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Vier gewinnt: Der historische (Wieder-)Aufstieg der FRAPORT SKYLINERS

Nach dem Abstieg ist vor dem Aufstieg?! Ganz so einfach ist es nicht. War es nicht für die FRAPORT SKYLINERS, war es in der Vergangenheit nicht für weitere Teams, die zügig zurück ins Oberhaus wollten. Beim Studium vergangener Abschlusstabellen wird deutlich, wie einzigartig der Frankfurter Weg verlief.

 

Nach dem unbequemen Gang in die ProA war die Marschroute der FRAPORT SKYLINERS klar: Es soll so schnell wie möglich wieder ins Oberhaus gehen. Eine Mission, die am vergangenen Sonntag, den 26.05.2024, mit dem Schlusspfiff im fünften Halbfinalspiel gegen Trier um 18:54 Uhr erfolgreich abgeschlossen wurde. Das 85:76 gegen den ebenfalls ambitionierten Hauptrundenprimus bedeutete den Einzug ins ProA-Finale, viel wichtiger aber den Erhalt der sportlichen Qualifikation zur Teilnahme am Spielbetrieb im Oberhaus. Das Frankfurt dieser Schritt gleich im ersten Anlauf nach dem Abstieg gelang, ist keineswegs selbstverständlich, war von reichlich Hindernissen gesäumt, und in seiner Genese einzigartig. Eine Einordnung…

Seit in der ProA zur Saison 2011/2012 die Playoffs eingeführt wurden, gelang es vor den „Mainhattan Giganten“ lediglich fünf Mannschaften, sich nach dem Schritt in die zweite Liga direkt wieder sportlich für die Beletage zu qualifizieren. Mit Ausnahme von Bremerhaven in der COVID-verkürzten Saison 2019/2020 (2. Platz nach der Hauptrunde, Bilanz: 20-7) nahmen alle Teams das errungene Aufstiegsrecht wahr, nachdem sie zuvor die ProA fast nach Belieben Dominiert und die reguläre Saison als Tabellenführer abgeschlossen hatten.

 

  • 2011/2012: Weißenfels (23 - 3)
  • 2014/2015: Würzburg (28 - 2)
  • 2016/2017: Weißenfels (27 - 3)
  • 2017/2018: Vechta (27 - 3)

 

Anhand dieser prominenten Liste erhält die eingeschlagene Route der FRAPORT SKYLINERS einen umso einzigartigeren Anstrich. Mit einer Bilanz von 24 Siegen und zehn Niederlagen belegten die Schützlinge von Trainer Denis Wucherer am Ende der Hauptrunde bekanntlich den vierte Rang, wodurch es im Viertelfinale zum Aufeinandertreffen mit Jena und im Halbfinale mit Trier kam - zwei Clubs, die ebenfalls Aufstiegs-Ambitionen angemeldet hatten.

Beendete Frankfurt die Serie gegen die Thüringer ausgerechnet im vierten Spiel „on the road“, konnte dies gern als Fingerzeig auf das Kräftemessen mit den Gladiatoren verstanden werden. Immerhin gelang es der Wucherer-Èquipe, gleich das erste Spiel an der Mosel zu klauen (72:70) als auch an selber Stelle den Final-Einzug zu feiern (85:76) - in der gesamten Hauptrunde musste Trier nur eine einzige Heimniederlage hinnehmen.

 

Historische Parallele 1: Der fünfte Sieg im ProA-Halbfinale, und damit das Ticket fürs Finale, wurde genau 20 Jahre und einen Tag nach einem anderen historischen Ereignis gelöst. Am 25.05.2004 rang Frankfurt die Telekom Baskets Bonn auswärts auf dem Hardtberg mit 76:63 nieder und erarbeitete sich damit erstmals die Chance auf den Gewinn der Deutschen Meisterschaft - der Rest ist (Skyliners-)Geschichte.

Historische Parallele 2: Während die FRAPORT SKYLINERS in Trier den Wiederaufstieg in die easyCredit BBL feierten, errangen im Rheinland die Dragons Rhöndorf, deren Lizenzübertragung im Jahre 1999 die Geburt des Frankfurter Bundesliga-Basketballs markierte, gegen Köln die ProB-Meisterschaft - Herzlichen Glückwunsch!