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Kein versöhnliches Saisonende für die Giraffen

(Sonntag, 26. April 2009 - Pressemitteilung TV Langen)


TV Langen - USC Heidelberg 73:94 (32:46)


Die Schützlinge von Fabian Villmeter hatten sich für das letzte Saisonspiel noch mal viel vorgenommen, doch die verletzungsbedingten Ausfälle der beiden besten Korbschützen und Rebounder des Teams Kyle Jeffers und Robin Benzing waren gegen den stark auftrumpfenden USC Heidelberg einfach nicht zu kompensieren. Da zudem in der ersten Halbzeit auch nur einer von neun Distanzwürfen sein Ziel traf, war aller Kampfgeist vergebens.


Nach einer ausgeglichenen Anfangsphase gelang es den Gästen, sich mit einem 8:0 Lauf bis zur der sechsten Minute auf 6:15 abzusetzen, ehe der ebenfalls angeschlagen ins Spiel gegangene Brandon Chappell und Kai Barth ihr Team mit jeweils vier Punkten in Folge in der 9. Minute auf 14:19 heran brachten. Dann folgte eine erste umstrittene Entscheidung, als Sebastian Barth nach einem Ballgewinn auf dem Boden ein absichtliches Foul erhielt, während seine Teamkameraden schon in Richtung Heidelberger Korb unterwegs waren. Die Gäste waren der Nutznießer dieser Situation und zogen bis zur Pause auf 14:24 davon.


Vier erfolgreiche Dreier in zwei Minuten sorgten bis zur 15. Minute für eine deutliche 21:41 Führung des USC, ehe die Langener in der Verteidigung auf eine 2-3 Zone umstellten. Diese Maßnahme sollte sich bezahlt machen, zwei Freiwürfe von Hendrik Feist waren das Signal für eine kleine Serie der Giraffen, die nun häufiger den Weg unter den Korb suchten. Marco Völler mit einem Drei-Punktespiel und zwei Freiwürfen sowie drei Punkte von Jeremy McCulloch ließen den Rückstand bis zur Pause auf 32:46 schrumpfen.


Der Start der Giraffen in die zweite Halbzeit war zunächst verheißungsvoll, nach einem Lay-Up von Brandon Chappell und zwei Dreiern von Sebastian Barth keimte beim Stand von 40:48 wieder Hoffung auf. Heidelbergs Coach Thorsten Daume reagierte sofort, stellte sein Team neu auf die Zonenverteidigung ein, der Ex-Langener Sebastian Adeberg und der starke Jibril Hodges trafen sicher zum 41:54. Nach dem zweiten technischen Foul gegen die Langener Bank beschwerte sich Teamkapitän Sebastian Barth und wurde nach einem Disput mit Schiedsrichter Thorsten Stratemann disqualifiziert. Jibril Hodges verwandelte alle vier Freiwürfe und die Partie war damit praktisch entschieden.


Drei Dreier in kurzer Folge von Jens Hirschberg, Jibril Hodges und Ben Beran sorgten in der Folgezeit für die höchste USC-Führung - 47:77 -, mit viel Einsatz gelang es den Giraffen in der Schlussphase immerhin, die Niederlage noch in einem einigermaßen erträglichen Rahmen zu halten. Auch Niko Anders konnte sich mit seinen ersten Saisonpunkten die Korbschützenliste einreihen.


Beide Trainer setzten dann noch ein bemerkenswertes Zeichen, als für ca fünf Minuten nur deutsche Spieler auf dem Feld standen, sicherlich ein absolutes Novum in der von Amerikanern dominierten „Jungen Liga“.


Nachdem frühzeitig sichergestellten Klassenerhalt traf die Giraffen das Verletzungspech am Nerv. Bis zu fünf Stammspieler fehlten im April, Leistungsträger wie Koray Karaman und Sebastian Barth mussten nach ihrer Trainingspause erst wieder in Tritt kommen. So wurde eine sehr positiv verlaufene Saison am Ende doch etwas getrübt, mit zwei in Bestbesetzung sicherlich möglichen Siegen in den letzten vier Begegnungen wäre eine bessere Platzierung als Platz 14 wahrscheinlich gewesen. Das positive der Situation war, dass die jungen Spieler wie Marco Völler, Ruben Spoden, aber auch der erst spät zum Team gestoßenen Kristian Kuhn ihre Chance auf viel Spielzeit gut nutzen und zeigen konnten, dass auf sie Verlass ist.


Wo und wie es in der nächsten Saison weitergeht, ist noch ungewiss, bis der Lizenzliga-ausschuss die von den Vereinen eingereichten Unterlagen geprüft, bewertet und seine Empfehlungen ausgesprochen hat. Mit abschließenden Entscheidungen ist sicher nicht vor Mitte Mai so rechnen, zumal auch etliche BBL-Vereine Anträge für die Pro A gestellt haben. Mit ersten Informationen über das weitere Verfahren ist bei der nächsten Tagung der AG 2. Liga am 1. Mai in Berlin zu rechnen. Dort wird auch ein Antrag des AG-Vorstandes behandelt werden, der vorsieht, dass jeweils zwei deutsche Spieler in der Pro A und drei deutsche Spieler in der Pro B auf dem Feld stehen sollen.


Davon unabhängig wollen die Verantwortlichen im Laufe des nächsten Monats einen weiteren Sponsor präsentieren, noch ist der Vertrag aber nicht in trockenen Tüchern. Von der Ligazugehörigkeit hängen auch die personellen Entscheidungen bei den Giraffen ab, denn die starken Leistungen eines Kyle Jeffers und der jungen Garde haben längst Begehrlichkeiten bei der Konkurrenz geweckt. So ist wie jedes Jahr mit einer Zäsur im Kader des TV Langen zu rechnen. Fest steht bis jetzt, dass Hendrik Feist wie vorgesehen zu den Artland Dragons zurückkehren wird.


Die beiden bisherigen Hauptsponsoren der Giraffen, die Stadtwerke Langen und die Sehring AG, haben die Verträge bereits verlängert und damit das Fundament für die weitere Bundesligazugehörigkeit gelegt.


Während nun bei den meisten Spielern erstmal Pause angesagt ist, geht es für Robin Benzing und Kai Barth nach einer kurzen Regenerationsphase bereits Mitte Mai mit der Vorbereitung auf die U-20 Europameisterschaft im Juli in Griechenland weiter.


Kai Barth (13/2 Dreier, 4 Assists, 3 Rebounds), Hendrik Feist (10/2, 3 Rebounds, 2 Assists) Sebastian Barth (6/2, 2 Rebounds, 1 Assist), Niko Anders (4, 2 Rebounds), Marco Völler (11, 11 Rebounds, 2 Assists), Ruben Spoden (7, 9 Rebounds), Brandon Chappell (16/2, 6 Assists, 2 Rebounds), Jeremy McCullough (6, 6 Rebounds) und Koray Karaman (1 Rebound).