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Marko Pesic kennt keine Gnade mit seinem Vater

(Quelle: Sport1)

Kölns Trainer Svetislav Pesic hatte es vor dem zweiten Finalspiel zwischen seiner Mannschaft RheinEnergy Cologne und Meister ALBA Berlin angekündigt: "Ich habe das Feuer in den Augen der Spieler gesehen." Und tatsächlich lieferten sich die Kölner und ALBA einen harten Kampf auf allerhöchstem Niveau, an dessen Ende die Berliner vor 10.000 Zuschauern mit 97:85 trumphierten.

Die Höhe des Ergebnisses täuscht aber darüber hinweg, welch außergewöhnlich Leistung RheinEnergy den "Albatrossen" abverlangte. Mit diesem engagiertem und taktisch klugen Basketball hätten die Gäste wohl jede andere deutsche Mannschaft besiegt. Nicht aber diese abgezockten Berliner, die noch dazu in Marko Pesic den herausragenden Spieler hatten.

ALBA führt damit in der Serie mit 2:0 und kann am Samstag (14 Uhr live in DSF) mit einem Erfolg in Köln den sechsten Titel in Folge perfekt machen.

Köln beginnt wie ausgewechselt

Eine knappe Minute dauerte es, da lagen die Gäste erstmals in dieser Finalserie in Führung: Zoran Kukic traf zum 2:0. Man merkte den Kölnern an, dass sie sich nicht erneut vorführen lassen wollten. Mit besseren Würfen von Außen und vor allem wesentlich aggressiverer Defense als in Köln erspielte sich RheinEnergy nach sechs Minuten eine 18:10-Führung.

Zudem mussten bei ALBA Marko Pesic und Dejan Koturovic mit zwei Fouls auf die Bank. Doch wieder einmal zeigte sich die Ausgeglichenheit der Berliner. Es kam Jiri "George" Zidek, der sofort Punkte in Folge machte und einen großen Abend erwischen sollte. ALBA war wieder da. Mit 24:25 ging dann ein von beiden Seiten verbissen geführtes erstes Viertel zu Ende.

Ständige Führungswechsel

Es blieb dabei, das Spiel wogte hin und her. Setzte auf der einen Seite Koturovic mit einem Monster-Block ein Ausrufezeichen, antwortete auf der anderen Kukic mit einem krachenden Tipp-in-Dunk. Die Kölner aber bekamen langsam Oberwasser. Entschlossen ging der Neuling zu Werke und trieb Berlin mit immer wechselnder Verteidigung zeitweise zur Verzweiflung.

Die Aufbauspieler Vladimir Bogojevic und der junge Johannes Strasser ersetzten den verletzten Sasa Obradovic prima. Und hätten die Berliner mit ihrer individuellen Klasse nicht einige Glanzlichter setzen können (wie Marko Pesic mit zwei aberwitzigen Dreiern), sie wären mit einem Rückstand und nicht der hauchdünnen 45:44-Führung in die Pause gegangen.

Die Emotionen brechen durch

Nach dem Wechsel das gleiche Bild: Ständige Führungswechsel, Defensiv-Arbeit auf höchstem Niveau - und viele Emotionen. Wie in der 22. Minute, als Steven Arigbabu nach erfolgreichem Korbleger den Ball fing und ihm dem auf dem Boden liegenden Koturovic in den Unterleib drückte. Der Kölner Center kassierte so sein viertes Foul, ein technisches.

Doch Koturovic, der bisher überragende Mann der Playoffs, holte sich kurz darauf ebenfalls das vierte Foul ab, und so waren andere gefordert. Für die Kölner waren das die bärenstarken C.C. Harrison (12 Punkte) und Kukic (22), bei den Berlinern der wie ausgewechselte Zidek (17) und vor allem Marko Pesic (26, Saisonbestleistung).

Die große Show des Marko Pesic

Er kannte keine Gnade mit seinem Vater und war mit Dreiern, sowie seiner phänomenalen Präsenz auf dem Feld maßgeblich an der 74:66-Führung der "Albatrosse"vor dem Schlusabschnitt beteiligt. Auch in den letzten zehn Minuten machte Pesic mit großem Kämpferherz da weiter, wo er aufgehört hatte.

Berlin hatte sich dank ihm nun in den von Köln gefürchteten Lauf gebracht. Spieler, die wie Mithat Demirel oder Henrik Rödl zuvor blass geblieben waren, übernahmen in wichtigen Situationen Verantwortung. RheinEnergy gab sich allerdings immer noch nicht auf. Doch routiniert brachte Berlin den Sieg ins Ziel.

Einer der ersten Gratulanten zu Marko Pesics Gala-Auftritt war Vater Svetislav. Er kann wahrlich stolz auf seinen Sprössling sein. Auf seine Mannschaft an diesem Abend nicht minder - trotz der Niederlage.

Beste Werfer:

Köln: C.C. Harrison (12), Stephen Arigbabu (10), Johannes Strasser (6), Vladimir Bogojevic 11), Drazan Tomic (13), Zoran Kukic (22), Reggie Bassette (6), Gerrit Terdenge (1), Gregor Linke (4)

Berlin: Dejan Koturovic (8), Marko Pesic (26), Wendell Alexis (19), Derrick Phelps (5), Jiri Zidek (17), Jörg Lütcke (2), Henrik Rödl (8), Teoman Öztürk, Stefano Garris (1), Mithat Demirel (11)