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79:90 – FRAPORT SKYLINERS holen Hessenderby on the road mit Start-Ziel-Sieg

Die FRAPORT SKYLINERS holen bei den JobStairs GIESSEN 46ers das erste Hessenderby der Saison unter widrigen Umständen. Am Vortag wurde Frankfurts Lukas Wank positiv auf COVID-19 getestet, was auch dem Rest des Teams eine ungemütliche Nacht und einen frühen Morgen bescherte (siehe unten). Doch im Spiel merkt man es dem Team von Diego Ocampo nicht wirklich an, dass die Vorbereitung nicht ideal ablief. Von Beginn an wird Druck gemacht und im dritten Viertel sogar eine 20-Punkte-Führung erspielt. Gießen kämpft sich im Schlussakt zwar noch mal ran, aber die Frankfurter lassen sich den Sieg nicht mehr nehmen (15:25 – 21:19 – 13:21 – 30:25). Beste Frankfurter sind heute Will Cherry (25 Pkt, 6 Reb, 4 Ass) und Brancou Badio (20 Pkt, 4 Reb, 4 Ass).

Stimmen zum Spiel

Diego Ocampo (Headcoach, FRAPORT SKYLINERS): „Gratulation an meine Spieler, die sich schon die gesamte Saison über sehr anstrengen, egal vor welche Probleme wir gestellt werden. Doch wir wollen uns nicht beschweren, denn in der aktuellen Zeit hat jeder Probleme, also muss man nach Lösungen suchen und die haben wir heute gefunden. Eine Lösung ist da beispielsweise zu kämpfen und konzentriert zu spielen. Im ersten Viertel haben wir durch die Dreipunktewürfe viel Selbstvertrauen getankt, danach war das Spiel leichter für uns. Ich denke das dritte Viertel haben wir mit guter Defense und Fast Breaks begonnen, aber am Schluss haben wir wohl nicht gewusst, wie wir das Spiel zu Ende bringen sollen. Daraus lernen wir.“

Pete Strobl (Headcoach, JobStairs GIESSEN 46ers): „Die ersten Minuten waren für Frankfurt definitiv wichtig, wie sie das Spiel angefangen haben und wir nicht. Wir sind nicht gut in die Partie gestartet und haben 14 Freiwürfe liegen lassen. Wir müssen einen Weg finden, dass alle Spieler ohne Ausnahme von Minute eins an bis zum Schluss hoch fokussiert bleiben. Heute hatten wir zudem einige Foultrouble. 28 Mannschaftsfouls – das war schwer.“

Brooks DeBisschop (Spieler, FRAPORT SKYLINERS): „Wir sind sehr aggressiv reingekommen und haben direkt den Ton für das weitere Spiel gesetzt. Vor allem Brancou und Will haben sehr viel Druck gemacht und haben uns angeführt. Wir wussten bis heute Morgen gegen 10:30 Uhr nicht, ob wir spielen können. Wir haben also einfach versucht, das Beste aus der Situation zu machen. Wir sind ein junges Team, mussten mit vielen Verletzungen kämpfen und kommen erst jetzt in unseren Rhythmus. Wir wollen jetzt einfach von Spiel zu Spiel denken und arbeiten uns von Sieg zu Sieg.“

Der Weg zum Spiel

Für alle Spieler, Trainer und den Stab klingelte der Wecker am Spieltag extra früh. Um 7 Uhr standen PCR-Tests am Flughafen an, nachdem am Samstag bekannt wurde, dass ein Spieler positiv auf COVID-19 getestet wurde. Bis spät in die Nacht hinein wurden Informationen ausgetauscht, Lösungen gesucht und glücklicherweise auch gefunden. Also raus aus den Federn, ab zum Flughafen, testen lassen, zurück nach Hause, idealerweise noch ein kleines Nickerchen, bevor dann um 11:30 eine Video-Einheit ansteht und der Bus in Richtung Gießen gegen 12:15 Uhr abfährt. Die Testergebnisse waren bis dahin natürlich auch schon wieder zurück: alle negativ! Dennoch galt es, alle Sicherheitsvorkehrungen noch mal hochzuschrauben: FFP2-Maske beim Video, Abstand, kein Kontakt zu Außenstehenden, FFP2-Maske im Bus und so weiter. Ideale Vorbereitung am Spieltag sieht anders aus, aber man wächst ja an Herausforderungen…

