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FRAPORT SKYLINERS besuchen Kinderhospiz Bärenherz

„Das ist Finn. Wir beide sind voll auf einer Wellenlänge“, sagt Lamont ´Momo´ Jones und schaut leicht grinsend und verträumt auf den einschlummernden, einjährigen Jungen in seinem Arm.

Am anderen Ende des Raumes hebt Adam Waleskowski den kleinen Ilias hoch in die Luft. „Auf geht’s, Kumpel. Zeig mir mal dein Zimmer.“ Und schon sind die beiden hinten links verschwunden. Ilias´ Zimmer ist groß und aufgeräumt. Nur in der Dusche wird Ilias nervös – darauf hat er jetzt gar keine Lust. Denn so hoch wie in den Armen von Adam wurde er garantiert noch nie durch die Gegend getragen und hat eine Menge Spaß daran.

Und an der Seite sitzen Bruno Vrcic und Quantez Robertson neben Ninas Rollstuhl und wissen erst mal nicht so recht, was sie tun sollen. „Ihr könnt ihr mal die Hände massieren. Das freut sie immer ganz besonders“, erklärt eine Pflegerin den beiden. Gesagt, getan. Und tatsächlich: Kaum fangen die beiden an, die kleinen Hände mit ihren großen Basketballer-Händen zu massieren, da geht eine sichtbare Woge der Entspannung durch Fatimas Gesicht.

Pflegerin? Handmassagen?

Gehen wir einen Schritt zurück.

Das Team der FRAPORT SKYLINERS war zu Besuch beim Kinderhospiz Bärenherz in Wiesbaden. Das Haus bietet bis zu zehn lebensverkürzend erkrankten Kindern und ihren Familien Platz und Begleitung rund um die Uhr. Die meisten Kinder werden das 18. Lebensjahr nicht erreichen. Vielfältige Rituale, Therapien und eine verständnisvolle Gemeinschaft spenden Beistand und Entlastung auf einem Weg, der schwerer kaum sein kann – von der Diagnose bis über den Tod des Kindes hinaus.

Heute sind sechs Kinder im Hause, richtig sprechen kann keines. Alle sind zwischen 1.5 und 15 Jahren. Und dann stehen da eben zwölf große Basketballer. Alle zwischen 1.83 Meter und 2.12 groß und zunächst etwas verlegen, wie man mit den Kids umgehen soll. Was darf man? Verstehen mich die Kinder überhaupt – und es geht bei dieser Frage weniger um Sprachbarrieren der englischen Art.

„Keine Sorge, es passiert nichts. Die Kinder und Pfleger freuen sich riesig über euren Besuch. Sprecht die Kinder einfach direkt an, auch wenn sie vielleicht nicht sofort auf euch reagieren. Die Pfleger und Pflegerinnen sind mit dabei und unterstützen gerne“, erklärt Michael Knoll, stellvertretender Leiter des Hospiz Bärenherz.

Große Freude bereitete auch das Spielepaket, welches Amigo-Spiele aus Dietzenbach freundlicherweise zur Verfügung gestellt hatte. Von Ice Cool über Halli Galli bis hin zu LAMA ist für alle Altersgruppen was dabei. Und auch wenn das große Paket erst leicht verspätet nachgereicht werden konnte, bietet es für die Kinder, Eltern und Pfleger sicher eine sehr willkommene Abwechslung und Bereicherung.

Und so entwickelt sich Stück für Stück ein Nachmittag, bei dem zuerst Berührungsängste immer weiter abgelegt werden und dann auch viel gespielt und gelacht wird. Bei einer ausgiebigen Snoezelen-Runde wird später entspannt und wieder zur Ruhe gekommen. Entweder liegen die Kinder dabei auf dem Schoß der Spieler oder man liegt nebeneinander, hält Händchen und lässt sich von Musik und Stimmung davontragen. Irgendwie hat man sich im Laufe des Nachmittags gut miteinander eingegroovt und ein Gefühl füreinander entwickelt.


Es ist aber auch ein Besuch, bei dem viel Neues gelernt und Blickwinkel auf die wirklich wichtigen Dinge im Leben verändert wurden. „Wie geht man mit dem Tod seines Kindes um?“, „Wie verarbeitet man als Mitarbeiter des Hospizes den Tod eines Kindes?“ oder „Wie kann man Geschwistern und Eltern in dieser Phase helfen?“ - Fragen wie diese werden beantwortet und regen zum Nachdenken an.

Und so sitzen die Jungs abschließend noch mal beisammen und tauschen sich über ihre Erfahrungen aus. Der eine ist dabei redefreudiger, andere verarbeiten die Eindrücke eher in sich gekehrt. Ein Sonderlob von Michael Knoll erhalten trotzdem alle: „Vielen Dank für euren Besuch und eure tolle Geduld mit den Kindern. Die Pfleger und Pflegerinnen haben mir noch mal gesagt, wie toll ihr das gemacht habt. Sie waren beeindruckt von den Reaktionen der Kinder.“

Auch die FRAPORT SKYLINERS bedanken sich bei den Kindern und Pflegern des Kinderhospiz Bärenherz für einen tollen Nachmittag, viel neu Gelerntes und bleibende Erinnerungen!

Übrigens freut sich das Hospiz auch über jede Spende: 

Spendenkonto Wiesbadener Volksbank 
BIC: WIBADE6W 
IBAN: DE07 5109 0000 0000 0707 00