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Letztes Spiel: 82:90 Sa 07.03. in Gießen Bericht

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NBBL: Kronberger U19- Basketballer bleiben weiterhin siegreich

(Dienstag, 21. November 2006 - Pressemitteilung MTV Kronberg von Andreas Sturm)


Neben der siegreichen 1. Mannschaft vom MTV Kronberg reitet in den Heimspielen auch die U19 Mannschaft in der Nachwuchs Basketball Bundesliga ( NBBL ) auf einer beeindruckenden Erfolgswelle. Am Sonntag konnte das Team von Trainer Miljenko Crnjac nach einem hart umkämpften Finale mit 70 : 69 Punkten ( jeweilige Viertelergebnisse :16 : 22 / 21 : 14 / 20 : 19 / 13 : 14 ) sich gegenüber dem Kontrahenten von der TSV Tröster Breitengüßbach durchsetzen, die in den letzten 3 Spielen ungeschlagen in den Taunus angereist waren. Kronberg nimmt nun mit 6 : 2 Punkten Rang 3 in der Division Mitte der Basketball Nachwuchs Bundesliga ein.


Güßbachs auffälligster Spieler an diesem Tag, der schnelle und übersichtlich agierende Stefan Dinkel, markierte mit seinen Punkten die Eckpfeiler seines Teams, die darauf deuteten, beide Punkte fest eingeplant mit nach Hause zu nehmen. Die Verteidigung langte auch beim Spielaufbau der Kronberger hart zu und Jugendnationalspieler Yannick Schicktanz wurde aufgrund der wenig schützenden Schiedsrichterleistung zu Ballverlusten verleitet. In der Folgezeit profitierten die Gäste davon und konnten sich zunächst mit 7 : 18 Punkten in der 6. Minute absetzen. Kronberg kam danach besser ins Spiel und Jonathan Mesghna gelang mit Abschluss des ersten Viertels mit einem erfolgreich verwandelten Dreier den Abstand bei einer 16 : 22 Punkte Führung für die Gäste im Rahmen zu halten.


Die Gäste drehten nochmals bei Beginn des 2. Viertels auf und kamen durch den Dreh- und Angelpunkt des Gästespiels von Stefan Dinkel zu weiteren Punkten. In der 2. Minute sah es zunächst nicht gut aus, da Breitengüßbach mit 19 : 27 Punkten in Führung ging. Für Gästetrainer schien die Partie gelaufen zu sein und er machte wahrscheinlich einen Spiel entscheidenden Fehler: Er brachte vermehrt die Bankspieler zum Einsatz, was aber die Kronberger dazu nutzte, neue Kräfte freizulegen und sich beim Stand bei 26 : 29 Punkten ins Spiel zurück zu melden. Die Gäste nahmen nun eine Auszeit und versuchten das Spiel neu zu ordnen. Dies gelang nur bedingt, da Nils Verlemann mit einem weiteren Dreier die 37 : 36 Punkte Pausenführung erzielen konnte und Kronberg sich damit für die kommenden weiteren Spielminuten emotional wieder aufbauen konnten.


Im zweiten Abschnitt punktete zunächst das Gästeteam, bevor Kronbergs Yannick Schicktanz auf sich aufmerksam machte und mit einem Dreier die Führung zurück erobern konnte.  Durch eine Zonenverteidigung der Kronberger brachten man die Gäste aus dem Konzept, da man zwar über genügend große Leute im Team der Breitengüßbacher zur Verfügung hatte, aber ein Mangel an konstanten Außenschützen an den Tag legte. Jedenfalls konnten die Gäste die Kronberger Verteidigung im weiteren Verlauf nicht wirklich in Bedrängnis bringen. Zwar konnte Gastspieler Daniel Schmidt mit einem erfolgreichen Dreier die Gästeführung beim Stand von 51 : 53 Punkten zurück erobern, aber Kronberg konterte abermals und ging selbst mit 57 : 55 Punkten ins letzte Viertel.


