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Malle macht den Meister

(Samstag, 13. Juni 2009 von Marc Rybicki)


Sonne, Strand und Meeresrauschen. Wo sich Touristen tummeln, um vom stressigen Alltag zu entspannen, machen sich große Jungs fit für eine noch größere Mission. Es ist April 2004. Play-off Zeit in der Basketball Bundesliga. Frankfurts Head Coach Gordon Herbert unterzieht seine Spieler einer Spezialkur. Teambuilding auf Mallorca, im Lindner Golf & Wellness Ressort. Nach einem verlorenen Pokalfinale gegen Köln sollen die Jungs den Kopf klar kriegen, fokussieren auf die anstehenden Aufgaben, als Einheit wieder zusammenwachsen. Herbert macht das Team heiß auf den Titelgewinn.


"Wir wollen Meister werden!" Der Malle-Schwur wird geleistet – und eingelöst.


Wir erinnern uns:


Nach zwei aufreibenden Viertel- und Halbfinalserien jeweils über fünf Spiele gegen Köln und Bonn steuerten die „Mainhattan Giganten“ am 30. Mai ins erste Finalspiel gegen Bamberg. Vor 5.000 Fans in der Ballsporthalle sahen Gordon Herberts Jungs lange wie die sicheren Sieger aus. Doch im letzten Viertel traf Bambergs 40jähriger "Oldie" Derrick Taylor wichtige Würfe und brachte sein Team auf die Siegerstraße. Nach der 71:76-Heimniederlage in Spiel 1 konterten die Frankfurter mit einem 72:60-Sieg in Bamberg.


In Spiel 3 traten die Franken in der Ballsporthalle wieder als Partyschreck auf. Die Bauermann-Truppe gewann vor ausverkauftem Haus 66:62. Mit dem Rücken zu Wand bewiesen die Hessen einmal mehr ihre Kämpferherzen und wendeten das Aus in den BBL-Finals ab mit einem 70:64-Sieg in der „Frankenhölle“. Erstmals seit fünf Jahren ging eine BBL-Final-Serie wieder über die volle Distanz von fünf Spielen.


Am 13. Juni kam es zum Showdown in der Ballsporthalle. Und auch diese Partie bebte vor Dramatik. Obwohl Frankfurt nach drei Vierteln schon mit 60:45 führte, wurde es noch mal ganz eng. 21 Sekunden vor Ende hatte Rick Stafford die Franken auf zwei Pünktchen herangeführt (80:78). Aber dann war es Kapitän Pascal Roller, der an der Linie eiserne Nerven behielt. Neben Roller (15 Punkte), Chris Williams (14 Punkte), Mario Kasun und Tyrone Ellis (je 12 Punkte) spielte an diesem Abend einer ganz groß auf, der heute selbst ein Bamberger ist: Robert Garrett!


Bereits in Spiel 3 hatte ein unglückliches Foul von Jason Sasser an Garrett für Wirbel gesorgt, der stürzte, mit Lähmungserscheinungen in den Beinen zehn Minuten auf dem Feld behandelt wurde und auf der Bahre das Feld verlassen musste. Entwarnung folgte noch in derselben Nacht: keine Wirbelschädigung, kein Bruch. "Nur" eine starke Prellung des Kreuzdarmbeingelenks.


Im Nachhinein schien der Sturz wie ein Weckruf auf den in den Play-offs zum unauffälligen Bankspieler mutierten Top Scorer zu wirken. Oder wie es die Kollegen der Frankfurter Rundschau formulieren: "In Spiel 4 wurde Garrett zum Faktor (10 Punkte). In Spiel 5 machte er den Unterschied aus."


22 Punkte erzielte "Robse" im alles entscheidenden Match und führt sein Team zum ersten Meistertitel der Vereinsgeschichte.


Einen Tag nach dem Gewinn der Deutschen Meisterschaft wurde das Team feierlich im Frankfurter Römer empfangen. Zahlreiche Fans bejubelten ihre Mannschaft im Kaisersaal.


"Erfolg ist eine Reise, deren Ende man nicht an einen bestimmten Punkt knüpfen kann", sagte Meistertrainer Gordon Herbert einmal. Auch die Reise der DEUTSCHE BANK SKYLINERS ist noch lange nicht zu Ende…