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Letztes Spiel: 56:77 So 15.09. vs Ulm Bericht
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Pokal-Knock-out in der letzten Sekunde

Am Anfang geben die OPEL SKYLINERS auf dem Parkett den Ton an und lassen sich nicht von der unter die Haut gehende Pokalatmosphäre aus der Ruhe bringen. Dafür lassen die Fans auf den Rängen ihren Gefühlen freien Lauf und kommentieren jeden Pfiff der Schiedsrichter. In den letzten Minuten entwickelt sich ein Pokalkrimi, der seinen Höhepunkt findet, als Jukka Matinen 2,5sek vor Ende ausgleichen kann.

77:79 der Spielstand und niemanden hält es mehr auf den farbigen Klappsitzen der Ballsporthalle, während Jukka an die Freiwurflinie geht. Nach dem ersten Fehlwurf muss er den zweiten bewusst daneben setzen, doch den Rebound und damit den Sieg holen sich die Gießener.

Pokalatmosphäre in jedem Winkel der Ballsporthalle (23:18)

1:0 für die Fans der OPEL SKYLINERS zeigt das "Applausometer" vor dem Spiel an, als unser Hallensprecher Roland die beiden Fanlager testet. Der Gießener Anhang war ohne Frage laut, aber in der mit 4.100 Fans wieder gut besuchten Ballsporthalle geben unsere Fans am Anfang den Ton an.

Wie ihre Fans, bestimmen auch die Spieler das Geschehen in der Ballsporthalle und setzen sich in den ersten Minuten bereits mit 7:2 ab. Mit zwei schönen Dunks sorgen dabei Stipo Papic und anschließend Robert Maras zum 14:8 für anhaltende Freude bei ihren Anhängern. Die letzten 7 Punkte der OPEL SKYLINERS im ersten Viertel erzielt ein glänzend aufgelegter David Thomas, der mit einem Dreier den 23:18 Viertelstand herstellt.

Den Gegner unter Kontrolle (22:19)

Zu Beginn des zweiten Viertels entwickelt sich Mario Kasun zum Albtraum für Christian Mehrens, dem unser Kraftpaket fünf Punkte in Folge zum 28:20 einschenkt. Erstmals zweistellig wird unser Vorsprung in der 15. Spielminute nach einem Dunk von Stipo Papic und einem Dreipunktespiel von David Thomas beim Stand von 36:24. Das Spiel läuft also ganz nach den Vorstellungen der Hausherren.

Bereitete unserem Team am meisten Kopfzerbrechen - Gießens BJ McKie (Foto: Anna Höpfl) Darüber gar nicht glücklich ist Joe Whelton, der sein Jackett beim 30:42 aus seiner Sicht auszieht und seinen Spielern so dass Zeichen gibt, die Ärmel noch mal hochzukrempeln. Das BJ McKie seinen Trainer verstanden hat, zeigt er mit einem versenkten Dreier von ganz weit draußen. Bis zum Ende der ersten Halbzeit verkürzt Gießen auf 45:37 und bringt die eigenen Fans wieder mit ins Spiel, die jede gelungene Aktion ausgiebig feiern.

Die Aufholjagd der Gäste beginnt (16:21)

Doch zu Beginn des dritten Viertels gibt es erst einmal für Gießens Anhang nicht viel zu feiern. Einzig McKie's zweiter Dreier reißt sie von den Sitzen, aber die Defense der OPEL SKYLINERS steht und so haben die SkyBembels die Ballsporthalle wieder in ihrer Hand. 59:50 steht es in der 27. Minute und hätten Conlan und Co. den Ball nicht ein paar mal leichtfertig vertendelt, könnte der Vorsprung einige Punkte größer sein.

Gießen, noch längst nicht am Boden zerstört, kämpft, legt einen 8:2 Lauf in den letzten drei Minuten aufs Parkett und schon ist die Ballsporthalle wieder in der Hand der Gießener Fans und unser schöner Vorsprung beinahe aufgebraucht.

Nichts für schwache Nerven (16:21)

Mit einem Dreier direkt vor der Gießener Bank baut Travis Conlan den Vorsprung wieder auf sechs Punkte (68:62) aus. Doch es werden die zehn Minuten des BJ McKie, der im letzten Viertel 11 seiner insgesamt 24 Punkte erzielte und in Mike Mitchell einen nervenstarken Partner fand.

