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U20-Herren besiegten zum Abschluß Israel mit 75:72 (20:18, 31:24, 9:18, 15:12)

(Montag, 27. Juli 2009 - Pressemitteilung TV Langen)


14. Platz sichert Klassenerhalt in der A-Gruppe – Wir können nur besser werden !


Es wurde noch einmal ein echtes „Endspiel“ um den Klassenerhalt. Beide Teams schenkten sich nichts. Die deutsche Mannschaft konnte auf ihre Top-Scorer Robin Benzing und Thomas Schoeps vertrauen, sich aber nie wirklich absetzen. Den 51:42-Halbzeitvorspung egalisierten die Israelis bereits im 3. Viertel (62:60), ehe sich die deutschen U20-Herren im spannenden Schlußviertel knapp aber verdient durchsetzten.


Die Anteile der beiden Langener am Sieg: Kai Barth (0 Punkte/1 Rebound/3 Assist in 13 Min.), Robin Benzing (21/9/2 in 35 Min.).


Europameister wurde Griechenland nach einem 90:85–Endspielsieg gegen Frankreich, vor Spanien und Italien.


Damit blieben die deutschen U20-Herren zwar in der A-Klasse und dürfen auch 2010 mit dem Jahrgang 1990 wieder als eines der besten 16 Teams in Europa an den Start gehen. Aber insgesamt schnitten sie unter ihren Erwartungen ab. Sehr knappe unglückliche Niederlagen in der Vorrundengruppe gegen Kroatien (am Ende 8. Platz) und Serbien (11.) sowie ein Sieg gegen Ukraine (12.) verbannten sie schon als Vierter einer relativ schwachen Vorrundengruppe in die Abstiegsgruppe. Und da mussten sie nach der 77:86-Niederlage gegen Slowenien den Klassenerhalt mit zwei Siegen gegen die beiden Absteiger Belgien und Israel auf der Ziellinie sichern.


Warum konnte man mehr erwarten ? Zum einen spricht auch Bundestrainer Dirk Bauermann dem Jahrgang 89 viel Potential nach oben zu, zum anderen war die Mannschaft vor allem größenmäßig stark besetzt. Und schließlich gehörten ihr mit Schwethelm und Pleiß (beide Köln) zwei starke BBL-Spieler an. Barth und Benzing traten mit ProA-Erfahrung an, Doreth, Harris, Agne immerhin mit ProB-Erfahrung. Am Ende reichte diese relative geringe Spielerfahrung des Teams auf höheren Niveau wohl für Europas U20-Elite nicht ganz aus. Sieht man von Benzing (bisher TV Langen/ 22,2 Punkte pro Spiel), Harris (bisher BIS Baskets Speyer/ 14,0) und Schwethelm (bisher Köln 99ers/ 11,2) einmal ab, so fehlten dem Team offensichtlich weitere Spieler, die aus ihrer relativ geringen nationalen Spielerfahrung auf internationalem Parkett etwas machen konnten, dass dem Team vordere Plätze hätte sichern können.


Wenn diese Spieler mit Potential nicht alsbald Vereine finden, in denen es möglicherweise weniger finanzielle Unterstützung aber dafür mehr Spielzeit in ProA oder BBL für sie gibt, wird auch aus diesem „Jahrgang mit Potential“ für die zukünftige Nationalmannschaft wenig übrig bleiben.


Was bleibt an Erkenntnissen für den hessischen Basketball ? Am Ende setzten sich zwei Hessen (Kai Barth und Robin Benzing) durch, die nicht nur im Team standen, sondern aufgrund ihrer Förderung im BTI Langen und vor allem auch aufgrund ihrer Spielzeiten im ProA-Team des TV Langen zu wichtigen Spielern des deutschen Teams wurden.


Bisher waren Gießen 49ers und TV Lich sowie DEUTSCHE BANK SKYLINERS und TV Langen Clubs, die bewusst jungen Spielern Förderung in BBL und ProA geben wollten, wenn auch mit unterschiedlicher Intensität. Mit diesen Clubs sowie mit dem neuen ProB-Team der DEUTSCHE BANK SKYLINERS sind Wege und Möglichkeiten der Zusammenarbeit zu verstärken, um zukünftig in der Europa-A-Gruppe den Anschluß an die weiter oben platzierten Teams herzustellen.


Für den nationalen Schwerpunkt Hessen sollte der DBB sich hier engagieren, so gut er kann. Aber DBB, BBL und AG2BL sollten auch alsbald wieder zu Rahmenbedingungen finden, die eine Förderung der talentierten jungen Spieler in BBL und ProA im U20-Jahrgang möglich machen.


Wenn der einzige verbliebene Nachwuchs-Standort in der ProA, der TV Langen, trotz sportlichen Klassenerhaltes mehr um die Erfüllung von „Standards“ (Hallengröße, Mindestbudget) kämpfen muß als sich um die sportliche Förderung der nächsten Generation zu kümmern, wenn nationale Schwerpunkte wie Berlin, Bamberg und Rheinland überhaupt keine Mannschaften in der ProA haben, dann können auch die nächsten U20-Jahrgänge kaum angemessen auf die nächsten U20-Europameisterschaften vorbereitet werden. In der BBL können sie nur ausnahmsweise Spielzeit erwarten, ProB und Regionalliga entsprechen den internationalen Maßstäben nicht genug.


Wir können alle gemeinsam nur besser werden !


Jochen Kühl

VP Leistungssport des HBV