Im dritten Viertel gelang Max Krämer, der am heutigen Spieltag von 6 Versuchen 3 Treffer jenseits der 6,25 m Linie erzielen konnte die 60 : 55 Punkte Führung für Kronberg. Kronbergs Trainer Crnjac war sich seiner taktischen Auslegung sicher und ließ weiter eine Zonenverteidigung spielen, da Breitengüßbach weiterhin wenig von Außen zustande brachte. Von der 3. bis zu 7. Minute betrug der Abstand beider Teams immer nur ein Punkt und das Kronberger Publikum, dass nun durch die geschilderten Schiedsrichterleistungen und dem kämpfenden Kronberger Team aufwachte, dass auch erkannte, dass heute gegen den vermeintlich stärkeren Gegner etwas ging, fing nun an, dass eigene Team lautstark zu unterstützen und anzufeuern. Eine Minute beim Stand von 68 : 65 Punkten für Kronberg gönnten sich die Gäste durch eine Unkonzentriertheit einen unnötigen Ballverlust und mussten darauf eine Auszeit nehmen. Nils Verlemann wurde im weiteren Verlauf gefoult und musste nun an die Freiwurflinie. Konzentriert konnte er beide Würfe verwerten und Kronberg lag mit 70 : 65 in Front. Im Gegenzug kann Breitengüßbach zum 70 : 67 Punkten einschränken und Kronbergs Yannick Schicktanz soll nun den Ball in den letzten 21 Sekunden der Restspielzeit vortragen.


Zur Verzweifelung aller, bis auf die Gäste natürlich, wählt er ein schlechtes und zu gewagtes Anspiel unter den gegnerischen Korb und bringt durch den Ballverlust nochmals die Gäste in Ballbesitz. Dadurch hat er den Breitengüßbacher einen Bärendienst erwiesen, die dadurch nochmals mit wenigen Sekunden vor Ende durch Philipp Lauch auf 70 : 69 Punkten den Anschluss knüpfen können. Im direkten Gegenzug wird dann bei 1,2 Sekunden Spielzeit Jonathan Mesghna schnell gefoult, das ihn an die Freiwurflinie zwingt. Den ersten Wurf verwirft er und auch der zweite Wurf findet – absichtlich? – nicht sein Ziel. Die eine Sekunde der Spielzeit kann Breitengüßbach nicht nutzen und das junge Kronberger Team gewinnt diesen Vergleich knapp, aber verdient mit 70 : 69 Punkten, da sie zu keinem Zeitpunkt das Spiel aufgegeben haben und an sich geglaubt hatten.


Für Kronberg spielten:

Yannick Schicktanz 20 Punkte / 1 Dreier, Nils Verlemann 18 / 2 , Max  Kramer 16 / 3, Jonathan Mesghna 14 / 2, Lukas Kop-Ostrowski 2, Jens Henrich, Wiebe Lammertink, Damjan Batistic, Philipp Gärtner, Younes Chuaimet und Sebastian Rexroth


Trainer Miljenko Crnjac:

„ Man hat schnell gesehen, das die Gäste keinen „ Knipser „  von Außen in den eigenen Reihen besitzt. Daher hatten wir, obwohl wir körperlich unterlegen waren recht, eine Zonenverteidigung zu spielen. Ich freue mich wegen des Sieges, weil wir bis zum Schluss gekämpft haben und gegenüber den Gästen am Ende die besseren Nerven gezeigt haben. Nils Verlemann zeigt, was er in den letzten Monaten dazugelernt hat und wenn Max Kramer noch trifft, habe ich einige Optionen in den taktischen Bereichen dazu bekommen. Wir müssen aufpassen, dass einige Spieler nicht überdrehen und weiter an den eigenen und den mannschaftlichen Qualitäten arbeiten und dies soll ausdrücklich im Sinne der Mannschaft passieren. Wir müssen die Hektik abbauen und abgeklärter agieren. Diesbezüglich, wir spielen mit dem noch jüngeren Jahrgang, sehe ich gute Perspektiven für das Team im kommenden Jahr, wenn jeder mit den Füßen auf dem Boden beleibt und nicht abhebt."