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Angeschlagene Giraffen verkaufen sich teuer in Kirchheim

(Dienstag, 19. Januar 2010 - Pressemitteilung TV Langen)


Kirchheim Knights - TV Langen 97:87 (25:24; 23:22; 27:16; 22:25)


Die Zuversicht von Coach Fabian Villmeter, nach dem Auswärtssieg in Heidelberg einen zweiten Überraschungscoup in Kirchheim landen zu können, wurde durch beinahe tägliche Hiobsbotschaften ab Mitte der Woche Tag für Tag gedämpft.


Am Mittwoch bekam Tobias Grauel ein Schlag auf den Oberschenkel, am Donnerstag knickte Neuzugang Carl Arts mit dem Sprunggelenk um. An Training war für beide trotz intensiver physiotherapeutischer Behandlung nicht zu denken. Im Abschlusstraining am Feitag renkten sich dann sowohl Brandon Chappell als auch Roland Wiertel jeweils den kleinen Finger aus und schließlich sagte noch Nachwuchsspieler Niklas Butz die Reise aus privaten Gründen ab.


Da hatte es sein Kontrahent auf der Kirchheimer Seite, Frenkie Ignajatovic, wesentlich besser, standen ihm doch bis auf die beiden Ludwigsburger Doppellizenzler Philipp Heyden und Ziyed Chennoufi alle seine Spieler zur Verfügung. Der zuletzt wegen Haschischkonsum suspendierte ehemalige Erstligaspieler Gordon Scott war genauso mit von der Partie wie Aufbauspieler Scott Freymond und der vor Weihnachten nachverpflichtete Cedric Brooks.


Mit ihren fünf Ausländern, dem Ex-Langener Radi Tomasevic, dem starken Nils Menck und Benjamin Lischka hat Frenkie Ignjatovic ein starkes und sehr tief besetztes Team zusammen.

 

Nach dem Aufwärmen musste Tobias Grauel passen und auf seinen Einsatz verzichten, während die anderen angeschlagenen Spieler signalisierten, dass sie bereit für das Spiel sind. Marco Völler und Brian Henderson starteten für Carl Arts und Tobias Grauel und die Langener knüpften dort an, wo sie in Heidelberg aufgehört hatten. Nach den ersten beiden Punkten für den Gastgeber durch Cedric Brooks, sorgten Brandon Chappell mit einem Dreier, Alonzo Hird und Kai Barth mit zwei Freiwürfen für eine 7:2 Führung. Beim 13:11 nach fünf Minuten hatten sich alle Langener Starter bereits in die Punkteliste eintragen können. Die von hohem Tempo geprägte Partie blieb ausgeglichen und am Ende des ersten Viertels hatte sich der hohe Favorit lediglich einen knappen Vorsprung herausgearbeitet.

 

Mit Roland Wiertel und Carl Arts hatte Fabian Villmeter bereits im ersten Viertel auch seine angeschlagenen Spieler aufs Feld geschickt, nun folgte Nico Barth, der eine sehr couragierte Leistung zeigte. Die Giraffen blieben im Spiel, Carl Arts traf per Sprungwurf zum 30:31 und nach Assist von Nico Barth traf Bruder Kai per Dreier zum 33:33 Ausgleich. Der nicht zu stoppende Alonzo Hird und Brian Henderson brachten ihre Mannschaft wieder in Front, die Youngster Nico Barth mit einem Dreipunktewurf 80 Sekunden vor Ende des zweiten Viertels auf 46:42 ausbauen konnte. Die Kirchheimer schlugen mit zwei verwandelten Dreiern durch Michalczyk und Brooks jedoch eiskalt zurück und eroberten sich eine knappe 48:46 Pausenführung in der bis dahin vollkommen ausgeglichenen Partie.

 

Diesen sechs Punkten ließ der Gastgeber gleich nach dem Seitenwechsel weitere 18 unbeantwortete Punkte folgen, als die bis dahin so gut agierenden Giraffen gegen die auf Zonenverteidigung umstellenden Kirchheimer für wenige Minuten vollkommen den Faden verloren. Während bei Kirchheim nun alles passte und jeder Wurf ein Treffer war, trafen die Giraffen nichts und hatten darüber hinaus einige Ballverluste zu verkraften. Auch eine Auszeit von Fabian Villmeter konnte den Lauf der Knights nicht stoppen. Als Spielmacher Kai Barth seinem Team nach knapp fünf Minuten wieder ein Erfolgserlebnis verschaffte, war Kirchheim bereits auf 66:48 enteilt. Die Giraffen erholten sich langsam von dem Schock und mit zwei Dreiern verkürzten Carl Arts und Kai Barth bis Ende des dritten Viertels auf 75:62.

 

Nico Barth schickte gleich zu Beginn des letzten Viertels noch einen weiteren Dreier hinterher, den Radi Tomasevic im Gegenzug sofort konterte. Kirchheim zog wieder davon und hatte die Begegnung spätestens beim 82:66 wieder fest im Griff. Die tapferen Giraffen steckten jedoch nicht auf, kämpften intensiv um eine Resultatsverbesserung und konnten trotz der 97:87-Niederlage die Kirchheimer Sporthalle erhobenen Hauptes verlassen.

 

Unter den gegebenen Voraussetzungen hatten sie sich gut verkauft. Ein Blick auf die Wurfquoten von Brandon Chappell und Roland Wiertel aus der Distanz - ein Treffer aus 11 Versuchen - lässt schon den Schluss zu, dass beide durch ihre Fingerverletzungen eben doch stark gehandicapt waren.

 

Alonzo Hird gelangen zu seinen 18 Punkten und 5 Assists überragende 19 Rebounds, die eine neue Saisonbestmarke für die gesamte Pro A bedeuten, obwohl er in den letzten vier Minuten seine Mitspieler von der Bank aus anfeuerte. Bemerkenswert auch die Leistung des 17jährigen Nico Barth, der knapp 22 Minuten auf dem Feld stand, acht Punkte erzielte und ohne Ballverlust blieb.

 

Alles in allem eine gute Vorstellung der Giraffen, die eine vorzügliche erste Halbzeit gespielt hatten, in der Schwächephase unmittelbar nach der Pause jedoch alle Chancen auf einen Sieg verspielt hatten.


Brandon Chappell (17/, 1 Dreier, 2 Assist, 3 Ballverluste), Nico Barth (8/2, 2 Assists), Kai Barth (15/2, 3 Rebounds, 4 Assists, 2 Ballverluste), Marco Völler (8, 1 Rebound, 1 Assist, 1 Ballverlust), Brian Henderson (11/1, 2 Rebounds, 2 Assists), Alonzo Hird (18, 19 Rebounds, 5 Assists) und Carl Arts (8/1, 4 Rebounds, 1 Assist).

 

Mit den Cuxhaven Bascats kommt am nächsten Samstag ein Topteam der Pro A und der einzig verbliebene Verfolger des souveränen Tabellenführers BBC Bayreuth nach Langen. Wie gut die Gäste derzeit drauf sind, musste der USC Heidelberg bei seiner 108:81-Niederlage an der Nordseeküste gerade schmerzlich erfahren.