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TV Langen meldet Giraffen-Reserve aus der Regionalliga ab

(Freitag, 13. Juli 2007 - Pressemitteilung TV Langen)


Zuviele Hochzeiten mit ProA, Regionalliga, U19 und U18


Es sind zwar einige, aber insgesamt nicht genug Spieler zwischen 1. Herren (ProA) und U19 (NBBL) sowie talentierter U18 in Langen, die sich als TV Langen 2 (Giraffen-Reserve) wettbewerbsfähig an der Regionalliga beteiligen könnten.


Hauptkritikpunkt der bisherigen Regionalliga-Mannschaft einschließlich ihres Trainers Fabian Villmeter in der letzten Saison war, dass die Mannschaft eigentlich nie als Team trainieren und sich so auch nicht als Team auf die Spiele in der Regionalliga vorbereiten konnte. Abteilungsleiter Jochen Kühl dazu: „Da das tägliche Training der 1. Herren für die talentiertesten Nachwuchsspieler Vorrang hatte, war diese Kritik berechtigt. Angesichts dieses Handicaps war es eine tolle Leistung von Coach und Spielern, dass sie trotzdem die letzte Saison mit dem 5. Platz abschlossen.“ Es war zugleich die letzte Saison der alten Regionalliga-Südwest, aufgeteilt in die Gruppen Nord und Süd.


Der 5. Platz in der Gruppe Nord brachte dem TV Langen die Berechtigung für die neue 1. Regionalliga-Südwest, in der nun auch die Vereine aus Baden –Württemberg integriert sind. Ein Rückzug aus der 1. Regionalliga zeichnete sich angesichts der Trainingsumstände frühzeitig ab.


Nach Gesprächen mit Spielern und in Trainermeetings versuchten die TVL-Trainer der 1. Herren, Frenki Ignjatovic, der 2. Herren , Fabian Villmeter, und der U19, Jogi Barth (zugleich Bundesliga-Manager), auf folgende Fragen eine positive Antwort zu finden: Gibt es eine Trainingsmöglichkeit für das komplette Regionalliga-Team wenigstens an einem Trainingstag in der Woche ? Lassen sich die Spieltermine 2. Herren und der U19 in der NBBL auseinander halten ? In wie viele Mannschaften müssen wie viele Spieler integriert werden (Herren 1, Herren 2, U19- und U18-Jungen) ? Wie viele ältere und erfahrene Spieler haben wir für die 2. Herren ? Auf keine dieser Fragen gab es positive Antworten, vor allem konnte keine Trainingszeit für eine 2. Herren gefunden werden, nachdem klar war, dass weder genug erfahrene Spieler noch genug ehrgeizige junge Spieler für die Regionalliga vorhanden waren. So wurden die betroffenen Spieler frühzeitig im Mai über die Absicht, das Team aus der Regionalliga zurückzuziehen, informiert. Sie konnten sich frühzeitig anderweit orientieren und taten das teilweise auch.


Dennoch gab es immer wieder Gespräche einzelner Spieler vor allem mit U19-Trainer Barth, um den Rückzug zu vermeiden. Bundesliga-Manager Jogi Barth dazu: „Ich bin zwar stark mit der Beschaffung von zusätzlichen Finanzmitteln für die 1. Herren beschäftigt, versuche zudem, gemeinsam mit Frenki ein Team für die Pro A auf die Beine zu stellen. Dennoch habe ich in einer neuerlichen Rundmail an die Spieler nach einem Kompromiß für die 2. Herren gesucht.“ Der wurde aber nicht gefunden.


Abteilungsleiter Jochen Kühl sieht den Rückzug auch als Konzept-Wechsel für den TV Langen an: „Für uns ist der Rückzug einer jungen Giraffen-Reserve zunächst einmal ein Abschied von unserem langjährigen Jugendkonzept, in dem die 2. Herren immer ein wichtiger Baustein der Förderung junger Spieler auf dem Weg in die Bundesliga waren. Die NBBL für U19 und die nur ein Jahrgang jüngere U18, in der erneut zahlreiche Talente auf dem Sprung nach oben stehen, zwingt uns zu diesem Schritt. Vor Einführung der NBBL mußten wir die Jugendmeisterschaften bis zum Frühjahr nicht allzu ernst betreiben, haben bei U20 sogar auf leistungsorientierte Teams zugunsten der Giraffen-Reserve ganz verzichtet, mussten uns bei U18 nur ins Hessen-Finale qualifizieren, um dann nach der Männer-Saison ab März mit Jugendteams in ihren Altersklassen voll dabei zu sein, konnten sich vor allem alle ehrgeizigen U20-Jungen sofort auf den Männer-Basketball konzentrieren. Durch den Verzicht auf U20-Ehrgeiz konnte verwirklicht werden, was zum Schutze der jungen Spieler wichtig war, nämlich dass jeder nur in zwei Teams spielen sollte und die Jugendlichen trotzdem unter Gleichaltrigen ihre Meisterschaften spielen konnten. Jetzt müssten einige junge Spieler schon ab Oktober teilweise in drei Teams, 1. und 2. Herren und U19 oder 2. Herren, U19 und U18 spielen. Das wäre für die Spieler, die es betroffen hätte, nicht zu verkraften gewesen, und es wäre für keines der Teams gut gewesen. Der Nachteil unseres Verzichts auf die Giraffen-Reserve liegt aber auch auf der Hand; der Sprung von der U19 direkt in die 2. Liga ist für die meisten Spieler zu groß. Nach unten würde es helfen, wenn der DBB möglichst bald die Jugendklassen durch U17 und U15 konsequent an die 2006 eingeführte U19 anpassen würde.“


Und nach oben befindet sich der TV Langen in dieser ersten ProA-Saison ohnehin in einer wichtigen Findungsphase; denn die entscheidende Frage, ob in der ProA bei zugelassenen bis zu sechs Ausländern pro Team eine echte Nachwuchsförderung noch möglich sein wird, muß erst durch die Erfahrungen der bevorstehenden Saison beantwortet werden. „Daran arbeiten wir intensiv,“ versprechen Jogi Barth und Jochen Kühl für den TVL-Vorstand gemeinsam.


Mit seinem bisherigen Weg war der TV Langen relativ erfolgreich in der 2. Bundesliga sowie mit seinen Jugendteams und half den talentiertesten Spielern, ihren Weg nach oben in die BBL zu nehmen. Jochen Kühl: „Für die Zukunft ist das zunächst offen, aber wir arbeiten weiter daran.“


Ab sofort ist die aus der Landesliga in die Oberliga aufgestiegene Mannschaft die 2. Herren-Mannschaft des TVL.