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Interview mit Seth Doliboa

(Freitag, 28. August 2009 von Miles Schmidt-Scheuber)


Miles Schmidt-Scheuber: Seth, willkommen in Deutschland. Du bist nun seit einer Woche hier. Wie sind deine bisherigen Eindrücke? Hast du schon die deutsche Küche ausprobiert?


Seth Doliboa: Bisher erscheint mir Deutschland als ein sehr herzliches Land. Leider hatte ich noch keine Gelegenheit deutsche Spezialitäten auszuprobieren, da unser Vorbereitungsplan ziemlich ausgefüllt ist. Ich bin mir aber sicher, dass es im Laufe des Jahres noch genügend Möglichkeiten geben wird dies zu tun. Ich bin immer bereit neue Dinge zu versuchen.


Hast du in Frankfurt schon einen Ort zum entspannen gefunden?


Seit ich in Frankfurt bin, hatte ich aufgrund von Zeitmangel und Ermüdung noch nicht wirklich viele Gelegenheiten um irgendetwas privat zu unternehmen. Nach unserem Konditionstraining, esse ich kurz etwas und lege dann für eine Weile die Füße hoch. Das hat mich bislang nur meiner Couch näher gebracht.


Du kommst aus Ohio. Woher kommt es, dass so viele gute Basketballspieler aus Ohio stammen? Füttern euch eure Mütter mit etwas Besonderem?


(lacht). Ich bin mir nicht sicher.


Wer waren deine Basketballidole als du aufgewachsen bist?


Für mich gab es nur einen. Michael Jordan.


Wie waren denn deine ersten Eindrücke von den DEUTSCHE BANK SKYLINERS. Was wusstest du bereits vom Verein?


Als ich nach Frankfurt kam, wusste ich nicht wirklich viel über die DEUTSCHE BANK SKYLINERS. Jedoch hatte ich einige Freunde, die in der Vergangenheit hier gespielt haben und immer voll des Lobes über Fans, Anlagen und Einrichtungen waren. Bisher kann ich mich nicht beklagen. Die Anlagen sind toll und die Belegschaft ist sehr entgegenkommend.


Wie hart waren die Konditionseinheiten mit Klaus Perwas im Vergleich zu deinen bisherigen Erfahrungen?


Die Einheiten mit Klaus waren bisher hart. Aber wir befinden uns in der Vorbereitung und da darf man nichts anderes erwarten. Klaus macht einen sehr guten Job. Er variiert die Übungen oft und deckt damit alle Bereiche zur Verbesserung unsere Kondition ab. Das spürt man dann in den Muskeln, jedoch macht das eine Menge Spaß.


Wie sieht dein persönliches Sommer-Workout aus?


Dieses Jahr war der Sommer ziemlich kurz für mich. Ich war lediglich sieben Wochen Zuhause. Nachdem ich an zwei Camps in Las Vegas teilgenommen hatte, blieb ich einfach meiner Trainingsroutine treu. Meistens stemmte ich morgens Gewichte und nachmittags folgte dann das Schusstraining. Nichts zu anstrengendes, aber genug um mich in Form zu halten.


Was sind deine Eindrücke von Derrick Allen? Allen ist dafür bekannt einer der am härtesten arbeitenden Spieler in der BBL zu sein. Kannst du uns erzählen wie er das macht?


In der kurzen Zeit, die ich mit Derrick verbracht habe, kann ich mit Sicherheit sagen, dass er eine unglaubliche Arbeitseinstellung hat. Er erscheint mir sehr professionell und ein toller Leader zu sein. Ich freue mich darauf mit ihm zu spielen und das Jahr über viel von ihm zu lernen.


Der BBL Scoring-Champ aus der Saison 2008-2009 Omari Westley hat am College gegen dich gespielt. Er bezeichnet dich als „Beast“ und ist der Meinung, dass du in der BBL dominieren könntest. Kannst du dich noch daran erinnern wie es war gegen ihn zu spielen und wie viel „Beast“ steckt denn immer noch in dir?


Ich erinnere mich an Omari sehr gut. Er hatte schon immer ein sehr komplettes Repertoire und dies hat er anscheinend nun auch in Deutschland bewiesen. Ich bin jetzt 28 Jahre alt und denke, ich habe noch einige starke Jahre auf hohem Niveau vor mir.


Was sind die wichtigsten Dinge, die du dem Team auf und abseits des Spielfeldes geben möchtest?


Auf dem Feld, werde ich alles in meiner Macht stehende tun um dem Team weiterzuhelfen. Abseits des Courts versuche ich mich so professionell wie möglich zu verhalten.


Du bist 2006 vom Basketball zurückgetreten. Wieso?


Zurückzutreten war einfach eine familiäre Geschäftsentscheidung. Ich entschied in den USA zu bleiben und mit meinem Vater und meinem Bruder Häuser zu bauen.


Was bewegte dich dazu zurückzukehren?


Auch als ich aufgehört hatte professionell zu spielen, spielte ich privat immer noch Basketball. Es ist hart etwas aufzugeben, das du wirklich genießt zu tun und in das du so viel Arbeit gesteckt hast. Die prekäre Wirtschaftslage war die perfekte Gelegenheit für mich, um wieder zu spielen.


Wie schwer war es, nach zwei Jahren Abstinenz, 2008 zurückzukommen? Wie hast du zu deinem Spiel zurückgefunden?


Um ehrlich zu sein war es nicht wirklich schwer. Die ganze Zeit über hielt ich mich gut in Form und spielte auch Basketball.


Coach Murat Didin hat dich bei einem Camp in Las Vegas entdeckt. Wie ist eure Beziehung seit daher und was hast du bisher von ihm gelernt?


Innerhalb von dieser kurzen Zeit, war es mir nicht wirklich möglich ein richtiges Verhältnis zu ihm aufzubauen. Ich bin mir jedoch sicher, dass wird sich im Lauf der Saison noch ändern.


Du hast bei Wright State am College gespielt. Was ist deine schönste Erinnerung aus dieser Zeit?


In meinem Sophomore-Jahr hatte ich die Gelegenheit mit meinem Bruder in einem Team zu spielen. Das war schon etwas ziemlich Besonderes für mich.


Nach deinem letzten Jahr am College hast du trotz deiner guten Statistiken (15 Punkte, 7,4 Rebounds und 1 Assist im Schnitt) Schwierigkeiten gehabt dich an die amerikanischen Ligen anzupassen. Wie erklärst du dir diese Schwierigkeiten?


Meiner Meinung nach, hatte ich keine großen Schwierigkeiten. Ich habe immerhin zwei Jahre in der D-League gespielt. Auch wenn die Statistiken auf den ersten Blick nicht berauschend aussahen, empfand ich persönlich nicht, dass ich mit 10 Punkten im Schnitt, in einer Liga in der NBA-Spieler ein- und ausgehen, Probleme hatte.


Wer war bisher der beste Spieler gegen den du angetreten bist und der jetzt in Europa bzw. in der NBA spielt?


Ich bin schon gegen einige Spieler angetreten, die jetzt in der NBA sind. Der beeindruckendste war jedoch Will Bynum. Er war unser PG in meinem zweiten Jahr in der D-Leauge und spielt jetzt bei den Detroit Pistons.


Danke für das Interview. Viel Glück für diese Saison mit den DEUTSCHE BANK SKYLINERS.