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Konzentriert sich auf seine ReHa - AJ Moye

AJ Moye: „Für eine Rückkehr in dieser Saison ist es zu früh.“

Im November 2010 erlitt Ajene Malaki Moye einen Schlaganfall. Seitdem befindet sich der 29-Jährige in ständiger ärztlicher Behandlung und arbeitet intensiv und erfolgreich an seiner Rehabilitation. Der Flügelspieler der DEUTSCHE BANK SKYLINERS spricht im Interview über seine Entscheidung in der aktuellen Saison nicht mehr ins Spielgeschehen einzugreifen und sich voll auf seine Rehabilitation zu konzentrieren.

Hallo AJ, wie geht es dir zurzeit?

Es geht mir sehr gut, danke! Ich möchte mich noch einmal für die tolle Unterstützung der Fans bedanken. Das hat mir wirklich sehr geholfen und hilft mir immer noch!

Die Frage, welche momentan wohl am meisten interessiert ist, ob wir dich diese Saison wieder spielen sehen können. Wie sieht es damit aus?

Ich werde immer wieder darauf angesprochen. Fans klopfen mir auf die Schulter und fragen, wann ich wieder loslege; Journalisten fragen mich, wann mit einem Comeback zu rechnen ist. Da ist natürlich ein wenig Druck und eine Erwartungshaltung entstanden. Auch bei mir. Es fällt mir schwer bei den Spielen und im Training nur zuschauen zu können. Ich muss immer daran denken, was für ein starkes Team wir hätten, wenn Roger und ich fit wären. Vielleicht wäre das Spiel gegen Bamberg dann ausgeglichener gewesen. Ich mache sehr gute Fortschritte in meiner Genesung, glaube aber, dass es für eine Rückkehr in dieser Saison zu früh ist. Ich muss mich erst voll auf meine ReHa konzentrieren und wieder zu alter Stärke zurück finden. Die Entscheidung wie es weiter geht, werde ich dann im Sommer treffen.

Das bedeutet also, dass für dich jetzt hauptsächlich die ReHa im Vordergrund steht. Was genau machst du da und wie sehen deine Pläne ansonsten aus?

Das Team von SPOREG macht mich wieder fit. Ich weiß auch nie, was die als nächstes mit mir machen. Ich habe immer so meine Vermutungen und dann machen wir etwas ganz anderes. Sie überraschen mich immer wieder. Krafttraining, Koordination, Schwimmen – das ganze Programm. Ich kann spüren, dass es mir richtig gut tut. Ansonsten werde ich die Zeit nutzen, um eine Trainerausbildung zu starten. Wenn ich beim Training dabei bin, dann hören die Jungs oft auf mich und holen sich auch mal einen Rat von mir. Ansonsten helfe ich dem Coach wo ich kann, bin mal eine Passstation oder einfach nur der Motivator von der Seitenlinie.

War es schwer die Entscheidung zur Rückkehr auf den Sommer zu vertagen?

Ich setze mich mit meiner Situation jeden Tag auseinander. Und jeden Tag schaffe ich es, die Realität ein wenig besser zu verstehen. Ich bin und war schon immer ein Kämpfer, aber gegen die Realität zu kämpfen ist schwer. Das geht einfach nicht und macht einen nur fertig. Ich habe viele Gespräche geführt. Mit DaShaun (Wood) habe ich zum Beispiel lange über seine Erfahrungen nach seiner Knieverletzung und seinem Jahr Pause geredet. Das hat mir sehr geholfen. Aber auch mit Kamil Novak (Sportdirektor) und anderen Club-Verantwortlichen habe ich viel gesprochen. Ich möchte auch mal klar stellen, wie sehr sich die DEUTSCHE BANK SKYLINERS um mich gekümmert haben. „Basketball Family“ ist hier nicht einfach nur ein Spruch. Hier steht jeder für den anderen ein. Das gilt nicht nur für die Jungs im Team, sondern eben auch für alle aus dem Management. Ich habe schon für viele Teams gespielt, aber so einen Zusammenhalt wie hier habe ich noch nicht erlebt. Das ist wirklich viel wert und ich bin froh hier zu sein!

Auf ausdrücklichen Wunsch von AJ Moye bitten die DEUTSCHE BANK SKYLINERS darum, auch weiterhin auf Interviewanfragen mit ihm zu verzichten.