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"Familie und Basketball - dazwischen gibt es nichts" - Neuzugang Antonio Meeking im Interview

(Dienstag, 29. November 2005 von Marc Rybicki)


Antonio, eben waren Sie noch in den USA, jetzt stehen Sie in einer Basketball-Halle in Frankfurt. Wie fühlen Sie sich?


Im Moment ist das noch ein unwirkliches Gefühl. Vor ein paar Stunden war ich noch bei meiner Freundin Crystal und meinen zwei Söhnen (ein Jahr und sechs Jahre alt, Anm.d.Red.) daheim in Louisiana. Aber das ist nur am ersten Tag so. Ich passe mich schnell an.


Was wissen Sie über Ihr neues Team und Ihre Teamkollegen?


Um ehrlich zu sein: gar nichts (lacht). Das ist eine weiße Leinwand für mich. Aber ich bin sehr gespannt.


Waren Sie schon einmal in Deutschland?


Nicht wirklich (lacht). Ich war nur kurz auf dem Frankfurter Flughafen im letzten Jahr, auf meinem Weg nach Serbien zu Hemofarm.


Nach großen Verletzungsproblemen am Saisonstart mussten die DEUTSCHE BANK SKYLINERS eine Niederlagenserie hinnehmen und stehen am Tabellenende. Fühlen Sie sich in der jetzigen Situation als eine Art Feuerwehrmann?


Ich spiele immer mit vollem Einsatz, egal auf welchem Platz ein Team steht. Natürlich möchte ich jetzt alles dafür tun, damit Frankfurt wieder ein Gewinner-Team wird.


Sie haben in der Summerleague für die Charlotte Bobcats gespielt und wurden im August verpflichtet. Wie groß war die Enttäuschung nachdem Sie vor Saisonstart Ende Oktober aus dem Kader gestrichen wurden?


Sicher war ich enttäuscht. Ich hatte im Sommer hart trainiert und habe auch gut gespielt. Es schien alles perfekt zu laufen. Doch dann haben sich die Verantwortlichen anders entschieden. So ist das Business…


Sie scheinen in bester Form zu sein. Wie haben Sie sich in den letzten Wochen fit gehalten?


Ich bin regelmäßig in die Halle gegangen und habe für mich allein auf den Korb geworfen, Kraft- und Konditionstraining gemacht - eben alles, um meine Wettkampform zu halten. Ich wusste ja, dass ich jederzeit ein Angebot von einem Team irgendwo in der Welt bekommen könnte. Da kann ich meinen Körper nicht vernachlässigen.


Wie würden Sie ihre Art zu spielen beschreiben?


Ich bin sehr defensiv orientiert. In der Defense spiele ich richtig hart. Meine größte Stärke ist aber das Scoring. Mein ganzes Leben lang war ich ein Scorer, weil ich schneller und stärker bin als die meisten Spieler, die mich üblicherweise auf der Power Forward Position verteidigen. Ich kann noch eine ganze Menge mehr auf dem Platz - aber das erzähle ich jetzt nicht alles, das müsst Ihr schon selbst herausfinden (lacht).


Sie sind sehr selbstbewusst. Spüren Sie dennoch Druck, weil man in Frankfurt sofort gute Leistungen von Ihnen erwartet?


Nein, denn ich weiß, was ich kann. Da empfinde ich keinen Druck.


Leben Sie 24 Stunden für den Basketball oder gibt es auch Phasen, in denen Sie sich mit ganz anderen Dingen befassen?


Familie und Basketball - das sind meine Konstanten im Leben. Dazwischen gibt es nichts. Während den vier Wochen, die ich zu Hause verbracht habe, war ich schon frustriert, weil ich endlich wieder mit einem Team spielen wollte. Die Spiel-Atmosphäre, die Fans, der Wettkampf - das alles hat mir sehr gefehlt. Umso mehr freue ich mich auf meine Zeit in Frankfurt mit den DEUTSCHE BANK SKYLINERS.