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„Schritt für Schritt besser werden“ – Gutes erstes Testspiel gegen Jena

Beim ersten (inoffiziellen) Testspiel der Saisonvorbereitung 2018/19 gegen Science City Jena ging es weniger um das Gewinnen, sondern vielmehr um erste handfeste Eindrücke und Erkenntnisse für die Trainer. Daher gibt es im Folgenden auch keine Ergebnisse und keinen Spielverlauf, sondern Schilderungen Situationen und Auffälligkeiten.

Stimme zum Testspiel

Gordon Herbert (Headcoach FRAPORT SKYLINERS)

Wir hatten eine sehr gute erste Trainingswoche. Auch wenn in der Woche einige Spieler neu hinzugekommen sind, war die Intensität in den Einheiten sehr hoch. Wir haben erste wenige Dinge im Angriff und in der Verteidigung implementiert, aber am wichtigsten war heute, dass wir als Mannschaft gespielt haben und gekämpft haben. Es ist Saisonvorbereitung, für uns geht es darum Schritt für Schritt besser zu werden und nicht um das Gewinnen oder Verlieren. Wir wollten heute an den Sachen arbeiten, die wir in der vergangenen Woche trainiert haben. Insgesamt war es ein gutes Testspiel für uns und jetzt wollen wir in der kommenden Woche daran anknüpfen.

Eindrücke vom Testspiel

Der Einsatz stimmt!

Es steht nach 1.5 Minuten immer noch 0:0 und doch wird sich Gordon Herbert gefreut haben. Denn nach einem Fehlwurf sprinten Quantez Robertson und Jason Clark dem Ball hinterher. Mit einem Hechtsprung sichert sich Clark das Spielgerät, rutscht meterweit über den Boden und bewahrt den Ballbesitz. Von der Auswechselbank wird er dafür mit Szenenapplaus belohnt. Und der Headcoach nickt zufrieden.

Auch wenn die Defensive insgesamt noch nicht wirklich abgestimmt und perfekt orchestriert wirkt (wie auch, nach einer Woche gemeinsamem Training), so kann man dennoch gut beobachten, dass der individuelle Energielevel bei den Frankfurter Jungs stimmt. Immer wieder können kleine Rotationsfehler oder Abstimmungsschwierigkeiten durch Einsatz und dem vielgepriesenen ´Hustle´ aufgefangen werden.

Wie fit ist ´Tez´?

Den Rebound auf Ringniveau abgreifen, den Blick nach vorne richten, blitzschnelles Dribbling, langer Schritt und dann Vollgas – so kennt man Quantez Robertson, so lieben ihn die Fans! Und so wird es jeden Anhänger der FRAPORT SKYLINERS freuen, dass sich der Kapitän mit starker Frühform aus der Sommerpause zurückmeldet. Bester Beleg: Im Angriff wird der Kampf um den ´Lose Ball´ verloren, es könnte zum Schnellangriff kommen. Doch im Sprint macht ´Tez´ die vier, fünf Meter zwischen ihm und dem Angreifer wett und stibitzt ihm gekonnt den Ball von hinten. Der Verteidigungsminister ist zurück!

Hot or not?

Für das heiße Händchen von Brady Heslip gab es eine Menge Vorschusslorbeeren und lobende Worte im Vorfeld. Und wie gestaltet sich das dann ´in echt´? Zunächst mal so lala. Der erste Dreier verfehlt sein Ziel, der zweite Wurf aus der Halbdistanz sitzt, der nächste aber nun doch wieder nicht und der vierte rauscht nach Flugstunde für den Verteidiger wieder butterweich durch den Ring. Im dritten Viertel blitzt dann seine wirkliche Gefahr aus der Distanz auf. Trae Bell-Haynes treibt den Ball nach vorne, Heslip sprintet auf der anderen Seite in die Ecke. Der Pass sitzt, die Wurfbewegung dauert keinen Wimpernschlag und da der Verteidiger zum Blockversuch hochsteigt, ertönen das ´Swish´-Geräusch des Netzes und der Foulpfiff des Schiedsrichters zeitgleich. Insgesamt gelingt es aber nur bedingt den Wurfexperten gut in Szene zu setzen und ihn in gute Wurfposition zu bringen – mit gerade mal einer Handvoll Trainingsstunden kein Grund zum Stirnrunzeln.

Das gilt im Übrigen auch für das gesamte Team. Erst im vierten Viertel sind die Handgelenke vom Offseason-Rost befreit und Garai Zeeb und Co. können mit einigen Distanzwürfen an ihren Quoten arbeiten.

Crunchtime-Momente

Die letzten beiden Angriffe im ersten Viertel übernimmt Trae Bell-Haynes. Zweimal kommt der hohe Block von Marco mit wenigen Sekunden auf der Angriffsuhr, beide Male gelingt es, den wieselflinken Aufbauspieler gegen den Big Man zu stellen. Und dann geht es rasant: Dribbeltäuschung, Körpertäuschung, ein, zwei Verzögerung und sobald der Verteidiger nicht ganz perfekt steht, geht es mit geducktem Oberkörper Richtung Korb zum freien Korbleger.

Ähnlich gestaltet sich das Ende des zweiten Viertels – nur dass dieses Mal Jason Clark das Zepter in die Hand nimmt, geduldig die Zeit im letzten Angriff runterlaufen lässt, den gestellten Block nutzt und mit viel Coolness und lockerem Händchen den ´Floater´ über die Verteidigung einnetzt. Im vierten Viertel trifft er rund 20 Sekunden vor Ende der Partie und bei ablaufender Wurfuhr den Halbdistanzwurf über den ausgestreckten Arm des Verteidigers. Insgesamt weiß der Combo-Guard im Spielaufbau mit viel Ruhe, einem schnellen Antritt sowie dem Gespür für den Moment zu gefallen. So punktet er per Zug zum Korb und aus der Distanz und findet auch immer wieder den besser postierten Mitspieler.

Fazit

Es bleibt, wie könnte es auch anders sein, noch viel Arbeit und ein langer Weg für das Team zu erledigen und zu gehen. Nichtsdestotrotz merkt man den Jungs an, dass sie sich untereinander gut verstehen, füreinander spielen und in dieser Saison noch eine Menge Freude bereiten können.