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Interview mit Grayson Moyer

(Montag, 31. August 2009 von Miles Schmidt-Scheuber)


Miles Schmidt-Scheuber: Grayson, willkommen in Frankfurt. Wie sind deine ersten Eindrücke bisher? Mit den vielen Wolkenkratzern unterscheidet sich Frankfurt ja nicht wirklich von San Diego, außer dass die Palmen und der Strand fehlen.


Grayson Moyer: Frankfurt ist eine tolle Stadt. Alle waren bisher sehr freundlich, das erleichtert einem natürlich in ein fremdes Land zu kommen. Ich kann für eine Weile auf Palmen und Strand verzichten und freue mich schon darauf, mehr von der Stadt zu sehen.


Haben dir deine Teamkollegen schon Empfehlungen ausgesprochen, welche Orte du mal besuchen solltest?


Ich habe es bisher noch nicht einmal in die Innenstadt geschafft und würde dies gerne bald nachholen. Der Niddapark gefällt mir jedoch sehr.


Welche deutsche Spezialität hast du schon ausprobiert, oder hast du dich des Öfteren schon bei McDonalds aufgehalten?


Ich war bisher nur ein Mal bei McDonalds. Ich habe sogar schon versucht im Supermarkt einzukaufen, jedoch war das schwieriger als gedacht, da ich die ganzen Etiketten nicht lesen konnte. Ich werde aber bald mal die deutsche Küche ausprobieren.


Wie waren denn deine ersten Eindrücke von den DEUTSCHE BANK SKYLINERS. Was wusstest du bereits vom Verein?


Die Skyliners haben einen großartigen ersten Eindruck bei mir hinterlassen. Die Einrichtungen sind toll und alle waren sehr entgegenkommend. Der Verein ist sehr gut organisiert und wir Spieler werden sehr gut behandelt. Ich wusste ja schon vor meiner Verpflichtung, dass die Skyliners eine gute Adresse sind, aber ich bin immer noch sehr beeindruckt.


Wie waren die ersten Konditionseinheiten mit Klaus Perwas? Härter als am College?


Klaus nimmt uns ziemlich hart ran, damit wir für die Saison gut vorbereitet sind. Insgesamt würde ich sagen es ist härter als am College, jedoch ist dies auch zu erwarten wenn man im Profibereich arbeitet.


Wie sah diesen Sommer ein üblicher Trainingstag bei dir aus? Hast du Übungen, die du besonders gern machst?


Die meiste Zeit über war ich an meinem alten College um zu trainieren. Morgens stemmte ich Gewichte und arbeitete an meiner Kondition und abends nahm ich einige Schüsse, oder spielte 5 gegen 5. Am liebsten spiele ich aber einfach nur, oder mache ein paar Wurfeinheiten.


Was machst du am liebsten um zu entspannen?


Ich schaue gerne Filme, oder spiele Videospiele. Wenn wir mal einen Tag frei haben, versuche ich einfach zu entspannen und mich zu erholen.


Welche DVD hast du zuletzt gesehen?


Weiße Jungs bringen's nicht (White Men Can’t Jump). Der beste Film aller Zeiten.


Welche Rolle wirst du bei den DEUTSCHE BANK SKYLINERS übernehmen? Wirst du in erster Linie nur Shooting Guard spielen, oder bist du auch woanders einsetzbar?


Ich werde dort spielen, wo auch immer der Coach mich positionieren wird und ich hoffe, ich kann dort aushelfen wo man mich benötigt. Ich denke, meine Rolle wird sich im Laufe der Zeit genauer herauskristallisieren.


Welche Stärken hast du? Es scheint, als könntest du genauso als Vorlagengeber glänzen.


Ich denke, ich bin ein ziemlich guter Schütze und dass ich ein gutes Verständnis für das Spiel habe. Ich bin vielleicht nicht der Schnellste, aber ich versuche intelligent zu spielen und meine freien Mitspieler zu finden.


Wie läuft es bisher für dich als Rookie in der Vorbereitung? Was sind die größten Unterschiede, zu dem was du aus den USA kennst?


Die Vorbereitung läuft für mich bisher ganz gut. Es gab schon ein paar Anpassungen, aber ich finde mich immer besser zurecht. Ich denke, der größte Unterschied sind die Konditionseinheiten, die wir benötigen, um auf einem hohen Level mitzuhalten.


Wie war es bisher sich gegen Jimmy McKinney zu duellieren? Wie habt ihr euch in der Vorbereitung gegenseitig geholfen?


Bislang sind wir viel gelaufen und haben Gewichte gestemmt, somit hatte ich noch keine Gelegenheit gegen Jimmy zu spielen. Allerdings freue ich mich darauf gegen ihn anzutreten und hoffe, dass wir uns gegenseitig dazu bringen können uns zu verbessern.


Wie hat dir bisher Kapitän Pascal Roller geholfen? Bist du eher ein stiller Typ, oder gehst du auf deine Mitspieler zu und suchst den Kontakt?


Pascal ist ein echtes Vorbild! Er arbeitet immer sehr hart und ist somit ein gutes Beispiel, an dem sich die neuen Spieler orientieren können. Ich denke, ich bin ein ziemlich ruhiger Typ, jedoch hat mich das nicht daran gehindert alle Teamkameraden etwas näher kennenzulernen.


