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Rhein-Main Baskets haben gut in die 1. Liga reingefunden

(Sonntag, 27. September 2009 - Pressemitteilung TV Langen)


Rhein-Main Baskets gegen TSV Saarlouis Royals 67:78 (25:43)


Es starteten Anna-Lisa Rexroth und Katharina Schnitzler im Aufbau, Alissa Pierce und Sven-ja Greunke auf den Flügeln sowie Kirsten Thompson als Centerin. Und nach Freiwürfen von Svenja Greunke und Sprungwurf von Anna-Lisa Rexroth führten die Rhein-Main Baskets 4:3 gegen den deutschen Meister und haushohen Favoriten.


Schnell stellte sich heraus, dass die neue Dreierlinie (6,75 statt 6,25 Meter vom Korb entfernt) ungewohnt ist. Anna-Lisa Rexroths erste Weitwürfe wären Dreier gewesen, würde man in Freiburg nach alter Dreier-Regel spielen. Nach dieser internationalen Regeländerung gibt es in Deutschland zunächst eine Übergangssaison, in der Dreier sowohl nach alter (6,25) als auch nach neuer Regel (6,75 Meter) geworfen werden können. Und in Freiburg ist die Halle schon auf die 6,75 umgerüstet.


Doch in der 6. Minute verwandelte Rexroth dann ihren ersten Dreier zur 9:8-Führung. Und Svenja Greunke setzte noch einen zum 12:12 (8.) nach.


Mit 17:21 endet das 1. Viertel, in dem Svenja Greunke im Angriff mit neun Punkten, Kirsten Thompson in der Defense mit vier Rebounds erste Akzente setzten. Beim mit fünf Auslände-rinnen spielenden deutschen Meister zeigte vor allem die deutsche Nationalspielerin Romy Bär, dass sie zu recht zur „wertvollsten Spielerin“ (mvp) der Liga für die vergangene Saison gewählt wurde.


Mit Nervosität und leichten Fehlern begannen die Rhein-Main Baskets das 2. Viertel, was schnell zum 17:27 führte. Zunehmend konzentrierter traten die Saarlouis Royals auf, erhöhten durch auf 21:31 (16.). Romy Bär, die 1,89 Meter große Allround-Spielerin trieb ihr Team nach vorn und war auch im eins-gegen-eins schwer zu stoppen. Beim 21:39 (19. Minute) schien die Rhein-Main Baskets der Mut zu verlassen, misslangen auch einfache Aktionen. Vor allem ging das Umschalten von Offense auf Defense nicht schnell genug, so dass die Royals mit Schnellangriffen zu leichten Punkten kamen. Bei 25:43 wurden die Seiten ge-wechselt.


Sehenswert begannen die Rhein-Main Baskets mit Korb von Anna-Lisa Rexroth, Dreier von Alissa Pierce, Steal und Korb durch Svenja Greunke. Doch nach dem 32:45 wirbelten wieder die Royals, bekamen weiterhin leichte Ballgewinne und Fastbreaks. Beim 37:52 versuchten es die Rhein-Main Baskets mit Ganzfeldverteidung, machten Druck auf die Royals. Jacqueline Fatsawo verkürzte auf 39:52 (25.). Doch als für Saarlouis Romy Bär zurück aufs Spielfeld kam, brachte die wieder Ordnung ins Spiel. Zudem waren Katharina Schnitzler und Jacque-line Fatsawo bereits mit je vier Fouls belastet.


Viele Korbleger wurden gut herausgespielt, aber dann verlegt. Respekt oder Angst vor den namhaften und erfahrenen Gegnerinnen ? Dennoch ging das 3. Viertel mit 22:18 an die Rhein-Main Baskets, stand es nach 30 Minuten nur noch 47:61 für die Royals. Kirsten Thompson, die bis dahin 15 Rebounds auf ihrem Konto hatte, hatte aber auch schon das 4. Foul, wurde zunächst geschont.


Inzwischen hatten auch die beiden „Rookies“ Mara Greunke und Sabrina Deffert erste Gele-genheiten zum Sammeln von Erstliga-Erfahrungen. Katharina Schnitzler verkürzte auf 51:61 (32.). Mit Stina Barnert ging als erste eine Saarlouis-Spielerin mit 5 Fouls aus dem Spiel (33.), und auch Romy Bär war bereits mit vier Fouls belastet. Nadine Ripper verkürzte durch zwei Freiwürfe plus Sprungwurf auf 57:61. Die Rhein-Main Baskets hatten sich bis zur 34. Minute selbst wieder ins Spiel gebracht. Aber die Royals haben ja Romy Bär, die allein auf 59:67 und 61:72 erhöhte. Doch die Angstphase vor dem großen deutschen Meister hatten die jungen Rhein-Main-Girls überwunden, hielten dagegen und ärgerten die Favoritinnen nach besten Kräften, die sie erst in den letzten zwei Minuten verließen.


Mit 67:78 gingen die ersten beiden Punkte an den Favoriten aus Saarlouis, doch die Rhein-Main Baskets sind in die 1. Bundesliga gut reingekommen.


Natalie Deetjen: „Drei Viertel haben wir gut gespielt, im zweiten Viertel zu viel zugelassen. Das müssen wir noch lernen, wie wir in solchen Schwächephasen nicht zu sehr den Faden verlieren. Aber das Team ist mit toller Edinstellung nach der Halbzeit wieder ins Spiel ge-kommen.“ Und Steffen Brockmann hadert ein bisschen mit den Schiedsrichtern: „Wäre die umstrittene Foulentscheidung, als Katharine ihr 5. Foul als Verteidigerin an Romy Bär erhielt, anders entschieden worden, denn das Foul hätte auch Romy Bär als Offensivfoul gepfiffen werden können, dann hätte sie das 5. Foul gehabt, und gerade sie hat gegen uns heute sehr gut gespielt, am Ende im Alleingang das Spiel gewonnen.“



Es spielten für die Rhein-Main Baskets: Anna-Lisa Rexroth (12/2 Dreier), Nadine Ripper 6/4 Ass.), Alissa Pierce (9/1 Dreier/2 Blocks), Katharina Schnitzler (6), Jacqueline Fatsawo (8), Kirsten Thompson (7/15 Reb./2 Blocks), Svenja Greunke (17/1 Dreier/10 Reb./4 Steals), Ste-phanie Wagner, Mara Greunke (2), Sabrina Deffert; Coachs Natalie Deetjen, Steffen Brock-mann.


TSV Saarlouis Royals: Joana Meyer (2), Andrea Vincze (2), Katharina Müller, Yvonne van Daalen, Petra Manakova, Kelly Brugman, Janina Wellers, Romy Bär, Brittany Wilkins, Stina Barnert; Coach Rene Spandauw