Zum Hauptinhalt springen
Letztes Spiel:65:77So 07.04.vs JenaBericht
Letztes Spiel:79:75So 14.04.vs DresdenBericht
Auswärts:Sa 20.04.19:00 Uhrin Kirchheim
Heimspiel:Sa 27.04.19:30 Uhrvs QuakenbrückTickets kaufen

FRAPORT SKYLINERS holen bittersten Sieg der Clubgeschichte in Göttingen

Es ist der bitterste Ausgang der Saison, den man sich bei den FRAPORT SKYLINERS nur vorstellen hätte können. Bei der BG Göttingen legen die Jungs von Headcoach Klaus Perwas ihr gesamtes Herz auf das Parkett und die mitgereisten Fans unterstützen lautstark mit jeder Faser ihrer Stimmbänder und Trommeln. Beide beweisen gegen das Playoff-Team den Willen, die Klasse zu halten. Doch im Parallelspiel gewinnt Weißenfels gegen Crailsheim und bewahrt somit den rettenden 16. Tabellenplatz, während die Frankfurter den sportlichen Abstieg trotz des Sieges nicht mehr vermeiden können. Topscorer beim 82:88 werden Jordan Theodore und Lukas Wank mit 20 Punkten.

 

Liebe Fans,

diesen Ausgang der Saison hat sich niemand von uns gewünscht. Bis zuletzt haben wir alle an das Wochenendwunder geglaubt. Leider hat es nicht sollen sein.

Um ehrlich zu sein, sind wir gerade einfach nur enttäuscht. Enttäuscht von unserem sportlichen Abschneiden und davon, dass es trotz aller Mühen und Anstrengungen nicht gereicht hat.

Wovon wir aber in keiner Sekunde enttäuscht sind – und es ist uns ein ganz wichtiges und dringendes Anliegen, dies auch schon jetzt und an dieser Stelle zu formulieren – das seid ihr alle. Ihr habt jedes Heimspiel zu einem Basketball-Fest gemacht und jeden Gästetrainer ungefragt dazu gebracht, die unglaubliche Atmosphäre und Stimmung in der Süwag Energie ARENA hervorzuheben und anzusprechen. Und auch auswärts habt ihr das Team bis zuletzt getragen und motiviert.

Es tut uns leid und im Herzen weh, dass kein Happy End nach einer herausfordernden und ernüchternden Saison steht. Wir möchten uns bei euch allen für die dennoch so großartige und loyale Unterstützung in dieser Saison von Herzen bedanken. Ihr wart und seid großartig!

Im Moment sitzt ein Großteil aus unserem Office im Fanbus oder Auto von Göttingen nach Hause und ja, einigen von uns fällt es schwer, die Emotionen zurückzuhalten. Bitte gebt uns ein wenig Zeit, um uns zu sammeln und dieses Wochenende zu verdauen. Zu all den weiteren Themen, die nun auf den Tisch kommen, werden wir uns dann zeitnah und umfangreich melden und äußern.

Trotz allem versprechen wir, den Kopf nicht lange hängen zu lassen. So wie wir es schon immer gemacht haben, geht der Blick schon sehr bald wieder nach vorne.

Eure FRAPORT SKYLINERS

Stimmen zum Spiel

Klaus Perwas (Headcoach, FRAPORT SKYLINERS): „Es ist immer schön hier zu spielen. Göttingen ist eine Basketballstadt und es ist toll zu sehen, dass Göttingen wieder auf diesem Level ist. Die Atmosphäre in der Halle war großartig. Ich möchte mich auch sehr herzlich bei unseren Fans bedanken, die uns in den letzten beiden Saisonspielen sehr gut unterstützt haben. Ich bin sehr stolz auf unsere Jungs, die in dieser Atmosphäre bestanden haben und das Spiel gewinnen konnten. Wir hatten viel Respekt vor Göttingen, ich mag ihre Art zu spielen: schnell, aggressiv, klug. Coach Moors macht immer einen sehr guten Job. Daher bin ich fast noch stolzer darauf, dass wir heute dagegenhalten und gewinnen konnten. Ich wünsche Göttingen gegen München viel Erfolg. Die Serie ist eine große Challenge, kann aber dennoch toll werden, wenn bei Göttingen alle gesund sind.“