Spielzusammenfassung

Die FRAPORT SKYLINERS eröffnen das Spiel wie eine verbotene Silvester-Rakete: blitzschnell und mit offensivem Feuerwerk. Brancou Badio erzielt im ersten Viertel direkt 13 Punkte. Gießen arbeitet sich zwar wieder ins Spiel, aber die Frankfurter Jungs stabilisieren ihr Spiel vor allem über die Verteidigung – 15:25. Im zweiten Viertel lässt das offensive Tempo der Frankfurter ein wenig nach. Gießen kann Nadelstiche setzen, aber dank Brancou Badio und Will Cherry bleibt das Team von Diego Ocampo vorne – 36:44. Ins dritte Viertel starten die FRAPORT SKYLINERS ähnlich furios wie in das erste. Vor allem Will Cherry legt mächtig vor. Als die Führung 20 Punkte beträgt, ist auch ein wenig die Luft raus im Spiel – 49:65. Das ändert sich noch mal im Schlussakt, den die Gießener mit viel Energie angehen und noch mal drastisch verkürzen. Aber am Ende bleiben die Frankfurter cool, haben die Uhr und den Spielstand auf ihrer Seite und gewinnen mit 79:90.

Die drei Schlüsselstatistiken

  • Ballverluste – Die stehen bei uns ja immer unter Sonderbeobachtung. Und mal wieder lässt sich festhalten: Passen wir auf den Ball auf, gewinnen wir das Spiel meistens. Heute waren es nur 14 Turnover, was ein solider Wert ist
  • Freiwürfe – 72% sind jetzt nicht die Erfindung der Präzision, aber im Vergleich zu Gießens 56% fast schon ein Spitzenwert
  • Teamplay – Ist zwar keine klassische Statistik, aber wenn bei Gießen ein Spieler zweistellig punktet (Nuni Omot – 19 Pkt), bei uns aber vier (Will Cherry – 25, Brancou Badio – 20, Brooks DeBisschop – 14, Len Schoormann – 10), dann deutet das schon an, dass der Hessenderby-Sieg eine Kollektivleistung war 

>>Die vollständige Statistik gibt es HIER<<

Spielticker

Diego Ocampo geht mit folgender Ersten Fünf in sein erstes Hessenderby: Quantez Robertson, Rasheed Moore, Brancou Badio, Will Cherry und Brooks DeBisschop.

1. Viertel – Frankfurter Feuerwerk zur Spieleröffnung – 15:25

2. Minute – Aller Müdigkeit zum Trotz eröffnen wir das Spiel hellwach. Der ersten beiden Angriffe bringen Punkte, die ersten beiden Verteidigungen Gießener Ballverluste – 0:7

4. Minute – Ist Brancou das Gegenteil vom biblischen Samson? Die Haare sind bei unserem jungen Senegalesen ab sofort kurz rasiert und schon haut er zwei Dreier und den Dunk rein. Wer ist bitte sein Friseur? 3:12

6. Minute – Gießen tut, was Gießen kann: Zum Korb ziehen. So kommen die Gastgeber wieder rein ins Spiel und machen unsere schöne zweistellige Führung zunichte – 8:17

8. Minute – Jetzt stockt es aber doch ganz schön bei uns. Zu viele Ballverluste und Offensivfouls – 12:19

10. Minute – Wir stabilisieren uns über die Defensive und finden im Angriff zumindest wieder unsere Ruhe. Lorenz Brenneke macht das unter dem Korb sehr gut und dann sind es doch wieder zehn Punkte – 15:25

2. Viertel – Weiterhin eine stabile Vorstellung – 21:19

13. Minute – Der Ball läuft gut in unserem Angriff. Fast gar nicht gelaufen ist dieses Mal allerdings Len Schoormann. Muss er auch nicht. Er steht ja trotzdem frei in der Ecke und trifft den Dreier zum 18:31

14. Minute – Brancou Badios neue Frisur sitzt weiterhin exzellent, genau wie sein nächster Dreier. Sein vierter bei fünf Versuchen – 20:34