Du bist in San Diego aufgewachsen. Was hat dich motiviert an deinem Spiel zu arbeiten, anstatt jeden Tag an den Strand zu gehen?


Ich habe schon immer Basketball geliebt. Ich habe es auch mit anderen Sportarten versucht, jedoch bin ich schließlich immer wieder zum Basketball zurückgekehrt. Ich glaube, die Liebe zum Spiel hielt mich in der Halle, anstatt an den Strand zugehen.


Wer waren deine Basketballidole als du aufgewachsen bist?


Mein Lieblingsspieler aller Zeiten ist Magic Johnson. Er revolutionierte das Spiel. Er war ein so großer Guard und trotzdem leitete er die Fast-Breaks ein, wie kein Anderer. Er trat zurück als ich noch ziemlich jung war. Ich liebe es seine alten Spiele anzuschauen. Ich bin ein großer Lakers-Fan und jeder, der die Lakersfarben trägt, ist meiner Meinung nach in Ordnung.


Wie dankbar bist du, dass du es von einem Divison 2 College, wie Humboldt State, in die BBL geschafft hast. Das kommt ja nicht gerade häufig vor. Was macht das Basketballprogramm der Humboldt State so stark?


Ich bin sehr dankbar, dass ich die Möglichkeit erhalten habe auf so einem hohen Level, wie es in der BBL herrscht, spielen darf. Das Basketballprogramm an der Humboldt State ist schon seit einiger Zeit sehr erfolgreich. Mittlerweile gibt es schon einige Spieler, die sich in Europa durchgesetzt haben. Mein alter Mitbewohner und Teamkamerad Kevin Johnson spielt ja auch in der BBL und ich freue mich schon darauf ihn auf dem Feld wiederzusehen.


Du warst nicht nur sportlich erfolgreich, sondern auch im Hörsaal. Dies ist oft für viele Basketballspieler schwer unter einem Hut zu bringen. Du hast ja sogar deinen Abschluss cum laude geschafft. Hast du nach dem College mal daran gedacht, kein Profi zu werden und dafür in die Geschäftswelt zu gehen?


Ich weiß, dass ich Basketball nicht mein Leben lang spielen kann. Das mit der Geschäftswelt hat somit noch eine Weile Zeit. Im Moment möchte ich mich nur auf Basketball konzentrieren und so lange wie möglich spielen. Es gibt nichts Besseres, als dein Hobby zum Beruf zu machen.


Wie sah ein normaler Tag am College aus, um erfolgreich auf und abseits des Feldes zu sein?


Ich habe immer versucht meine Vorlesungen auf den Morgen zu verlegen, damit ich Zeit zum entspannen hatte und nach dem Training lernen konnte. Außerdem war ausreichend Schlaf enorm wichtig, wenn ich anstrengende Tage vor mir hatte.


Wenn du kein Basketballprofi geworden wärst, was wäre dein Traumjob?


Ich glaube, ich würde gerne im Managementbereich eines Profivereins arbeiten und im Hintergrund die Fäden ziehen. Wenn ich nicht spielen könnte, dann würde ich trotzdem gerne etwas mit Sport zutun haben.


Du hattest im letzten Jahr ziemliches Pech, als in deiner ersten Profisaison dein Arbeitgeber, die Alaska Dream, Bankrott gegangen sind. Wie war diese Situation für dich?


Als der Verein Bankrott ging war ich sehr enttäuscht. Wir hatten hohe Erwartungen für das Team und hatten auch ziemlichen Spaß in Alaska. Es war wirklich Schade, als sich herausstellte, dass alles vorbei war, bevor es überhaupt richtig angefangen hatte.


Danach hast du kurz in der IBL für die Los Angeles Lightening gespielt. Was für eine Erfahrung war das?


Wir hatten einige Ex-NBA-Spieler im Kader und somit war es ein tolles Erlebnis mit diesen Jungs zu spielen und von ihnen zu lernen. Sie haben eine Menge Erfahrung und Wissen über das Spiel und haben es gerne an die jüngeren Spieler weitergegeben.


Wer war der beste Spieler gegen den du angetreten bist und nun in Europa bzw. in der NBA spielt?


Das ist eine schwierige Frage. In der Highschool habe ich unter anderem gegen Jared Dudley, Dominic Maguire, and Chase Budinger gespielt, die jetzt alle in der NBA sind. Außerdem ist da Austin Nichols zu erwähnen, der früher für Humboldt State aufgelaufen ist und jetzt erfolgreich in Frankreich spielt.


Was war der verrückteste Schuss, den du je in einem Spiel genommen hast?


In meinem Freshman-Jahr am College hab ich, in den letzten Sekunden des Spiels, den entscheidenden Dreier gegen unseren ewigen Rivalen getroffen. Das Besondere daran war, dass es der erste Auswärtssieg gegen unseren Rivalen in der Geschichte von Humboldt State war.


Danke für das Interview! Viel Glück in dieser Saison mit den DEUTSCHE BANK SKYLINERS.