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Der neue Generalsekretär der FIBA Europe - Kamil Novak

Kamil Novak über neue Aufgaben, Familie und Frankfurter Fans

Kamil Novak ist der neue Generalsekretär der FIBA Europe. Wir haben unseren langjährigen Sportdirektor noch mal zum Gespräch gebeten.

Kamil, erst mal Wow! Generalsekretär der FIBA Europe... Wie kam es eigentlich dazu?

Ich war ein Kandidat des tschechischen Basketball-Verbandes. Sie haben mich angesprochen und dann meine Kandidatur vorgelegt. Wie viele andere Kandidaten es schlussendlich gab, weiß ich gerade gar nicht genau. Am Ende entscheidet das Board der FIBA Europe und benennt den Generalsekretär.

Wie kam dann der tschechische Basketballverband auf Dich?

Naja, ich bin tschechischer Staatsbürger und im Kontakt mit Menschen im Basketball nicht nur in Europa, sondern rund um die Welt. Ich wurde angesprochen, man hat sich lange unterhalten und so kam es dann dazu.

Was sind denn jetzt deine Aufgabenbereiche bei der FIBA Europe?

Das ist ein sehr komplexes Thema und ich möchte es nicht in ein paar wenigen Worten beschreiben. Dafür ist es einfach zu breit gefächert. Aber für das Verständnis: Jeder Kandidat musste seine Vision der Aufgabe vorlegen.

Mit welchem Gefühl trittst du die neuen Aufgaben an? Ist das der klassische Fall von einem weinenden und einem lachenden Auge?

Zuerst möchte ich sagen, dass diese Aufgabe eine große Ehre für mich ist. Es ist eine sehr verantwortungsvolle Aufgabe, das ist mir bewusst, so gehe ich auch an die Aufgabe ran und freue mich auf sie. Es ist aber natürlich auch so, dass ich zehn Jahre hier in Frankfurt war. Das ist ein großer Lebensabschnitt. Ich habe hier mit vielen tollen Menschen zusammen gearbeitet, nicht nur im Club, sondern auch auf der gesamten Ebene des deutschen Basketballs. Es hat sich in dieser Zeit einiges bewegt. Es ist für mich auch eine Ehre, an diesen Entwicklungen teilgenommen zu haben. Es war eine spannende Zeit mit vielen größeren und kleineren Aufgaben, die mir unheimlich viel Spaß gemacht hat und bei der ich, wie so viele andere hier in Frankfurt und im deutschen Basketball, mit dem Herzen voll dabei war.

Du warst jetzt zehn Jahre in Frankfurt. Welche Erinnerungen sind am intensivsten in Erinnerung geblieben?

Das ist sehr schwer zu sagen, zehn Jahre sind eine lange Zeit. Man muss das vielleicht so betrachten: Als ich nach Frankfurt kam, waren meine Kinder noch sehr klein. Mein Sohn war zehn, meine Tochter sieben Jahre alt. Beide sind also mehr oder weniger in Frankfurt aufgewachsen. Da sind allein schon viele Sachen die in Erinnerung bleiben, was die Familie angeht. Meine Familie bleibt ja auch in Frankfurt, meine Tochter ist gerade im Abiturjahr, mein Sohn studiert an der Goethe-Universität Wirtschaftswissenschaften. Ich bin also nicht ganz weg, auch wenn ich viel unterwegs sein werde. Das ist die eine Ebene, die andere ist natürlich die berufliche. Ein Beispiel für diesen Bereich ist, dass der Club noch keine eigene Jugendarbeit hatte, als ich hierher kam. Wenn man jetzt sieht, wo der Club da steht, freut es mich, dass ich ein Teil des Teams sein durfte, welches diese Entwicklung mit aufgebaut hat. Wir haben europäisch gespielt, hatten sportliche nicht so tolle und sehr tolle Spielzeiten, gerade wie die Jahre in denen wir im Finale oder Halbfinale standen. Wir waren mit kleinen Ausnahmen regelmäßig in den Playoffs. Das waren alles tolle Projekte an denen ich mitwirken durfte. Daher möchte ich nur ungern einzelne Punkte herauspicken, da gibt es zu viele Momente. Das gilt auch für die gesamte Arbeit mit dem Office, wir haben hier mit vielen tollen Menschen gut zusammengearbeitet und Spaß gehabt.

Gunnar Wöbke übernimmt ja kommissarisch deine Aufgaben als Sportdirektor. Wie läuft da der Austausch?

Dafür war ich in diesen Tagen noch hier, um eine saubere Übergabe in allen Verantwortungsbereichen zu gewährleisten. Da ist einiges an Arbeit, aber wir wollen die Lücke so klein wie möglich halten. Ich bin mir sicher, dass die FRAPORT SKYLINERS das Ganze gut bewältigen werden.

Kamil, vielen Dank schon mal für das Gespräch. Abschließend kannst du gerne das letzte Wort noch mal an alle Fans richten.

Oh das ist nicht leicht. Ich würde gerne einige Worte an alle Fans und Unterstützer richten, aber das kann ich alles gar nicht in wenige Worte fassen. Was ich aber sagen möchte ist, dass ich mich auch bei euch allen bedanken möchte! Schlussendlich spielen wir Basketball für die Fans und ich bin überzeugt, dass es keine leeren Worte sind wenn ich sage, dass die Fans in Frankfurt zu der absoluten Spitze in der Beko BBL gehören. Das steht für mich völlig außer Frage. Was ich immer toll fand, dass sie uns vor allem unterstützt haben, als es sportlich schwierig war – so etwas zeichnet eine Fangemeinde aus. Ich wünsche mir, dass es auch in der Zukunft genauso bleiben wird und das Team sich auf diese tolle Unterstützung verlassen kann.