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17.03.05 - Für Langen ist jetzt jedes Spiel ein Endspiel

(Quelle: Pressemitteilung TV Langen)

Am Sonntag (18 Uhr) treten die Langener Giraffen beim TSV Tröster Breitengüßbach an. Der Kooperationspartner des Erstligisten GHP Bamberg verfolgt ein ähnliches Konzept wie der TV Langen, ist aber deutlich enger an den großen Bruder und deutschen Vizemeister angebunden als die Giraffen an die OPEL SKYLINERS.

Die Breitengüßbacher gehören der 2. Bundesliga seit 15 Jahren an, stehen in deren "ewiger Tabelle" auf dem 5. Platz, sind wie der TV Langen aus eigener Jugendarbeit nach oben gekommen und verfolgen nach wie vor auch in der 2. Bundesliga ein ehrgeiziges und in den letzten Jahren professioneller gewordenes Jugendförderkonzept. Zuletzt gewannen die Franken mit der U20 in der Saison 2001/02 den deutschen Meistertitel und davon profitieren sowohl der Erstligist aus Bamberg, der vor allem mit Nationalspieler Steffen Hamann auf einen Ex-Breitengüßbacher vertraut, als auch die Breitengüßbacher "Rasselbande" in der 2. Liga.

Allerdings können auch die Franken längst nicht mehr nur Jugendliche aus dem engeren Einzugsgebiet an die 2. Liga heranführen, holen mit Hilfe der Bamberger bereits junge deutsche TOP-Spieler und konkurrieren damit mit den ebenso ehrgeizigen Jugendförderprogrammen in Berlin (ALBA/TuS Lichterfelde/Internationale Basketball-Academy), Leverkusen (Bayer/Rhöndorf), Frankfurt (OPEL SKYLINERS/Basketball-Academy Rhein-Main/TV und BTI Langen). Sie alle wurden in der letzten Woche von Deutschen Basketball-Bund als Schwerpunkt-Leistungszentren im männlichen Bereich anerkannt und stehen damit im Hinblick auf die Förderung des deutschen Basketball-Nachwuchses in besonderer Verantwortung.

In Breitengüßbach vertraut Coach Derrick Taylor neben den "Ami's" Tim Frost (20,8 PpS, 10,7 RpS), Paul Haynes (20,7 PpS) und "Oldie" Henrik Gese (13,1 PpS) auf den Nachwuchs, u.a. A-Nationalcenter Dirk Mädrich (9,7 PpS und 8,3 RpS), der allerdings lange Zeit wegen Verletzung ausfiel, sowie die Jugendnationalspieler Max Weber, Sebastian Betz, Johannes Betz und Sajmen Hauer, einen 16-Jährigen mit vorausgesagter großer Perspektive, die allerdings alle nicht in Breitengüßbach mit dem Basketball begannen.

Wie schnell so ein Jugend-Programm schief laufen kann, haben in der letzten Saison sowohl TuS Lichterfelde (Abstieg aus der 2. Liga) als auch Breitengüßbach (sportlicher Abstieg) gezeigt. Die Franken blieben nur drin aufgrund der Insolvenz eines Erstligisten. Deshalb versuchen sie jetzt einen "professionellen Spagat". Diese Erfahrungen macht nun erstmals auch der TV Langen, der ebenso nur noch wenige Jugendliche aus den eigenen Mini´s nach oben bringt. "Die Liga wird durch die stetige Ausländeröffnung stärker, da bleibt die Jugendförderung auf der Strecke und die kann eine Liga tiefer nicht professionell betrieben werden," befürchtet Abteilungsleiter Jochen Kühl auch Auswirkungen auf das Konzept des TV Langen.

Die Giraffen reisen komplett nach Franken. Coach Rolf Zehlen wird erst nach dem letzten Training entscheiden, ob der gegen München überragende Sly McIntosh auflaufen wird oder ob Aufbauspieler Nate Johnson erneut eine Chance bekommen wird. "Er hat in dieser Woche hervorragend trainiert, und Sly hat Extra-Trainings absolviert."

Abteilungsleiter Jochen Kühl: "Johannes Herber würde uns sehr helfen"

Wie sehr A-Nationalspieler Joe Herber seinem TVL in dieser Saison hätte helfen können, wenn er sich nicht vor drei Jahren zum Wechsel an die Universität von West Virginia entschieden hätte, davon konnte sich Abteilungsleiter Jochen Kühl in der vergangenen Woche beim "March Madness" in New York überzeugen. Dort wurden auch Gespräche über ein "Aushelfen im Notfall" geführt.

Herber's "Mounteniers" waren das Sensationsteam des viertägigen Turniers, fegten als Liga-Achter am ersten Tag Providence (9.) mit 89:52 von Feld, besiegten tags drauf vor 20000 Zuschauern Boston College (1.) mit 78:72. Im dritten Spiel gab es gegen Villanova (3.) einen Krimi, den West Virginia mit 78:76 gewann. Herber erzielte diesmal elf Punkte, verwandelte 19 Sek. vor Schluß einen wichtigen Dreier. Im Finale gegen Syracuse reichte dann vor allem die Kraft nicht mehr; denn die Gegner hatten nur zwei Spiele zuvor. Syracuse gewann mit 68:59. Herber´s Ausbeute neben der meisten Spielzeit im Team waren 8,8,11, und 11 Punkte in den vier Spielen. Kühl´s Beobachtung: "Sein Team spielte Old-Scool-Basketball vom Feinsten, diszipliniert und immer auf Dreier orientiert. Johannes lenkte das Spiel und hätte mit dieser leistung in dieser Saison in seinem letzten Doppellizenz-Jahr nicht nur uns sondern auch die OPEL SKYLINERS stärker gemacht. Seinen Weg nach USA kann ich gut verstehen; denn dort kann er neben Basketball auch noch sein Studium mit Ehrgeiz voranbringen, was hier als Profi eher weniger möglich wäre." Er wurde Anfang März auch mit seinen akademischen Leistungen von der NCAA als einer der besten 30 Basketballer gewürdigt.

Bereits am 17. März geht es in der Runde der besten 64 Teams um die NCAA-Meisterschaft gegen Clayton, im Falle eines Sieges am Samstag gegen Wake Forest, einen der Favoriten dieser Saison. Wer das gewinnt, ist unter den "Sweet sixteen". Alles weitere auf dem Weg zum Final Four in St. Louis aktuell unter ESPN.com!