Roel Moors (Headcoach, BG Göttingen): „Danke für die Worte von Klaus Perwas und Glückwunsch an Frankfurter zum Sieg, der heute sicherlich bitter schmeckt. Ich muss mich bei unseren Fans entschuldigen, denn unsere Leistung in der zweiten Halbzeit war inakzeptabel. Defensiv und offensiv hat das gegen ein Team nicht gereicht, das die Dinge auch nicht in der eigenen Hand hatte, aber mit viel mehr Willen gespielt hat, obwohl sie vor zwei Tagen schon ein schwieriges Spiel hatten. Von meinem Team habe ich nicht viele von den guten Sachen gesehen, von denen Klaus Perwas spricht. 19 Ballverluste, 15 Offensiv-Rebounds zugelassen, alle 50:50-Bälle gingen an Frankfurt. Die Eins-gegen-eins-Verteidigung war nicht da, ebenso wie die Help-Defense. Die Switch-Verteidigung hat unseren Rhythmus gebrochen, aber wir hätte das dennoch besser machen können. Ich bin enttäuscht von der Leistung. Jetzt müssen wir versuchen, die Spieler wieder fit zu bekommen, weil wir einige Probleme haben, und müssen dann die Herausforderung mit München annehmen.“

>> Die vollständige Statistik kann hier eingesehen werden <<

Das letzte Saisonspiel bestreiten die FRAPORT SKYLINERS ohne Laurynas Beliauskas (Hüfte), Joshua Obiesie (Zerrung in der Wade), Einaras Tubutis (Knöchel) und Quantez Robertson (Fuß), der in Göttingen mit großen Ehrenapplaus auch von den Gastgebern ins Karriereende verabschiedet wurde.

Starting Five – Die letzte Erste Fünf der Saison liest sich wie folgt: Jordan Theodore und Isaiah Washington im Spielaufbau, Marcus Lewis und Lukas Wank als vielseitige Flügelzange und Derek Cooke jr. als Center in der Zone.

Viertel 1 – Trotz Lücken im Spiel - 21:17

Nervöser Auftakt auf beiden Seiten mit leichten Ballverlusten und Fehlwürfen. Eine gewisse Anspannung ist nicht zu leugnen. Diese legen die Gastgeber früher ab – 5:0 (2. Minute). Die rustikale Gangart der Göttinger bleibt nicht ohne Wirkung, doch Isaiah Washington denkt sich: „Gegen Druck hilft Druck“ und geht zweimal erfolgreich Richtung Korb – 7:4 (5.). Auch wenn die Frankfurter Defensive noch ein wenig lückenhaft agiert, gelingt es, offensiv den Rhythmus aufzubauen – 13:9 (6.). Nach einer Frankfurter Auszeit reduziert sich das Tempo der Partie merklich. Im Halbfeldspiel finden die Gastgeber aber weiterhin gute Möglichkeiten die Verteidigung auszuspielen – 17:13 (9.). Es sind dann einige gute Aktionen von Matt Haarms, die sein Team zum Viertelende im Spiel halten – 21:17

Nur drei Dreierversuche nehmen sich die Frankfurter Jungs im ersten Viertel und treffen davon einen. Göttingen steht zu diesem Zeitpunkt bei zwei von acht. Dafür bauen die FRAPORT SKYLINERS das Spiel in Korbnähe mit 14 Wurfversuchen auf, treffen davon aber auch nur sechs. Quoten, die aber auch Raum für Besserung lassen.

