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Giraffen triumphieren nach starker 2. Halbzeit gegen Bayreuth

(Sonntag, 12. Februar 2006 - Pressemitteilung TV Langen)


Die Siegesserie der Langener Giraffen - neun Siege aus den letzten zehn Spielen - hat weiterhin Bestand und mit dem 77:74(29:39) Sieg gegen den BBC Bayreuth revanchierten sich die Langener für die knappe 86:88 Hinspielniederlage und entschieden wie schon gegen Kaiserslautern auch den direkten Vergleich zu ihren Gunsten.


Bis dahin war es allerdings ein schweres Stück Arbeit, denn die beiden ersatzgeschwächten Teams - bei den Giraffen fehlten Bryce Burch, Alex King, und Lars Matzerath (Einsatz in der 2. Mannschaft), bei Bayreuth Lars Grübler und Sebastian Schoch - spielten von Beginn an intensive Verteidigung und schenkten sich nichts.


Den Dreier von Bayreuths Kapitän Dominic Zimmermann beantwortete Ty Harrelson sofort im Gegenzug zum 3:3 Ausgleich und genauso ausgeglichen verlief das gesamte erste Viertel, in dem Neuzugang Tzortze Antoniadis nach sieben Minuten erstmals für sein neues Team aufs Parkett ging. Ausgeglichen blieb es bis zum 27:30, ehe Bayreuth mit einigen Schnellan-griffen bis auf 27:39 davonziehen konnte. Die Giraffen versuchten es bis dahin überwiegend aus der Distanz, schlossen dabei allerdings meistens unvorbereitet und überhastet ab und trafen lediglich 4 von 17 Drei-Punktewürfen bis zur Pause.


Die Gäste spielten weitaus geduldiger, suchten immer wieder Brandon Griffin unter dem Korb, der bis zur Pause schon 13 Punkte verbuchen konnte und Koray Karaman früh in Foulprobleme brachte. Bei Langen wirkte Dominik Bahiense de Mello wie ein Fremdkörper, versuchte es immer wieder auf eigene Faust und traf schlechte Entscheidungen bei der Auswahl seiner Würfe. Insgesamt wirkte die Mannschaft im ersten Durchgang etwas fahrig - vielleicht die Nachwehen der Geburtstagfeier von Sebastian Barth am Vorabend? Einzig Sebastian Adeberg wirkte hellwach, traf sowohl aus der Distanz als auch unter dem Korb und verteidigte gegen die Bayreuther Innenspieler mit Bravour.


In der Pause schwor Giraffen-Coach Frankie Ignjatovic seine Jungs auf eine agressivere Verteidigung ein und ermutigte sie, die 1-1 Situationen zu suchen und häufiger zum Korb zum Ziehen, anstatt es immer wieder mit Distanzwürfen zu versuchen. Zunächst schienen sie seine Worte nicht vernommen zu haben, denn in der ersten Minute des dritten Viertels folgten die Dreier Nr. 18, 19, 20 - allessamt Fahrkarten - dann war es vor allem Ty Harrelson, der dies als erster umsetzte.


Langsam kämpften sich die Giraffen heran und kamen beim 46:49 nach vier verwandelten Freiwürfen von Ty Harrelson und Sebastian Barth wieder auf Tuchfühlung. Psychologisch äußerst wichtig der Dreier des stark verbesserten Mirko Damjanovic zum 52:54 mit der Schlußsirene zum letzten Viertel.


Coach Ignjatovic vertraute weiterhin auf Harrelson, Barth, Adeberg, Antoniadis und Damjanovic und dies sollte sich auszahlen. Als Mitte des letzten Viertels Mirko Damjanovic Brandon Griffin stehenließ, von der Dreipunktlinie zum Korb zog und mit einem Lay-Up sein Team erstmals wieder mit 64:63 in Führung brachte, hielt es die Zuschauer nicht mehr auf den Sitzen. Den Dreier von Antoniadis zum 69:65 konterte Zimmermann im Gegenangriff zum 69:68 und dann kam die Zeit der Freiwerfer.


Erst verwandelte Damjanovic einen Bonusfreiwurf, nachdem er sich unter dem Bayreuther Korb erfolgreich durchgesetzt hatte, zum 72:68, dann konnte Antoniadis nur einen von zweien zum 73:68 verwandeln. Logi Gunnarson, der sich gegen Langens Kapitän Sebastian Barth kaum einmal durchsetzen konnte und mit lediglich fünf Punkten vom Feld ging, verkürzte eine Minute vor Schluß auf 73:70.


Mit schnellen Fouls versuchte Bayreuth nun Langen an die Freiwurflinie zu bringen, doch mit vier von sechs verwandelten Freiwürfen zeigte sich Sebastian Barth nervenstark und sicherte den Giraffen den wichtigen Sieg, den sich das Team dank einer großen Energieleistung in der zweiten Halbzeit auch verdient hatte.


Coach Frankie Ignjatovic lobte die Moral seiner Mannschaft, die trotz eines schwachen zweiten Viertels an sich geglaubt hatte. Er wollte aus der toll kämpfenden Mannschaft niemanden herausheben, bemängelte die mit 58% (15 von 26) wie schon in Heidelberg wiederum recht schwache Freiwurfausbeute.


Dafür sprach Manager Jogi Barth ein Extralob an Sebastian Adeberg aus, der immer wieder unter dem Bayreuther Korb auftauchte und sich dort fünf Offensivrebounds schnappte und insgesamt eine prima Leistung zeigte. Reboundkönig auf Langener Seite war aber Mirko Damjanovic mit 13, der zudem Brandon Griffin in der Schlußphase mustergültig blockte.


"Mirko blüht anscheinend wieder auf, seit er nach Bryce Burchs Verletzung wieder mehr Spielzeit und Verantwortung bekommt und das tut ihm und natürlich der Mannschaft sehr gut" zeigte sich der Manager angetan. Auch mit dem Debut von Neuzugang Tzortze Antoniadis war nicht nur wegen der 13 Punkte zufrieden, er hielt Chaz McCrommon im letzten Viertel auf 2 Punkte und trug somit seinen Teil zum Sieg bei. "Was die Mannschaft momentan leistet, ist phantastisch. Nach diesem Sieg haben wir erstmals ein positives Punktekonto in dieser Saison und wir freuen uns alle auf die nächsten Begegnungen" freut sich der Manager auf die nächsten Spiele.


TV Langen: Ty Harrelson (18 Punkte/2 Dreier, 5 Rebounds, 3 Assists), Ilhan Burak, Sebastian Barth (10/1 Dreier, 6 Assists, 3 Steals), Tobias Jahn (nicht eingesetzt), Tzortze Antoniadis (13/2 Dreier), Dominik Bahiense de Mello (4), Mirko Damjanovic (13/2, 13 Rebounds), Sebastian Adeberg (17/1, 6 Rebouds, 4 Steals) und Koray Karaman (2, 7 Rebounds).


Bei Bayreuth dominierten Chaz McCrommon (22/1, 10 Rebounds) und Brandon Griffin (21, 13 Rebounds).