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Giraffen hatten "Tag der offenen Tür" in Lich

(Sonntag, 13. November 2005 - Pressemitteilung TV Langen)


TV Lich - TV Langen 109:98 (24:25, 22:14; 30:23, 33:36)


Diese Niederlage tat richtig weh. Minutenlang saß Giraffen-Coach Frenki Ignjatovic nach dem Spiel mit traurigem Gesicht und wie versteinert auf der Bank. Und als er endlich ansprechbar war, kam es aus ihm heraus: "Wir hatten Tag der offenen Tür. Gegen unsere Defense konnte Lich nach Belieben punkten. Die Verteidigung war heute indiskutabel. Ich will nicht sagen, dass wir nicht gekämpft haben, aber es war alles zu unkonzentriert."


Und die Licher punkteten nach Belieben. Schon das Schützenfest beider Teams im ersten Viertel deutete auf ein hohes Ergebnis, doch da war es noch ausgeglichen. Sebastian Barth und Bryce Burch waren im Angriff erfolgreich, wurden von Ty Harrelson gut freigespielt. Auffällig war bereits, dass die Giraffen den Gegner mit ihrer Manndeckung nicht in den Griff bekamen.


Das wurde noch schlechter zu Beginn des 2. Viertels, allerdings auch mit einer abenteuerlichen Aufstellung: Burak Ilhan im Spielaufbau, dazu Philipp Schneider und Markus Hallgrimson und unter den Körben Bryce Burch und Sebastian Adeberg. In dieser Besetzung kannten sich die Spieler bisher nicht; denn Hallgrimson war erstmals dabei und Adeberg trainiert die Woche über nicht mit, sondern studiert Medizin in Hannover. Nach dem 32:25 (14. Min.) nahm Coach Ignjatovic eine Auszeit und korrigierte die Aufstellung. Doch die Schwächen in der Defense blieben. Auch im 1-gegen-1 konnten sich vor allem Klassen, Golson und Boticki gegen ihre Langener Gegenspieler durchsetzen, ohne dass Hilfe der Mitspieler kam. Über 39:27 (16.) und 46:35 (18.) erspielte sich der TV Lich einen 46:39-Halbzeitvorsprung.


Alles war wieder offen, als die Giraffen nach Dreiern von Barth und Harrelson und einem Hakenwurf von Mirko Damjanovic auf 50:49 (24.) heran waren und Harrelson eine Minute später sogar ausglich (53:53). Das war wohl das Signal für Lichs beweglichen 201 cm großen Powerflügel Reggie Golson. Bis zur 30. Minute brachte er sein Team mit spektakulären Aktionen nahezu im Alleingang zur 76:62-Führung. Da half auch die Umstellung auf Ball-Raum-Verteidigung nicht und auch keine Langener Fouls gegen ihn; denn er verwandelte alle Freiwürfe, erzielte allein im 3. Viertel 14 seiner insgesamt 35 Punkte. Es war "Golson-Time" und die Giraffen schienen ohne Gegenmittel.


Nach 32 Minuten führte der Gastgeber mit 81:62 und hatte sich längst in einen Rausch gespielt. "Daß die Amis punkten würden, damit mussten wir rechnen, dass aber auch Viktor Klassen die Freiräume so gut nutzte, hat uns richtig weh getan," legte Ignjatovic noch mal den Finger auf die Defense-Wunde. Klassen hatte am Ende 20 Punkte auf der Rechnung. Das Spiel haben die deutlich konzentrierter wirkenden Licher verdient gewonnen, aber die Giraffen können es besser, als sie an diesem Abend gezeigt haben. Neuzugang Markus Hallgrimson war (noch) kein Faktor im Langener Spiel, nahm freie Würfe, die er aber nicht traf. "Seine Würfe waren richtig, er muß treffen und wir müssen ihn besser integrieren." Coach Ignjatovic wird ihn in das Team integrieren; denn seine Stärke ist der Wurf von jenseits der Dreierlinie und diese Stärke will man in Langen ausnutzen.


Es spielten für den TV Langen: Bryce Burch (24), Sebastian Barth (23/2 Dreier), Ty Harrelson (21/2 Dreier/6 Assists), Koray Karaman (9/1 Dreier/5 Fouls), Mirko Damjanovic (8), Mike Baron (6/5 Fouls), Sebastian Adeberg (5), Philipp Schneider (2), Burak Ilhan, Markus Hallgrimson, Tobias Jahn (n.e.).


TV Lich: Reggie Golson (35/2 Dr./9 Reb.), Viktor Klassen (20/2), Daniel Boticki (15), Jan-Peter Prasuhn (13), Pete Strobl (8), Daniel Dörr (8), Johannes Lischka (7), Rolf Scholz (3), Sebastian Köhnert, Andreas Tsiminos, Patrick Unger (n.e.).


Aus der Team-Statistik:

Würfe aus dem Feld: Langen 45%, Lich 62%

Dreier: 21% zu 27%

Freiwürfe: 83% zu 78%

Rebounds: 29:38

Ballverluste: 14 zu 19


Die Auslosung im DBB-Pokal bescherte den Giraffen als Gegner am 7. Dezember den Erstligisten TBB Trier. Manager Jürgen Barth: "Das ist ein guter Gegner. Wir wollen versuchen, daß Spiel auf das Wochende davor oder danach zu ziehen, damit mehr Zuschauer kommen."


Alle Paarungen der 2. Runde im Süden:

FC Kaiserslautern vs. Giessen46ers

erdgas baskets Jena vs. BG Karlsruhe

TV 1860 Lich vs. sellbytel Baskets Nürnberg

TV 1862 Langen vs. TBB Trier

BV TU Chemnitz 99 vs. WALTER TIGERS Tübingen

TSV Jahn Freising (RLSO) vs. EnBW Ludwigsburg