Viertel 2 – Göttingen von draußen, Frankfurt in Korbnähe – 26:21

Weiter forcieren die Frankfurter das Spiel in Korbnähe. Doch Göttingen findet nun die richtigen Schützen von der Dreierlinie und baut die Führung zweistellig aus – 31:21 (14.). Nein, das Wurfglück ist bisher wirklich nicht auf Seiten der FRAPORT SKYLINERS. Sowohl von außen, als auch bei Korblegern rollt der Ball nicht durch die richtige Seite des Rings – 36:26 (16.). Da wirkt der Jordan Theodore Dreier zum 36:29 (17.) fast schon wie eine kleine Erlösung. Doch gegen den Göttinger Dauerdreierregen in diesem Viertel ist nur bedingt ein Frankfurter Kraut gewachsen. Isaiah Washington stemmt sich mit all seiner Wuchtigkeit und Ballsicherheit gegen den anwachsenden Rückstand und hält seine Farben zur Halbzeit in Schlagdistanz – 47:38.

14 Dreierversuche sind es auf Göttinger Seite zur Halbzeit. Acht davon finden ihr Ziel, eine bärenstarke Quote von 57%. Bei den Frankfurter Jungs läuft es in dieser Sache nur schleppend mit drei von neun.

Bereiche, in den ebenfalls noch ordentlich nachgelegt werden könnte sind die Rebounds (19 zu 11) und die Assists (16 zu 7). Solide arbeitet hingegen die Verteidigung in Sachen Ballgewinne, denn bereits zehn Ballverluste auf Göttinger Seite helfen.

Viertel 3 – Kleinigkeiten mit großer Wirkung – 15:22

Zerfahrener Auftakt in den dritten Spielabschnitt. Göttingen lässt Würfe liegen, die FRAPORT SKYLINERS suchen dann den Weg aus der Wurfkrise in Form eines 8:0 Laufs – 47:46 (22.). Auszeit Göttingen, die mitgereisten FRAPORT SKYLINERS Fans machen das Auswärtsspiel zum Heimspiel und Jordan Theodore aus einem Rückstand eine erste Führung – 47:48 (24.). Es ist jetzt eine Partie auf Augenhöhe, bei der Kleinigkeiten für kleine Läufe und Zwischenspurts sorgen. So wühlen sich beide Teams zum Viertelendstand von 62:60.

Die Dreierquoten nähern sich langsam an. Göttingen trifft „nur“ noch 39%, die Frankfurter treffen sich hoch auf 36%. Dafür bereiten die Freiwürfe Probleme, denn während die Gastgeber bei sieben Versuchen fehlerfrei bleiben, stehen die Frankfurter ebenfalls bei sieben Treffern, allerdings bei 14 Versuchen.

Viertel 4 – Der bitterste Sieg der Clubgeschichte – 20:28

Jetzt ist es ein Nervenkrimi für beide Teams. Beide wollen, beide müssen, beide tun sich unheimlich schwer. In der dritten Minute des Viertels haben beide Teams zusammen gerade mal drei Punkte erzielt. Jordan Theodore auf Derek Cooke jr per Alley-Oop sorgt dann für einen kleinen Höhepunkt – 64:63. Matt Haarms legt per Dunk nach, doch trifft Göttingen im Gegenzug für drei Punkte – 73:67 (36.). Dann allerdings sind es zwei schnelle Treffer von den Jungs in den heute weißen Trikots, die Göttingen zur Auszeit zwingen und den Ausgleich herstellen; Basketball ist und bleibt ein Spiel der Läufe und des Momentums – 73:73 (37.). Aber auch der erste Feldtreffer im Anschluss ist ein Frankfurter Dreier und im Raum steht die Frage, wer hat in der Schlussphase das Momentum auf seiner Seite. Die Antwort lautet: die FRAPORT SKYLINERS. Denn im Kollektiv und jeder Menge Willen, Einsatz und Herz gelingt es den Mainstädtern den bittersten Sieg der Vereinsgeschichte zu erringen. Endstand: 82:88