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WM 2006 in Japan - HPL’s Tagebuch Teil 4

(Mittwoch, 23. August 2006 von Hpl)


Nach der klaren Niederlage gegen Spanien kam der Ruhetag am Dienstag genau rechtzeigt, um sich zu regenerieren und somit war bei mir erst einmal Kultur angesagt. Schon sehr früh machte sich das Team mit Bus und Schiff auf zur Insel Miyajima. Der berühmte O-Torii - das grosse Tor - leuchtet in seiner ganzen Pracht jedem Besucher entgegen und bildet den Einstieg in ein Stück unvergesslicher japanischer Kultur.


Der Auftritt von Dirk Nowitzki war vor allen für die jungen Besucher ein Highlight und die seltene Chance auf ein Foto oder Autogramm. 40 Grad und eine drückende Schwüle waren für das Team schweißtreibend, so dass um 14 Uhr schon wieder zum Training gerufen wurde.


Um 19 Uhr hatten die Fans von Vietentours im Mannschaftshotel Prince außerhalb der Stadt die Gelegenheit zu einem Plausch mit den Spielern und dem DDB-Stab. Präsident Ingo Weiss hatte zu einem Gala-Diner mit japanischen Spezialitäten eingeladen. Besonders die Spieler hatten daran große Freude, denn endlich gab es einmal nicht nur Nudeln und Salat. Untermalt wurde der Abend von einem deutschen Cellist des

Orchesters der Stadt Hiroshima.


Nach nur wenig Schlaf fiel der allmorgendliche Weg in die Arena etwas schwerer, doch zum Glück ging es diesmal erst um 16 Uhr gegen Panama los. Der Einstieg gegen das Team aus Mittelamerika war sehr beschwerlich und bis zur Pause mit 38:37 noch völlig offen. Nach dem Wechsel schien das deutsche Team dann endlich wach zu sein und verschaffte sich mit 63:45 eine klare Führung im 3. Viertel und endlich den Respekt des Favoriten.


Eigentlich hatte sich Dirk Novitzki im 4. Viertel schonen wollen, doch eine Korbserie von Panama zwang ihn dann doch noch einmal auf das Feld, als das deutsche Team Gefahr lief, das Spiel wieder aus der Hand zu geben.

Der 81:61 Sieg war nur als Pflichterfüllung zu bezeichnen, doch war nur die Leistungssteigerung von Dirk auf 25 Punkte und 13 Rebounds ein beruhigendes Zeichen auf bessere Zeiten nach dem Tiefpunkt gegen Spanien..

Pressestimmen


"Das war ein ganz wichtiger Sieg, um uns für die nächste Runde zu qualifizieren", sagte der NBA-Superstar Dirk.


"Uns fehlt noch die Konstanz. Wir haben in der ersten Halbzeit überhaupt nicht unseren Rhythmus gefunden und uns gegen Panamas Zonenverteidigung sehr schwer getan", sagte Bauermann. Nach schnellem 3:8-Rückstand (4. Minute) gelang Nowitzki zwar die 10:8-Führung, doch dann sorgten Deckungsschwächen, schlechte Wurfauswahl und zahlreiche Ballverluste (insgesamt 17) für den Pausenrückstand.


Erst Bauermanns deftige Kabinenpredigt (Nowitzki: "Es fielen laute Worte") rüttelte die schläfrigen Riesen wach. "Ich habe ihnen gesagt, sie müssten positiv und ruhig bleiben und den Ball mehr bewegen", schilderte der 48-Jährige seine Ansprache, die auf fruchtbaren Boden fiel. "Über höheres Tempo und besseren Rhythmus haben wir schließlich die Zonenverteidigung des Gegners geknackt. Sehr erfreulich, wie sich die Mannschaft zusammengerissen hat", so Bauermann, der vor allem in Mithat Demirel den Initiator des Umschwungs sah. "Er hat uns mit seiner Kreativität sehr viel Energie gegeben und gut mit Dirk harmoniert. Die beiden kennen sich schon lange. Das ist eine gute Kombination", lobte Bauermann den künftig für Galatasaray Istanbul spielenden Ex-Berliner.


In dem achtmaligen Afrikameister Angola sehen Bauermann und sein Star Nowitzki einen "richtigen Testgegner für das Achtelfinale". Nowitzki: "Das wird ein Riesenkampf werden und ein Super-Endspiel um Platz zwei". Für den deutschen Coach ist Angola "die Überraschungsmannschaft des Turniers". "Sie sind sehr athletisch und individuell sehr stark, gut in der Defensive und mit hoher Spielkultur im Angriff", so analysierte Bauermann die Afrikaner. "Wir wollen unbedingt mit einem Erfolgserlebnis ins Achtelfinale. Dazu müssen wir die Fehlerquellen minimieren", sagte der Trainer. Sein Leitwolf Nowitzki warnte: "Noch so eine Halbzeit dürfen wir uns gegen Angola nicht erlauben."


Der Trainer sollte Recht behalten, denn Angola hielt das Spiel gegen Spanien lange Zeit offen und verlor erst in der Schlussphase mit 93:83.


Ein wichtiger Schritt in Richtung Tokio war getan, doch musste ein Sieg gegen Angola her, um endlich alles klar zu machen.


Sajoh-nala und mata aschta

Euer hpl