17. Minute – Sieht man auch nicht alle Tage. Jamel zieht sich sein drittes Foul zu – alle drei am offensiven Ende. Der Mann hat einfach zu viel Power. Wir liegen trotzdem noch gut vorne – 24:36

18. Minute – Will Cherry hat wohl an Silvester nicht genug getanzt. Denn wie er seinen Gegenspieler in diesem Angriff zum Tänzchen bittet, ist schon alle Ehren wert – 26:39

20. Minute – Welcome to WOW-Moment von Rasheed Moore. Den Korbleger-Versuch beim Schnellangriff der Gießener schmettert er mit brachialer Wucht aus seiner Wurfbahn – 34:44

20. Minute – Ungewohnte Rolle für Brooks DeBisschop. Sonst für Blöcke und Rebounds zuständig, darf unser Big Man heute von allem ein wenig machen. Punkte (5), Rebounds (6) und Assists (3) sammelt er in der ersten Halbzeit fleißig ein und sorgt für die Führung zur großen Pause – 36:44

3. Viertel – Erst der Blitzstart, dann eher ein Auslaufen – 13:21

22. Minute – Will Cherry übernimmt – und zwar in rasantem Tempo! Die ersten sieben Punkte des dritten Viertels gehen allesamt auf sein Konto. Damit zieht er den Widerstandsbemühungen der Gießener aber mal ganz entspannt den Stecker – 36:51

25. Minute – Es läuft und läuft und läuft jetzt aber auch bei uns. In Zahlen: 15:3 Lauf zum Viertelauftakt zur ersten 20-Punkte Führung– 39:59

27. Minute – Ein wenig begrüßen wir jetzt den Schlendrian in unserem Spiel. Aber klar, wenn man mit rund 20 Punkten führt, ist es schwer, weiter voll am Drücker zu bleiben – 43:61

28. Minute – UFF und UIUIUI! Was ein krachender Dunk von Len im Fastbreak. Sieht alles erst mal nach Korbleger aus, da der Verteidiger schnell mitgerannt ist. Aber Len zündet den Turbo, steigt hoch und haut den Ball mit beiden Händen durch den Ring – 43:63

30. Minute – Der Rest des Viertels ist aber eher eine zähe Angelegenheit, bei der unsere Verteidigungs- und Reboundarbeit prägend ist – 49:65

4. Viertel – Kurz gewackelt, aber am Ende: Hessenderby-Sieger – 27:20

31. Minute – Hey, was soll denn jetzt das? Wenige Sekunden gespielt, da haut Gießen den Dreier rein. Die werden doch jetzt nicht… - 52:65

32. Minute – Wo sind denn jetzt die 20 Punkte Führung auf einmal hin? Es sind jetzt nur noch neun, aber zum Glück macht Brooks die Punkte unter dem Korb – 56:67

36. Minute – Ok, der Puls geht wieder ein wenig runter. Unsere Verteidigung steht wieder und vorne machen wir es nicht schön, aber erfolgreicher als vorher – 61:73

37. Minute – Kaum schreibt man es, da legen die schon wieder einen 5:0 Lauf hin. Mann, Mann, Mann, der Puls ist schon wieder im oberen Grenzbereich – 66:73

38. Minute – Aber Will wills wissen! Vier schnelle Punkte durch ihn und schon ist einem wieder wohler – 66:77

39. Minute – Oder auch nicht… Gießen gibt nicht auf und kommt schon wieder ran auf sechs – 71:77

40. Minute – Ok, die letzten Angriffe spielen wir lange aus, nutzen die Zeit und der Dreier von Len besiegelt es: Wir holen das Hessenderby on the road! Ein paar Freiwürfe gibt es noch, eine Auszeit der Gießener, auch noch ein paar Pünktchen, aber am Auswärtssieg ändert das nur noch wenig: Endstand 79:90.

Die nächsten Spieltermine

  • Sonntag, 09.01. um 15 Uhr zu Hause gegen Oldenburg
  • Samstag, 15.01. um 18 Uhr in Göttingen
  • Sonntag, 23.01. um 15 Uhr zu Hause gegen Würzburg

Tickets für alle Heimspiele sind erhältlich über Tel. 069-92887619, online über www.fraport-skyliners.de oder an allen Vorverkaufsstellen von AdTicket.