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Krönender Abschluss einer tollen Saison

(Sonntag, 23. April 2006 - Pressemitteilung TV Langen)


117:114 Heimsieg der aufopferungsvoll kämpfenden "jungen Wilden" gegen Nördlinger nach zwei Verlängerungen - Platz 6 ist dem TVL nicht zu nehmen


Spannender kann ein Basketballspiel kaum mehr sein als die Begegnung zwischen den Langener Giraffen und den zuletzt sechsmal in Folge siegreichen Nördlingern. Zwei absolut ausgeglichene Teams lieferten sich vor rund 600 restlos begeisterten Zuschauern von Beginn an ein sehr intensives Spiel. Nördlingen trat bis auf den erkrankten Jurica Puljiz in Bestbesetzung an, während Frankie Ignjatovic weiterhin auf Bryce Burch, Tzortze Antoniadis und auch auf Alex King (Patellasehnenreizung) verzichten musste. Sebastian Adeberg kam direkt vom Aufstiegsrundenspiel aus Mainz nach Langen, war trotz dieser zusätzlichen körperlichen Belastung einer der besten Spieler auf dem Feld und lieferte sich packende Duelle mit dem um einen Kopf größeren Ex-Langener Kevin Hanson. Angeschlagen gingen auch Ty Harrelson (Wade) und Mirko Damjanovic (Sprunggelenk) aufs Feld, beide bissen die Zähne zusammen und versuchten sich nichts von ihren Schmerzen anmerken zu lassen. Zählen konnte der Coach auch wieder auf Koray Karaman, dessen Kampfgeist, Präsenz unter dem Korb und erfolgreiche Drei-Punktwürfe bei den Niederlagen in Würzburg und Ehingen zuletzt doch arg vermisst wurden. Belohnt wurde das Team dann auch am Ende mit einem knappen, aber verdienten Sieg und der besten Platzierung seit Jahren, denn zumindest der 6. Platz ist den Giraffen vor dem abschließenden Spiel in Stuttgart nicht mehr zu nehmen. Bei einem Sieg in Stuttgart und gleichzeitiger Heimniederlage der Bayreuther gegen Chemnitz würden die Langener Bayreuth sogar noch überflügeln.


So ausgeglichen das Spiel war, so deutlich wurden die unterschiedlichen Konzepte in der „Jungen Liga“ auf dem Feld sichtbar: Während Langen vor allem auf die „jungen Wilden“ setzt – mit Kapitän Sebastian Barth, Dominik Bahiense de Mello, Sebastian Adeberg, dem sehr couragiert spielenden Philipp Schneider und Bural Ilhan standen fünf U-22 Spieler insgesamt 136 Minuten auf dem Feld und erzielten 82 Punkte – ließ Nördlingens Coach Nagy fast ausnahmslos seine Profis spielen, die 85 Punkte erzielten, und gab seinen im gleichen Altersbereich befindlichen Nachwuchsspielern Mirko Anastasov, Alexander Sieber und Jonathan Genck insgesamt 6 Minuten Einsatzzeit!


Bis der Sieg der Langener unter Dach und Fach war, erlebten die Zuschauer, die auch dank der sympathischen Nördlinger Fans für eine stimmungsvolle Atmosphäre sorgten, ein Wechselbad der Gefühle. Die aufopferungsvoll kämpfenden Giraffen sahen Sekunden vor Ablauf der normalen Spielzeit bereits wie der Sieger aus, ehe Sebastian Adeberg beim Stand von 87:84 für Langen zwei Freiwürfe nicht nutzen konnte. Im Gegenzug vergab Nördlingen einen Dreipunktewurf, Koray Karaman angelte sich im Getümmel den Rebound, um ihn dann nach Nördlinger Attacken prompt zu verlieren. Dominique Klein war der Nutznießer der unübersichtlichen Situation und verwandelte den Layup. Er bekam zudem einen Bonuswurf zugesprochen, nachdem Schiedsrichter Bernd Pichl großzügig über das Foul an Karaman hinweg gesehen hatte, dafür aber Dominik Bahiense de Mello mit seinem fünften Foul bestrafte. Klein verwandelte sicher und schickte beide Teams in die erste Verlängerung. Nach drei Minuten in der Verlängerung wähnte sich Nördlingen bereits auf der Siegerstraße, führte mit 94:99, ehe Sebastian Adeberg mit vier Punkten in Folge auf 98:99 verkürzte. Abermals konnte er zwei Freiwürfe nach einem absichtlichen Foul von Mario Probst nicht nutzen, aber Nördlingen konnte aus dem anschließenden Ballbesitz kein Kapital schlagen. Sebastian Barth brachte sein Team nach einem von insgesamt 15 Assists von Ty Harrelson mit 100:99 in Führung, foulte dann seinen ehemaligen Teamkollegen Kevin Hanson sechs Sekunden vor dem Ende beim Korbwurf. Der baumlange Center zeigte an alter Wirkungsstätte Nerven und konnte nur den ersten verwandeln, der Rebound landete in den Händen von Mirko Damjanovic, ein Notwurf von Sebastian Barth von der Mittellinie verfehlte sein Ziel, die zweite Verlängerung folgte.


