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In der Saison 2011/12 spielte Jacob bereits für Frankfurt

Jacob Burtschi – ein Mann der vielen Talente

Die moderne Technik macht es möglich – aus seiner Heimatstadt Oklahoma City meldet sich Flügelspieler Jacob Burtschi zum ausführlichen Video-Interview.

Jacob auf dem Lake Thunderbird (Quelle: Facebook)
Fahnenträger Jacob (Quelle: Facebook)
Nur zur Erklärung: Jacob ist der America-Man auf der linken Seite (Quelle: Facebook)

Das Video bei Youtube: http://www.youtube.com/watch?v=f5rYafkgEXI

Eine Kamera, ein Mikro und Jacob Burtschi – diese Kombination funktioniert einfach. Die Premiere feierte dieses Trio bei der Team-Einkleidung zur zweiten Benefiz-Gala zugunsten von Basketball macht Schule. Eloquent, charmant, witzig und mit Kennerblick führte er den geneigten Zuschauer durch die Anprobe von Anzügen, dem richtigen Anlegen des Kummerbundes und die Wahl des richtigen Schuhwerks. Wer das Video nicht kennt, der wird auf unserem Youtube-Kanal fündig.

Weniger spektakulär, dafür aber mit vielen Einblicken in das sommerliche Treiben in der bald zu Ende gehenden Off-Season (erstes Heimspiel am 6. Oktober 2013, um 15 Uhr, gegen Oldenburg – Tickets), seine Trainingseinheiten mit NBA-Spieler Xavier Henry, seine Liebe zu Amerika und wie er diese ausdrückt sowie seine Zeit in der US Air Force, zeigte sich Jacob beim kontinentübergreifenden Video-Interview.

Den Sommer nutzte der sympathische Flügelspieler um viel zu reisen und Familie und Freunde aus seiner Air Force Zeit zu besuchen. Doch natürlich gehört auch das regelmäßige Training in der eigentlich Basketball-freien Zeit zum Leben eines Profi-Spielers. Jacob trainiert regelmäßig mit NBA-Spieler Xavier Henry, der die letzten drei Spielzeiten für die New Orleans Pelicans spielte. Gewichtheben, Wurf- und Dribbeltraining sowie intensive Stretching-Einheiten und natürlich Spiele Fünf gegen Fünf stehen auf dem Programm der beiden. Bis zu fünf Mal am Tag wird zum runden Leder oder zur Hantel gegriffen.

Wenn Jake nicht in der Halle steht und schwitzt, dann versucht er mit seiner Familie und seinen Freunden so viel Spaß wie möglich zu haben. Insbesondere am 4. Juli, dem nationalen Feiertag in den USA, an dem die Unabhängigkeitserklärung der Vereinigten Staaten ratifiziert wurde, haben Jacob und seine Freunde immer wieder verrückte Ideen, um ihre Liebe zu ihrem Land auszudrücken – wie die Fotos eindrucksvoll beweisen. „Mein Freund und ich versuchen einfach eine so gute Zeit wie möglich zu haben“, erklärt er den stilistischen Ausflug in die Superheldenecke lachend.

Das Basketballspielen hat er übrigens schon sehr früh in die Wiege gelegt bekommen. An der High School, der Putnam City High School, war sein Vater Trainer der Basketballmannschaft und forderte und förderte seinen Sohnemann in besonderem Maße, denn sein Talent bewies Burtschi Junior schnell. „Da gab es aber auch schon mal die ein oder andere verbale Auseinandersetzung, aber so ist das wohl bei jeder Vater-Sohn-Beziehung“, erinnert sich Jacob schmunzelnd. „Mein Vater ist aber auch der Grund, dass ich heute der Mann bin, der ich bin. Er war und ist mein Vorbild. Wenn ich heute mal nicht weiterkomme oder mal in einem Loch stecke, dann rufe ich ihn an und er hilft mir weiter.“

