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Eine Reise mit Hindernissen

(Montag, 22. Juni 2009 von Hans-Peter Lützig)


Als amtierender Deutscher Meister und mit dem neuen Trainer Murat Didin reisten die Frankfurter im September 2004 zum Opel-Cup zu Jukka Matinens Heimatclub Honka „Playboys“ Helsinki.


Mein Freund Jürgen „Seppl“ Stakemann, heute Trainer im Schulprogramm der DEUTSCHE BANK SKYLINERS ,und ich wollten endlich einmal Helsinki und das neue Team kennenlernen. Die Reiseroute war schnell geplant und wir hatten uns für einen Flug mit Ryanair von Hahn im Hunsrück nach Tampere entschieden.


Als erfahrener Autofahrer hatte Seppl die Reiseroute nach Hahn aus dem Internet ermittelt und ausgedruckt, so dass ich mich beruhigt dem Plan widmen konnte.


In Höhe von Montabaur auf der A3 hatte ich erste Bedenken, ob wir dann auch auf der richtigen Strecke wären. Kein Problem, meinte Seppl,gleich geht es ab nach Hahn. Mit Schrecken stellte ich fest, dass uns der Abzweig nach Hahn am See im Westerwald führen sollte. Mittlerweile war es 12.00 Uhr und unser Flieger ging um 13.45 Uhr und wir hatten nach gut 100 km vor uns! Auf der Schlusstrecke von Rheinböllen nach Hahn blockierte uns eine Lastwagenkolonne und so erreichten wir den Flughafen um 13.20.


„Pitter schnell die Koffer raus und einchecken, ich parke das Auto!“ Als mein abgehetzter Seppl zurückkehrte, musste ich ihm mitteilen, dass der Flieger ohne uns geht. Schnell war uns klar, dass es kein Zurück gibt, sondern umbuchen und dann am Dienstag nach Tampere. Nach kurzer Suche fanden wir ein Quartier in einem Landgasthof und wurden von der Wirtin

mit den Worten empfangen „Na habbt ihr de Flieger verpascht, kommt öfter vor, ich werde euch morgen zeitig wegschicken.“


Nach einem feucht fröhlichen Abend im Kreise der Dorfbewohner, die fleissig auf unser Missgeschick anstießen, schafften wir pünktlich die Maschine nach Tampere. Es regnete im Strömen, doch unser Mietwagen stand bereit, so dass wir nach Helsinki durchstarten konnten. „Pitter, hast auch ein Hotel gebucht?“, fragte Seppl besorgt. Zum Glück konnte ich mich erinnern, dass alle Teams im SCANIC Hotel absteigen. Als wir den Empfang betraten checkten gerade die Frankfurter ein und wir sahen unseren verpassten Flug nun als Glücksfall.


Die Pressereferentin von Honka begrüsste mich „Willkommen Herr Lützig wir haben ein Doppelzimmer für Sie gebucht." Nun hatten wir Zeit, das Team und unsere Freunde aus Kaunas, mit denen wir im Juni die Meisterschaft gefeiert hatten zu begrüßen. Mein Idol Arvyidas Sabonis fehlte leider wegen Verletzung. Einige ausgiebige Stadtbummel und die Jagd nach finnischen Kupfercents bestimmten unseren Tagesablauf.


Abends ging es dann in die Halle zum Turnier. Frankfurt verlor das erste Spiel gegen Scavolini Pessaro deutlich, da die Center Robert Mars und Bern Kruel fehlten, doch Murat Didin war trotzdem zufrieden. Im Hotel folgte dann ein Absacker mit den Spielern des Turniers und mit Murat und Wulle, und da wurde uns klar, dass wir aus einem Bierschlaraffenland kommen. Die Halbe kostete stattliche 8 Euro.


Am nächsten Tag besuchten wir ausgiebig das Olympiastadium von Helsinki und den Hafen. Nach einem ausgiebigen Frühstück mit dem Team mussten wir wieder zurück nach Tampere, doch vorher galt es noch die Rechnung zu bezahlen, die sich sicher gewaschen hatte. Nach mehrmaligem Nachfragen bekam ich dann die Anwort „ All is payed Mr. Lützig“.


Jetzt wurde uns bewusst, dass der verpasste Flieger uns Glück gebracht hatte. In der Heimat verschwiegen wir zuerst unser Missgeschick, doch einmal kommt alles an Tageslicht. In diesem Sinne der Hinweis „ Ein verpasster Flug muss nicht immer ein Nachteil sein“.


Euer hpl