Langen spielte nun Box-and-One gegen McCrory und lag meist knapp in Führung. Die letzte Minute dauerte ewig und spannte die Fans aus beiden Lagern auf die Folter. Philipp Schneider verwandelte einen Freiwurf vom 112:109, Mirko Damjanovic holte sich den Offensivrebound nach dem verpassten zweiten und erhöhte auf 114:109, kurz darauf einen von zwei Freiwürfen zum 115:109. Frederick Beckius machte es besser, traf zwei Freiwürfe zum 115:111. Auch Ty Harrelson konnte auf der Gegenseite nur einen im Nördlinger Korb unterbringen. Cedric Brooks Dreier zum 116:114 ließ die Gäste auf eine weitere Verlängerung hoffen, ein schnelles Foul brachte Mirko Damjanovic auf die Linie. Nachdem er nur den ersten verwandeln konnte, hatte Brooks eine weitere Chance auf einen Dreier, der sein Ziel aber knapp verfehlte. Schlusspfiff, Sieg für Langen, der eine großartige Saison krönte. Die Spieler und Coach Frankie Ignjatovic tanzten auf dem Feld und genossen minutenlang das Bad in der Menge.


„Frankie Ignjatovic hat unter schwierigen Rahmenbedingungen hervorragendes geleistet und wir haben zahlreiche Teams mit deutlich höheren Etats hinter uns gelassen. In den letzten Wochen hatte er oft nur fünf oder sechs Spieler im Training und es jedes mal wieder geschafft, sie für das Spiel zu motivieren. Wir sind stolz auf das Abschneiden unserer Mannschaft und sehen unser sportliches Konzept bestätigt. Unsere jungen Spieler haben ihre Chancen auf Spielzeit in dieser professionell gewordenen Liga für ihre persönliche Weiterentwicklung genutzt. Unsere Mannschaft hat den Fans begeisternde Spiele gezeigt und immer bis zur letzten Sekunde gekämpft. Das haben die Zuschauer auch honoriert. Ohne die Verletzung von Bryce und Korays studienbedingtes Fehlen hätten wir vermutlich sehr gute Chancen gehabt, auch die Rückrundenspiele gegen Chemnitz, in Jena, in Würzburg und gegen Ehingen zu gewinnen. Dass wir Bryce vorzeitig Richtung Australien haben ziehen lassen, mag man kritisieren, aber er hat uns sehr geholfen und nicht lange überlegt, als er Mitte Oktober zu uns gekommen ist. Deshalb wollten wir ihm seine Bitte auch nach Rücksprache mit den Spielern nicht abschlagen. Bei Koray haben seine Prüfungsvorbereitungen einfach Vorrang und kein Verein in der Liga hat durch diese Entscheidungen einen erkennbaren Nachteil gehabt. Durch unsere Niederlage in Würzburg sind wir letztlich selbst ein bisschen bestraft worden“ zog Manager Jogi Barth unabhängig vom Ausgang des letzten Spieles in Stuttgart am kommenden Samstag ein positives Saisonfazit. „Wir werden versuchen, die Mannschaft weitgehend zusammen zu halten, ob das gelingt werden die nächsten Wochen und Monate zeigen. In Kürze werden wir mit dem Management der DEUTSCHE BANK SKYLINERS über die zukünftige Kooperation beraten und dann die konkreten Planungen vorantreiben."


Es spielten für den TV Langen: Ty Harrelson (12 Punkte/1 Dreier, 15 Assists – Saisonrekord -, 7 Rebounds), Philipp Schneider (9 Punkte, 3 Rebounds), Sebastian Barth (26/2 Dreier, 6 Assists, 5 Rebounds), Niko Anders, Ilhan Burak (1 Rebound), Dominik Bahiense de Mello (28 Punkte, 13 von 13 aus der Nah- und Mitteldistanz, 0 von 6 Dreiern, 4 Rebounds, 3 Assists), Mirko Damjanovic (11 Punkte/ 1 Dreier, 13 Rebounds, 2 Assists), Sebastian Adeberg (19 Punkte, 7 Rebounds, Klasse Defense gegen Kevin Hanson !), Koray Karaman (12 Punkte/4 Dreier und 6 Rebounds), Kai Barth (nicht eingesetzt).


Bei Nördlingen war Tony Mc Crory mit 30 Punkten kaum zu stoppen, Kevin Hanson erzielte 21 Punkte und 11 Rebounds, auch Dominik Klein gelang mit 13 Punkten und 12 Rebounds ein Double-Double. Mario Probst verwandelte 4 seiner 5 Dreipunkteversuche.