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Richard Freudenberg startet neue Karriere

Excel statt Taktikbrett. Anzug statt Trikot und Shorts. Laptop statt Ball – die nahe Zukunft von FRAPORT SKYLINERS Flügelspieler Richard Freudenberg wird einige Veränderungen mit sich bringen. Denn der 23-Jährige wird seine aktive Profisportler-Karriere vorzeitig beenden, um sich voll und ganz seinem Studium des Bachelors in Business Administration zu widmen. Aktuell absolviert er zudem ein Praktikum bei der Deutschen Beteiligungs AG.

Stimmen zur Meldung

Richard Freudenberg: „An erster Stelle möchte ich mich bei meiner Familie bedanken, ohne die meine Basketball-Karriere nicht möglich gewesen wäre. Ich freue mich jetzt darauf, alle Urlaube, Wochenenden, gemeinsamen Abendessen und Weihnachtsfeiertage, die ich in meiner Jugend und die letzten Jahre nie miterleben konnte, nachzuholen und zusammen die FRAPORT SKYLINERS und andere Basketball-Spiele zu schauen. Natürlich möchte ich mich auch bei allen Coaches bedanken, die mich auf und neben dem Parkett persönlich sehr geprägt haben. Angefangen beim TS Jahn München, zum FC Bayern München, nach New York an die St Johns University, dem Deutschen Basketball Bund und die letzten vier Jahre hier in Frankfurt. Bei allen Vereinen und verschieden Mannschaften möchte ich mich für eine großartige Zeit bedanken. Hier vor allem bei den FRAPORT SKYLINERS. Mit dem Team, dem Office und natürlich mit den wundervollen Fans, von denen ich in Frankfurt toll aufgenommen wurde und viel Spaß hatte, durfte ich vier wunderschöne Profijahre erleben mit vielen Momenten, die ich für immer mit mir tragen werde. Ihr habt mir in Frankfurt ein zweites Zuhause gegeben und ihr alle habt einen besonderen Platz in meinem Herzen. DANKE! Der Basketball hat mir die Welt gezeigt und mir Freunde fürs Leben geschenkt. Auch wenn mich die Entscheidung viele Tränen gekostet hat, blicke ich mit Stolz und einem großen Lächeln auf meinen Weg über die letzten 15 Jahre. Jetzt kann ich es kaum erwarten und freue mich mit vollem Ehrgeiz und allen Attributen, die mich der Sport gelehrt hat, in die Business Welt einzusteigen. Ich freue mich jetzt schon auf all die Wiedersehen in den verschiedenen Hallen dieser Welt. Bis bald!“

Gunnar Wöbke (Geschäftsführender Gesellschafter der FRAPORT SKYLINERS): „Richard gehörte zu den absoluten Toptalenten seines Jahrgangs und hatte Perspektive auf eine Karriere, die von deutschem Topspieler, über die Nationalmannschaft bis hin zur europäischen Spitze hätte reichen können. Sein Werdegang zeigt, wie unglaublich wichtig es ist, sich als junger Spieler nicht nur auf den Sport zu konzentrieren, sondern daneben auch eine Berufsausbildung zu machen. Verletzungen gehören zum Sport dazu und können vielversprechende Zukunftsaussichten auf eine Profisportkarriere von heute auf morgen beenden. Richard hat das schon früh für sich erkannt und entsprechende Schritte mit seinem Studium und aktuell mit seinen Praktika eingeleitet. Genau wie bei Max Merz vor ihm, bin ich davon überzeugt, dass Richard nach erfolgreicher Beendigung seines Studiums an der Frankfurt School of Finance & Management auch in seiner zweiten Karriere sehr erfolgreich sein und seinen Weg gehen wird. Er ist ein sehr intelligenter, fleißiger und wissbegieriger junger Mann, der für viele junge Sportler ein tolles Vorbild sein sollte. Wir wünschen dir, lieber Richard, alles erdenklich Gute, danken für deinen Einsatz auf dem Court und freuen uns auf viele Wiedersehen dann in neuer Rolle!“

Richard am Ball - gab es zuletzt leider in der Saison 2019/20

Über Richard Freudenberg

Die basketballerische Karriere Richards begann steil: 2015 gewann er mit München die Deutsche Meisterschaft in der NBBL (U19-Bundesliga) und wurde als 16-Jähriger zum MVP des Finalturniers gewählt. Im Finale gegen Eintracht Frankfurt/FRAPORT SKYLINERS gelangen dem Jungspund damals 24 Punkte.

Nach seiner Jugendzeit und zwei Kurzeinsätzen für Bayern München in der easyCredit BBL wechselte er 2017 in die USA. An der St. Johns University sollte der nächste Schritt erfolgen. Allerdings tat sich der 2.04 Meter große Forward schwer, seine Rolle im Team von Headcoach und NBA-Legende Chris Mullin zu finden und kam nach einer Saison zu dem Entschluss, dass Frankfurt und die FRAPORT SKYLINERS die beste Option für ihn sind.

Seit 2017 stand der hochtalentierte gebürtige Heidelberger in Reihen der Frankfurter und steigerte seine Leistungen kontinuierlich. Von 2.9 Punkten in der Saison 2017/18 über 5.8 Punkte in der Folgesaison zu 7.6 Punkten in seiner letzten aktiven Karrieresaison 2019/20. Eine hartnäckige Fußverletzung zwang den vielfachen Junioren-Nationalspieler dazu, die letzten beiden Jahre zu pausieren und in der Reha seinen Weg zurück zu erkämpfen.

Da sich die Verletzung allerdings als zu hartnäckig entpuppte und Folgeschäden in der Zukunft hochwahrscheinlich sind, entschied sich Richard schlussendlich dazu, seine Profisportler-Karriere vorzeitig zu beenden.

Die FRAPORT SKYLINERS gratulieren Richard zu dieser schweren, aber vermutlich richtigen und intelligenten Entscheidung und wünschen ihm für die Zukunft alles Gute und viel Erfolg!