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Giraffen erleben ihr Waterloo in Freiburg

(Sonntag, 28. März 2010 - Pressemitteilung TV Langen)


USC Freiburg - TV Langen 93:57 (17:11; 32:19; 18:11; 26:16)


Nach vier sehr guten Leistungen in den Spielen im Frühlingsmonat März fuhr das Langener Team nach einem gemeinsamen Mittagessen mit vermeintlich breiter Brust nach Freiburg und wollte dort seine Chance mit einem Sieg auf den Klassenerhalt wahren. Coach Fabian Villmeter hat die Woche über versucht, sein Team auf die zu erwartende 2-1-2 Zone des Gastgebers vorzubereiten, die mit diesem eher einfachen taktischen Mittel schon andere Mannschaften in dieser Saison zur Verzweiflung getrieben harten. Der Start in das so wichtige Spiel gelang gut. Nach einem schönen Anspiel von Tobias Grauel in die Zone erzielte Alonzo Hird die beiden ersten Punkte, der sich zwei Angriffe später mit einem Pass auf den Flügelspieler revanchierte und mit dem ersten und leider auch einzigen erfolgreichen Dreier für das 5:0 aus Langener Sicht sorgte. Zu diesem Zeitpunkt war auf Freiburger Seite bereits Mike Kinsella ohne Fremdeinwirkung mit einer Knieverletzung ausgeschieden. Dies schien in der Folge aber nicht den Gastgeber, sondern mehr die Spieler des Tabellenletzten beeindruckt zu haben. Alonzo Hird nach Pass von Brandon Chappell und kurz darauf nach einem Offensivrebound schraubte die Führung auf 9:4. Nach zwei Freiwürfen von Christoph Roquette war es erneut Alonzo Hird der bei 2:31 Restspielzeit mit dem 11:6 für einen gelungenen Start der Giraffen ins Spiel gesorgt hatte. Die Verteidigung stand bis dahin gut und die Langener kontrollierten auch den Rebound gegen die nervös beginnenden Gastgeber. Die folgenden Punkte von Yannick Evans und Chacha Zazai waren dann so etwas wie die Initialzündung der Freiburger, denen in den 150 verbleibenden Sekunden noch 11 Punkte gelangen. Das erste Viertel beendete Andrew Hunter mit der Sirene zum 17:11, das trotz des Rückstandes noch das beste Viertel bleiben sollte.


Nicht ein Foul konnten die Langener gegen die Ball-Raum-Verteidigung bis dahin ziehen und hatten zu diesem frühen Zeitpunkt schon den Faden verloren. Das Selbstvertrauen war wie weggeblasen. So gelang dem zuletzt so starken Brian Henderson nach einem vergebenen Dreier, einem unbedrängten 1:0 Korbleger und zwei vergebenen Freiwürfen so gut wie nichts. Nicht nur er, sondern auch Teamkapitän Brandon Chappell und Carl Arts hatten einen rabenschwarzen Abend erwischt und konnten keinerlei Akzente setzen. Allein Spielmacher Kai Barth gelang es nun häufiger in die Zone zu penetrieren und die Freiburger zu Fouls zu zwingen. Im Gegensatz zu dem mehr und mehr verkrampfenden Team der Giraffen, gelang dem Gastgeber Freiburg im zweiten Durchgang beinahe alles, weil sich nun auch in der Verteidigung immer wieder Lücken auftaten und die Langener etliche Male mit Schnellangriffen überrannt wurden. Beim Stand von 37:20 versuchte Coach Fabian mit dem Einsatz d es angeschlagenen Kyle Jeffers quasi schon mit dem letzten Mittel für Stabilität zu sorgen. Er markierte zwar die beiden letzten Langener Punkte vor der Pause, es war dem Centerspieler aber deutlich anzumerken, dass er seinem Team nicht wirklich weiterhelfen konnte und folgerichtig verzichtete der Trainer nach der Halbzeit auch auf einen weiteren Einsatz. Mit der beruhigenden 49:30 Führung ging Freiburg in die Pause, und eigentlich war die Partie für die wie gelähmt auftretenden Giraffen damit auch schon zu ihren Ungunsten entschieden.


Die Langener fanden auch nach dem Seitenwechsel kein Rezept mehr gegen die Verteidigung der Breisgauer, auch wenn Brandon Chappell und Brian Henderson ihre ersten Punkte in der Partie erzielen konnte. Nach dem 57:36 in der 5. Minute des dritten Viertels baute der USC seinen Vorsprung mit einem 9:0 Lauf bis zur letzten Drittelpause auf 67:41 aus. Coach Fabian Villmeter nahm seine glücklosen Amerikaner vom Feld und zu Beginn des letzten Viertels gab es so was wie ein kleines Aufbäumen der Gäste. 8:2 Punkte für Langen war die Ausbeute in den ersten fünf Minuten, obwohl die Langener in dieser Phase selbst fünf Freiwurfchancen nicht nutzen konnten. Der Abstand betrug beim 69:49 nach wie vor zwanzig Punkte und während Langen selbst einfache Würfe nicht verwandeln konnte, fiel auf der Gegenseite gegen die resignierenden Giraffen fast alles durch die Reuse.


Mit 93:57 verlor eine an diesem Abend mit Ausnahme der ersten fünf Minuten völlig indisponierte Mannschaft nicht nur das Spiel, sondern auch den direkten Vergleich gegen den USC Freiburg und damit bei drei Siegen Rückstand und nur noch vier ausstehenden Spielen wohl auch den Kampf um den Klassenerhalt.


Mit dem wie immer zuverlässigen Alonzo Hird und Kai Barth erreichten nur zwei Spieler Pro A-Niveau, wobei die Rookies Niklas Butz und Nico Barth ihre Sache in der zweiten Halbzeit in dem längst zerfahrenen Spiel sehr ordentlich machten.


Da parallel auch der letztjährige Bundesligaabsteiger Giants Nördlingen sein Heimspiel gegen Osnabrück mit 66:95 vergeigte und ebenso wie Langen drei Siege Rückstand auf Platz 14 und den verlorenen direkten Vergleich sowohl gegen Essen als auch gegen Freiburg verloren hat, stehen die beiden Pro A Absteiger so gut wie fest.


Für die Giraffen kann es jetzt nur noch darum gehen, sich in den vier noch ausstehenden Spielen für den Auftritt in Freiburg zu rehabilitieren. Gelegenheit dazu gibt es bereits am Ostersonntag, wenn die Tigers aus Hannover zu Gast in der Georg-Sehring-Halle sind.


Brandon Chappell (2, 3 Assists), Nico Barth (3/1, 1 Assist), Kai Barth (12/1, 3 Assists) Rebound), Marco Völler (4, 1 Rebound), Tobias Grauel (5/1, 3 Assists), Kyle Jefers (2, 1 Assist), Niklas Butz (4, 2 Rebounds), Brian Henderson (5, 5 Rebounds, 1 Assist), Alonzo Hird (19, 11 Rebounds) und Carl Arts (1, 6 Rebounds).