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Ibrahim Diarra: "Frankfurt ist die beste Vorbereitung auf die EM"

Ibrahim Diarra hat den Ball unter Kontrolle Ibrahim Diarra kam zu den OPEL SKYLINERS, weil er eine neue Herausforderung suchte und weil er auf hohem internationalen Niveau spielen wollte. Nach vielen Jahren in der schwedischen Eliteliga und einem Zwischenstop in Österreich, will er nun mit seinem neuen Team in der s.Oliver BBL ganz nach oben.

"Ibi" begann seine Karriere in Stockholm. Dort wohnte er mit seinen Eltern, die sich auf der Universität in der Hauptstadt beim Studieren kennen lernten. Mit elf Jahren hielt er während des Schulsports zum ersten Mal einen Basketball in den Fingern. "In meiner Schulzeit habe ich alle möglichen Ballsportarten ausprobiert. Wenn man in Schweden aufwächst, interessiert man sich automatisch für Handball, Fußball und Basketball. Irgendwann stellte ich dann fest, dass mir Basketball am meisten Spaß machte."

So kam es, dass Ibrahim die Sportart intensiver betrieb und sich einem Verein anschloss. In der Jugendabteilung der Stockholm Capitals genoss er dann auch die beste, ihm sich bietende Ausbildung. Mit siebzehn Jahren der erste Höhepunkt. Ibrahim durfte sich das Jersey der 1.Mannschaft überstreifen. "Das war ein tolles Gefühl und ich wurde damit für meine harte Arbeit belohnt." Mit den "Capitals" gelang ihm dann auch der ganze große Wurf, "Ibi" gewann mit Stockholm die schwedische Meisterschaft.

Nach mehreren Jahren in Stockholm hatte er sich einen Namen in Schweden gemacht. Die Nominierung ins Nationalteam war nur eine logische Folge und ein weiterer Höhepunkt. Es folgte ein Wechsel zu den New Wave Sharks Göteburg und ein kurzes Gastspiel in Norrshöping.

"Irgendwann kam ich an einen Punkt, an dem ich mir sagte, dass ich gerne auch mal im Ausland spielen und Erfahrungen sammeln möchte", erzählt er uns. Der Anruf eines ehemaligen Mitspielers kam dann aber nicht etwa aus Spanien oder Griechenland, sondern aus Fürstenfeld in Österreich.

Immer in Bewegung - Ibrahim Diarra Der Headcoach der Panthers suchte einen Defensivspezialisten und war bei Ibrahim an der richtigen Adresse. "In Fürstenfeld habe ich eine schöne Zeit verbracht, aber zwei Jahre waren auch genug." Auch Gordon Herbert, damals Trainer bei den Oberwart Gunners, hatte bereits in dieser Zeit ein Auge auf ihn geworfen. "Mit Hinsicht auf die Europameisterschaft 2003 in Schweden war es natürlich sehr wichtig für mich in einer starken Liga zu spielen, am besten noch international dazu."

Als der Anruf aus Frankfurt kam, musste Ibi dann auch nicht zweimal überlegen und unterschrieb einen Zweijahres-Vertrag am Main. "Ich habe mir immer sehr hohe Ziele gesetzt, und in Europas stärkster Liga ( Euroleague ) zu spielen, war eines davon."

Relativ schnell fand er sich in seiner neuen Umgebung zurecht, und schaffte sogar den Sprung in die "Starting-Five" der Hessen. "Ich kenne meine Aufgaben, und weiß, warum mich Gordon Herbert geholt hat. Meine Stärke ist die Defense, und darauf legt er großen Wert."

Auch die Stadt Frankfurt gefiel ihm auf Anhieb. Ein kleines Problem hatte er jedoch: Kein Auto und keinen Führerschein! "Ich war niemals auf ein Auto angewiesen, nicht in Schweden und nicht in Österreich. Die Trainingsstätten waren immer in nächster Umgebung." Nun war es für ihn also an der Zeit, den Führerschein zu machen. Bis es endlich soweit war ( Februar 2002 ), fuhr er mit Bus und Bahn zur Ballsporthalle, oder wurde von Mitspielern abgeholt.

Mit dem bisherigen Saisonverlauf ist Ibrahim mehr als zufrieden, und auch nach dem Ausscheiden in der Euroleague und den Niederlagen in der s.Oliver BBL gegen Hagen und Trier gibt er sich optimistisch: "Wir haben bisher großes geleistet. Die Chemie im Team stimmt und wir können noch viel erreichen. Wir werden unsere Form wieder finden und im Kampf um die Meisterschaft ein großes Wort mitsprechen. Auch im DBB-Pokal wollen wir natürlich ins Finale."

Während den Playoffs hofft er dann auch auf Unterstützung aus der eigenen Familie, mit der er natürlich in ständigem Kontakt steht. "Es wäre schön, wenn meine Mutter und mein Vater nach Frankfurt kommen könnten." Während Ibrahims Mutter noch in Schweden lebt, wohnt sein Vater, ein gebürtiger Franzose, mittlerweile in den USA und arbeitet dort in der Computerbranche.

"Ich habe noch einen kleinen Bruder, der aus der zweiten Ehe meines Vaters stammt. Er ist erst fünf Jahre alt und spielt schon Baseball", sagt er stolz. Durch seine guten Leistungen in Frankfurt hat sich Ibrahim auch einen festen Platz im Nationalteam gesichert. "In der s.Oliver BBL kann ich mich bestens auf die anstehende Europameisterschaft vorbereiten. Hier wird auf einem sehr hohen Niveau gespielt, das hilft mir ungemein."

Vielleicht wird seine Familie ja Zeuge, wie sehr im seine Zeit in Frankfurt hilft. Und vielleicht kann er ja am Ende sogar seinen kleinen Bruder davon überzeugen, dass Basketball doch die interessantere Sportart ist.

Wir wünschen ihm auf jeden Fall das Beste. Nicht nur bei den OPEL SKYLINERS, sondern auch auf dem Weg zur Europameisterschaft 2003 in Schweden!