Sorgten McKie und Mitchell im Alleingang für die Punkte zur Aufholjagd, blieb es Gießens Christian Mehrens vorbehalten in der nun kochenden Atmosphäre den Ausgleich zum 71:71 herzustellen. Nur wenige Sekunden später kam aus der einen Seite der Ballsporthalle ein Freudenschrei, als McKie die erste Gießener Führung zum 74:72 besorgt, ehe der Freudenschrei von der anderen Seite widerhallt, als Jukka Matinen im direkten Gegenzug für die OPEL SKYLINERS den Dreier zum 75:74 versenkt.

Niemand in der Ballsporthalle sitzt mehr. Auch die Spieler auf der Bank der OPEL SKYLINERS stehen hinter der Bande und freuen sich über die Punkte 76 und 77 des überragend spielenden Robert Maras. Die Stimmung kocht und Joe Whelton instruiert seine Spieler noch einmal in einer Auszeit. Die Ansprache funktioniert. McKie trifft zwei Freiwürfe, Lynch versenkt einen Korbleger plus Bonusfreiwurf und es steht 79:77 für Gießen.

Nun wiederum versucht Gordon Herbert seinen Jungs für die verbleibende Zeit noch die richtigen Worte mit auf den Weg zu geben. Aber diese scheinen im allgemeinen Lärm in der Ballsporthalle unterzugehen. Die Sekunden werden immer weniger, Jukka Matinen zieht zum Korb wird 2,5sek vor Ende gefoult und muss an die Freiwurflinie. Zeit für eine Gießener Auszeit, aber Jukka trifft schon den ersten Freiwurf nicht und muss so auch den zweiten absichtlich daneben werfen, doch den Rebound und somit der Sieg landet bei Gießen.

Unsere Fans gaben alles ... (Foto: Anna Höpfl)

Stimmen zum Pokalderby

Gießens Trainer Joe Whelton im Interview

Joe Whelton (Trainer Avitos Gießen)

"Der Schlüsselfaktor: Wir sind ein Team, das nicht aufgibt! Wir haben uns von Spiel zu Spiel gesteigert. Natürlich ist es ein tiefe Befriedigung jetzt im Final Four zu stehen, nachdem das Jahr so schwierig begann. Mit unseren Go-To-Guys Mike Mitchell und BJ McKie wurde dieser Aufschwung möglich. Jamal Basit und Brian Lynch sind eine gelungene Verstärkung, die wir günstig eingekauft haben und die ein voller Erfolg sind."

Gordon Herbert (Trainer OPEL SKYLINERS)

"Gratulation an Gießen. Wir wußten, dass es ein schwieriges Spiel wird. Wir konnten uns nicht entscheidend von Gießen absetzen. Die Gießener Go-To-Guys Mike Mitchell und BJ McKie haben ein großartiges Spiel gemacht. Bei uns war Mario Kasun verletzt, aber Robert Maras und Stipo Papic haben sich bemüht, ihn würdig zu vertreten. Ich bin enttäuscht. Wir haben nicht schlecht gespielt, aber Gießen war ein bisschen besser."

Sebastian Szymanski (Spieler Avitos Gießen)

"Wir haben immer an den Erfolg geglaubt. Durch unsere letzten Siege haben wir natürlich auch das nötige Selbstvertrauen. Die Fans haben uns wie immer gut unterstützt."

Dominik Hennen (Spieler der OPEL SKYLINERS)

"Ein super Spiel mit dem falschen Sieger. Gießen hatte mehr Glück als wir. Bei uns sind zum Schluß zwei Dreier wieder aus dem Korb gerollt und Jukka hatte mit seinen Freiwürfen Pech. Nach dem er den ersten leider verschossen hatte, mußte er den zweiten verschießen, um uns noch den Rebound zu ermöglichen. Aber der ging direkt in des Gegners Hände."

Christian Mehrens (Spieler Avitos Gießen)

"Unsere Fans haben wie immer eine tolle Stimmung gemacht. Neben Einsatz und Kampf haben bei uns auch die spielerischen Elemente funktioniert. Wir haben schon häufiger Rückstände aufgeholt. Wir haben einfach an den Sieg geglaubt."

Pascal Roller (Spieler der OPEL SKYLINERS)

"Es war die erwartet kampfbetonte Partie. Die Schiris haben auf beiden Seiten ein Chaos gepfiffen. Gießen hat toll gekämpft. Auch wir haben stark gekämpft, uns ist nur nicht so viel gelungen. Daher Glückwunsch an Gießen, die verdient gewonnen haben."