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10.06.2004: OPEL SKYLINERS holen Finale "heim" nach Frankfurt

Die Viertel: 12:11, 14:16, 20:18, 18:25

Nach bitteren Niederlagen aufzustehen, personelle Verluste immer wieder zu kompensieren, den inneren Schweinehund nach 28 Bundesligaspielen und 13 mitunter knallhart geführten Play-off Begegnungen zu überwinden - das alles macht große Teams groß. Die OPEL SKYLINERS sind auf dem besten Weg, ein großes Team zu werden. Nachdem sie ihre Anfangsnervosität überwunden hatten, setzten die Hessen die Marschroute ihres kanadischen Coaches Gordon Herbert um: Emotionen beherrschen, die Athletik im Eins-gegen-eins ausspielen, Rebounds sammeln (43:37, davon 20 Offensiv-Rebounds).

 

Obwohl sie lange auf ihr Kraftpaket unter den Körben Mario Kasun (zwei Punkte) und ihren Spielmacher Pascal Roller (17 Punkte, 2/10 aus dem Feld, 11/13 Freiwürfe) verzichten mussten, die früh mit vier bzw. drei persönlichen Fouls auf der Bank Platz nehmen mussten, führten die OPEL SKYLINERS dank acht Williams Punkten im zweiten Viertel 27:26. Die Führung wäre deutlich höher ausgefallen, wenn die "Mainhattan Giganten" nicht so kümmerlich von der Freiwurflinie getroffen hätten. Insgesamt 19 Treffer bei 40 Versuchen - mit dieser Quote können es die Schülermannschaften beim OPEL SKYLINERS School Cup aufnehmen. 48 Prozent (und das auch nur dank Pascal Roller) ist natürlich die schlechteste Leistung an der Linie in diesen Play-offs.

Da bei den OPEL SKYLINERS und GHP Bamberg auch aus dem Feld, speziell von draußen (Frankfurt:28 Prozent, Bamberg: 19 Prozent), wenig flutschte, blieb es eine ganz enge Kiste, bis Robert Garrett (10 Punkte) im Schlussviertel auf die Zähne biss und zum X-Faktor wurde. Seine fünf Zähler zu einem 13:5 Spurt eröffnete den Gästen einen 58:51 Vorsprung bei vier verbleibenden Minuten auf der Uhr. Pascal Roller machte dann an der Linie den Sack endgültig zu.

Mann des Abends war aber einmal mehr Chris Williams mit seinem 14. Double Double der Saison: 15 Punkte (7/14 aus dem Feld, 1/9 Freiwürfe), 15 Rebounds, fünf Assists. Sein Freund Tyrone Ellis kam auf 14 Zähler.

Bei Bamberg punkteten Rick Stafford (16), Jason Sasser (15) sowie Mike Nahar (12) am besten.

Seit fünf Jahren geht eine BBL Final-Serie wieder über die volle Distanz von fünf Spielen, worüber nicht allein OPEL SKYLINERS Kapitän Pascal Roller glücklich ist: "Ich bin überglücklich, dass wir ein fünftes Spiel erzwingen konnten. Auch wenn ich mit meiner Leistung nicht zufrieden bin. Ich habe schlecht geschossen und bin froh, dass ich wenigstens meine Freiwürfe am Ende treffen konnte. Wir sind hart und engagiert rausgegangen. Damit hatte Bamberg Probleme."

Headcoach Gordon Herbert: "Es war wieder eine sehr intensive Defense-Schlacht zwischen den besten Verteidigungsreihen der Liga. Wir haben eine tolle Teamleistung geboten, sehr viel Herz und Kampfgeist gezeigt. Im ersten Durchgang haben wir noch gezögert, dann kamen wir besser ins Spiel. Bislang hat kein Heimteam in dieser Serie gewinnen können - das ändern wir am Sonntag."

 

 

(Anlässlich des 20-jährigen Jubiläums des Gewinns der Deutschen Meisterschaft veröffentlichen die FRAPORT SKYLINERS an dieser Stelle die Original-Spielberichte der damaligen Finalserie gegen Bamberg)