Einen prägenden und nachhaltigen Einfluss auf Jacobs Leben hatte natürlich seine Zeit bei der US Air Force und an der US Air Force Academy. „Die Grundausbildung war eine taffe Zeit. Man verbrachte drei Wochen im Wald, lernte viele Dinge, die man im Leben nie mehr braucht. Handys und Smartphones waren nicht erlaubt und man durfte das ganze Jahr nichts anderes tragen als die Uniform“, schwelgt Jake in Erinnerungen. „Sie testen deinen Charakter, konfrontieren dich mit Situationen und Problemen. Man lernt viel über sich selbst und was für ein Mensch man ist.“ Genau diese Eigenschaften sind es, die er dann aber beim Basketball zur Hilfe nehmen kann: „Taffe Zeiten sind nicht beständig, taffe Menschen schon – das gilt für das Leben und auch für Basketball.“ Eine positive Lebenseinstellung kann der Frohnatur Jacob ohnehin nicht abgesprochen werden - jetzt versteht man auch, woher sie kommt.

Für die Air Force Academy spielte Jacob vier Jahre lang. Aber wie kann man sich ein Basketballspiel vorstellen, bei dem im Publikum vorwiegend Soldaten sitzen? Jubeln auf Kommando? Stillgestanden bis zum Sprungball und klatschen nur im Takt? „Das Air Force Team hatte 40 Jahre lang eine negative Saisonbilanz, also kamen auch nur wenige Leute zu den Spielen. Aber als wir anfingen Spiele zu gewinnen, besuchten immer mehr Leute unsere Heimspiele. Zur Mitte meines ersten Jahres dort, waren wir zum ersten Mal ausverkauft. Von da an wurde es immer besser und vor allem lauter. Die Stimmung war wirklich unglaublich. Fragt mal Chad Topper, der jetzt bei den Artland Dragons spielt. Er war mit der  University of New Mexico, mit der wir eine große Rivalität haben, bei uns und kann euch das bestimmt bestätigen.“

Auf die kommende Saison freut sich Jacob riesig. „Ich freue mich auf alle Mitspieler… bis auf Marius“, versucht er ernst zu bleiben, bricht dann aber in lautes Lachen aus. „Im Ernst, Marius ist ein großartiger Typ“, stellt er die Dinge richtig. „Alle Jungs im Team sind harte Arbeiter, spielen mit vollem Einsatz und stellen sich immer in den Dienst der Mannschaft. So ergibt sich ein Team, bei dem man einfach gerne ein Teil davon ist. Auch von Dawan habe ich viel Gutes gehört und freue mich, mit ihm zu spielen“, ergänzt er.

Gegen Ende des ausführlichen Gesprächs stellt sich Jacob den Fragen der Facebook Community der FRAPORT SKYLINERS und erzählt, dass er die Oklahoma Thunder zwar als NBA-Team gut findet und sie auch sein Lieblingsteam sind, er aber kein Hardcore-Fan ist. Er geht auf die Unterschiede zwischen dem amerikanischen und europäischen Basketball ein und findet vor allem im athletischen Bereich Differenzen, was dazu führt, dass in den USA mehr Eins-gegen-Eins-Situation gesucht werden, während in Europa das Teamplay mehr im Vordergrund steht – was ihm persönlich besser liegt. Die härtesten Gegenspieler in der Beko BBL waren für ihn Chevon Troutman („Der Typ ist ein Fels“) und Bostjan Nachbar („Er kann aus jeder Lage einen Wurf loswerden, nimmt dich mit unter den Korb und ist immer noch richtig flink“).

Am Ende grüßt Jacob alle Fans und Freunde der FRAPORT SKYLINERS: „An euch alle, ich freue mich sehr wieder nach Frankfurt zu kommen. Ich liebe es mit meiner Familie und meinen Freunden hier in den USA zu sein, aber es wird wieder Zeit auf das Parkett zu gehen. Ich komme Mitte August nach Frankfurt und kann es kaum abwarten. Ich freue mich, euch alle wiederzusehen!“

Dauerkartenhinweis

Wenn du kein Spiel von Jacob und den FRAPORT SKYLINERS verpassen willst, dann sicher dir jetzt deine Dauerkarte für die kommende Saison 2013/14. Alle Informationen dazu findest du auf unserer Website oder du rufst direkt bei uns an: Tel. 069-928 876 19.