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Verdiente Punkte liegen gelassen ...

(Sonntag, 29. Oktober 2006 - Pressemitteilung TV Langen)


2. Herren verlieren unglücklich gegen favorisierten MTV Kronberg / Giraffen-Reserve mit großartiger Leistung in einem kuriosen Spiel


Ein ganz kurioses und zu dem äußerst spannendes Spiel, erlebten die Zuschauer am vergangenen Samstag-Nachmittag in der Langener Georg-Sehring-Halle, zwischen dem TV Langen 2 und MTV Kronberg in der Regionalliga. Giraffen-Coach Fabian Villmeter verzichtete auf die Einsätze von Kai Barth und Philipp Schneider, die für das anschließende Bundesliga-Spiel in Mainz geschont wurden.


Trotz dieser Ausfälle zeigten die Hausherren eine starke Leistung gegen das favorisierte Top-Team aus dem Taunus, dass bis dato erst ein Spiel verloren hatte. Mit guter Verteidigung und vor allem der Überlegenheit beim Rebound, gelang es das Spiel offen zu gestalten.


Die Gäste aus Kronberg versuchten ihr Glück, wie gewohnt, häufig von jenseits der 3er-Linie, hatten aber gegen die gute Deckung des TVL wenige ganz freie Würfe. „Vor einem halben Jahr, hat Kronberg uns noch mit 20 Punkten aus der Halle geschossen“, erinnert sich Villmeter nach dem Spiel an das HBV-Pokal-Finale in der letzten Saison, „das Ergebnis von heute zeigt, dass wir gut gearbeitet haben, uns verbessert haben und inzwischen mit einem solch starken Gegner auf Augenhöhe spielen können. Wir sind auf einem guten Weg!“


Knapp ging es tatsächlich zu. 15:13 nach dem ersten Viertel. Wieder einmal Robin Benzing, machte den großen Unterschied in der zweiten Mannschaft des TVL, gegenüber den Spielen, in denen er nicht dabei ist. „Robin hilft uns ungemein als Punktelieferant, macht aber auch jeden einzelnen seiner Mitspieler besser!“ fiel es auch Mannschaftskapitän Niklas Lütcke nach dem Spiel auf.


Auch im zweiten Spielabschnitt blieb das Spiel eng. Selbst als sich Kronberg mit 17:22 absetzen konnte, fand die Villmeter-Truppe zurück ins Spiel. Mehr und mehr wurden nun auch die Anspiele unter dem Korb gesucht, wofür sich die Center Manuel Lohnes und Kristian Kuhn mit Punkten bedankten. Zur Halbzeit war der TVL mit 37:36 denkbar knapp in Front.


Das dritte Viertel gehörte aus TVL-Sicht dann ihrem Kapitän Niklas Lütcke. Der Routinier erzielte in vier Minuten acht Punkte, was Gäste-Coach Crnjac veranlasste eine Box-and-one-Verteidigung gegen Lütcke zu probieren. Damit hatte Langen so seine Probleme. Viele der jungen Spieler waren noch nie auf eine solche Verteidigung gestoßen, was man dem Spiel der Hausherren direkt anmerkte. Trotzdem machte das junge Langener Team immer wieder viele Dinge instinktiv richt, überzeugten zudem mit großartigem Kampfgeist in der Verteidigung. Mirko Palazzo und Niko Anders suchten entschlossen den Weg zum Korb und waren spätestens von der Freiwurflinie erfolgreich. Auf Kronberger Seite erwachte so langsam Alexander Simic aus seinem Dornröschenschlaf und hatte mehr Offensivaktionen als noch in den ersten drei Vierteln.


Die Ex-Giraffe Simic war es auch, der mit einem Dreier mit der Schlusssirene, die Verlängerung für sein Team erzwang. Der TV Langen hatte das Spiel zu diesem Zeitpunkt quasi schon gewonnen, hätte nur noch nach dem Einwurf der Gäste foulen müssen, um bei drei Punkten Führung (68:65) und zwei Freiwürfen des Gegners den Rebound zu sichern. Offensichtlich leichter gesagt als getan: Ein erster Kontakt von Niko Anders nach dem Einwurf war, den unterdurchschnittlichen Schiedsrichtern wohl nicht ausreichend, ein schneller Pass und Simic verwandelte aus geschätzten neun Metern Entfernung gegen den heraneilenden Niklas Lütcke. „Wäre ich entschlossener rausgelaufen, hätte ich sicher das Foul machen können.“ nahm der sonst so fehlerfreie Lütcke eine Teilschuld auf sich.


Es ging also in eine vermeidbare Verlängerung. Die gewonnene Zuversicht der Kronberger, ließ Niko Anders postwendend mit einem erfolgreichen Dreier verstummen und Mirko Palazzo erhöhte auf 73:68, bevor die Brandgefährlichen Flügel-Schützen Kronbergs erfolgreich waren. Florian Hennen und wiederum Alexander Simic nutzen einige kleinere Fehler in der TVL-Defense und drehten das Blatt binnen der nächsten zwei Minuten. 73:76 stand es nach zwei erfolgreichen Kronberger Dreiern. Robin Benzing wurde nun von seinen Mitspielern gesucht und gefunden, hielt seine Mannen mit einem erfolgreichen Dreier im Spiel, verwandelte aber in dieser entscheidenden Phase nur einen von zwei Freiwürfen, was den Gästen zwischenzeitlich eine 4-Punkte-Führung brachte. Nach dem erfolgreichen Dreier stand es aber wieder nur 77:78. Florian Hennen behielt einen kühlen Kopf an der Freiwurflinie und verwandelte zwei Mal, was wiederum Kronberg mit 3 Punkten in front brachte, - 77:80. Kronberg glückte auch das taktische Foul, welches der TVL zum Ende der regulären Spielzeit nicht hinbekam.


Marian Benzing verwandelte ebenfalls nur einen seiner beiden Freiwürfe zum 78:80. Taktisch klug foulte der TVL nun den Kronberger Aufbauspieler Terzic, der sich bislang als schwach von der Linie erwiesen hatte. Keiner der zwei Freiwürfe fand sein Ziel, was Mirko Palazzo, bei 3 Sekunden auf der Spielzeituhr, noch einen überraschend gut gelungenen Wurf von der Mittellinie brachte, der sein Ziel aber um wenige Zentimeter verfehlte.


Eine äußerst unglückliche Niederlage für die junge Giraffen-Reserve, die mit ihrer stärksten Saisonleistung einmal mehr unter Beweis stellte, in der richtigen Liga angekommen zu sein und selbst dort, die ganz Großen ärgern zu können. Ein Lob an die gesamte Mannschaft für eine tolle Leistung, die leider durch Pech, einige kleine Fehler, sowie der fehlenden Abgeklärtheit, zwei verdiente Punkte nicht einfahren konnte.


Für den TVL: Mirko Palazzo (10), Nicolas Echarti (3), Kristian Kuhn (4), Robin Benzing (26), Bennet Ahnfeldt, Marian Benzing (4), Niko Anders (8), Manuel Lohnes (10), Niklas Lütcke (8) und Roland Wiertel (5)