenen Ilja Ickert (18 Punkte) und den drei Amerikanern aus einem ganz anderen Holz geschnitzt waren. Dazu gesellte sich noch 2,12 Mann Christian Ebenrecht, der die wenigen vergebenen Bälle gegen die hoffnungslos körperlich unterlegenen Kronberger Spieler ab und zu rebounden konnte und zu eigenen 8 Punkten verwertete. Anish Sharda glänzte dann zunehmend mehr im Verwerten seiner Würfe von der 6,25m Linie und Kronberg lag auf einmal mit 20 Punkten (7. Minute = 43:67) im Rückstand, bevor es mit 49:67 in das letzte Viertel ging.


Trainer Miljenko machte sich bereits scheinbar nach diesem Spielverlauf mit einer Niederlage vertraut und wechselte neben Neuzugang Nico Anders zum Beginn des letzten Viertels kräftig das Team durcheinander, was sich später jedoch als Glücksgriff darstellen sollte. Gleich 2 Dreierversuche und ein Korbleger landeten von Nico Anders binnen kürzester Zeit in dem Mainzer Korb und Kronberg war bis zur 3. Minute beim 60:67 schon wieder an dem Mainzer Rockzipfel angelangt und brachten das heimische Team wieder ins Geschehen zurück. Durch einen weiteren Dreier von Sharda wurden die Verhältnis weiter gerade gerückt und Mainz verteidigte den 10 Punkte Vorsprung gekonnt, bis in die 8. Minute, als Kronberg nochmals aufkam und auf 73:77 Punkte verkürzen konnte, bevor Center Edjuan Green mit einem Dunking alle Kronberger Zuversicht ein Ende bereitete. Mainz spielte nur noch die Zeit herunter und hatte das Glück, im Gegensatz zu Kronberg, auch noch zu Punkten zu kommen. Der Frust war dann tief und Kronbergs Dennis Woodall machte sich dann beim Stand von 73:83 Punkten Luft und bekam dafür 2 Technische Fouls zugesprochen, die Anish Sharda locker mit 2 Freiwürfen und jeweils 2 x 2 Freiwürfen für die geahndeten Technischen Fouls zu 6 aufeinander verwandelten Freiwürfen ummünzte. Mit einem verdienten Sieg mit 76:91 Punkten endete die ungleiche Partie, was die personelle Ausstattung beider Teams betraf.


Punkte für Kronberg:


Nico Anders 16 Punkte/ 4 Dreier, Amci Terzic 13, Sebastian Köhnert 10/ 1,

Lukas Kop-Ostrowski 8, Yannick Schicktanz 7/ 1, Jonathan Mesghna 6/ 2, Dennis Woodall 6, Rainer Szewczyk 5/ 1, Mokthar Benbouazza 2, Aleksandar Simic 2, Matthias Meinel 1 und Robert Anywar


Punkte für Mainz:


Anish Sharda 29 Punkte / 5 Dreier, Edjuan Green 20, Ilja Ickert 18 / 3,

Michael Ryan Comick 12 / 3, Christian Ebenrecht 8


Trainer Crnjac:


"Die jungen Spieler aus dem NBBL Team und ein gut aufgelegter Nico Anders haben neben den anderen kämpfenden Spieler heute trotz der Niederlage überzeugt. Ich werde in der Zukunft auf unsere Nachwuchsspieler setzten, obwohl die zusätzliche Belastung auf die Dauer nicht gut sein kann. Das Alex King diesmal nicht bei uns spielt, habe ich erst 3 Stunden vor Beginn erfahren, das macht uns auch nicht glücklich, da uns auch neben Robert Anywar, der dankenswerter Weise von der Hessenliga-Mannschaft sich zur Verfügung gestellt hat, kein zusätzlicher Spieler zur Nachnominierung zur Verfügung steht. Mit Alex King hätten wir jedoch den Abstand etwas geringer halten können. Zumindest in der Verteidigung gegen Sharda wäre er die beste Option gewesen und hätte uns einiges gebracht. Man sieht aber auch durch die beiden pfeilschnellen Amerikaner, wie wichtig bei uns die Verteidigungsleistung ist. Kann keiner seinen Gegenspieler einigermaßen halten, was heute oft der Fall war, bricht die Verteidigungslinie bei uns ein. Unsere Guards haben derzeit nicht die Möglichkeit, einen guten und schnellen Gegenspieler mit Erfolg zu bewachen."


Pressesprecher Andreas Sturm:


„Hier hat man aber deutlich gesehen, wer als Amateure aufläuft und wer unter professionellen Bedingungen in dieser Liga spielt. Fast alle Teams in der Regionalliga laufen mit 2 bis 3 Profis auf, was bei uns nicht der Fall ist. Da trennen uns Welten, was die personelle Besetzung eines Teams ausmacht. Jetzt stehen wir mit dem Rücken zur Wand. Wir haben nicht die Substanz, die Mainz mit ihren 3 Amerikanern, Ilja Ickert und den anderen großen Spielern aufbringt. Ein Kuriosum war heute das Schiedsrichtergespann, einer von beiden wollte seinem Kollegen und den Mannschaften und den Zuschauer zeigen, wie die 3 Sekundenregel ausgelegt wird und hat bestimmt 15 Mal diesbezüglich gepfiffen. Ich habe am Wochenende 4 Spiele von der Bundesliga bis zu Kreisklasse gesehen, aber kein Schiedsrichtergespann hat so gepfiffen. Vielleicht hat sich die Vorgabe darauf zu achten noch nicht in alle Basketballligen herumgesprochen."


Vorschau:


Das nächste Spiel in der 1. Regionalliga findet am 01.12.2007 beim heimstarken VFB Gießen um 20 Uhr statt.