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Koordination ist gefragt, wenn man mit Basket- und Tennisball hantiert

Ein Tag im Basketball Camp – "Im Vordergrund steht der Spaß"

Die seit 2010 bestehenden Basketball Camps der FRAPORT SKYLINERS in Kooperation mit der TSG Sulzbach gehen in diesen Sommerferien in die 11. und 12. Runde. Neben vielen anderen Projekten, die die FRAPORT SKYLINERS im Nachwuchsbereich begleiten, geht es bei den Basketball Camp darum, Kids im Alter von acht bis 16 Jahren für Basketball zu begeistern. Unsere Praktikantin Leonie hatte die Gelegenheit auch einmal Camp-Luft zu schnuppern und berichtet:

Gesund und lecker - das Mittagessen bei den Camps
Viel zu lachen gab es beim Erinnerungsfoto-Schießen mit Marius Nolte
TEAM - Together Everybody Achieves More

Zur Fotogalerie von Leonie vom Camp

Als ich gegen 9:30 Uhr beim Basketball Camp in Sulzbach ankomme, ist der Betrieb schon im vollen Gange. Ich staune nicht schlecht, als ich in der ersten Halle etwa zehn Kinder beim Training sehe. Die Trainer Gil Sobol und Beytullah Yesilyurt erklären mir, dass die Kinder gerade dabei sind verschiedene Übungen zur Verteidigung zu machen. Als ich anfange Fotos zu schießen, kommt Head Coach Harald Roth auf mich zu und erläutert, dass die Kids gerade beim Stationstraining sind. In den anderen Hallen warten folglich andere Gruppen und Übungen auf mich.

Ich bin gespannt und laufe durch den Raum, in dem später auch gemeinsam gegessen wird. In der nächsten Halle befindet sich die Station „Werfen und Rebound“. Unter Anleitung von Trainer Florian Peilstöcker werfen die Kinder auf den Korb und geben ihr bestes. Um mir einen Überblick zu verschaffen, gehe ich weiter in die dritte Halle, in der gerade mit Tim Oldenburg (Camp-Trainer und Spieler der FRAPORT SKYLINERS Juniors) das Passen und Fangen geübt wird. Ich mache einige Bilder und gehe anschließend weiter in die letzte Halle. Dort zeigen Yvonne Iffland (Spielerin bei den Rhein-Main Baskets, 2. Bundesliga) und Coach Kay Lege wie man richtig dribbelt. Die Kinder sind begeistert!

Nachdem ich bei jeder Station ausgiebig Eindrücke mit der Kamera eingefangen habe – hierbei sei erwähnt, dass ich mich zum ersten Mal als Sportfotografin geübt habe und entschuldige mich deshalb lieber im Voraus für die Qualität mancher Bilder ;-) - bleibe ich an der Station „Werfen und Rebound“ hängen. Dort hält sich gerade Headcoach Harald Roth auf und wir kommen ins Gespräch. Er erzählt mir, dass das Basketball Camp für Kinder und Jugendliche zwischen acht und 16 Jahren angeboten wird und dass es sich sowohl an Kinder richtet, die noch keine Erfahrung mit Basketball haben, als auch an Kinder, die bereits im Verein sind und eventuell sogar leistungsmäßig Basketball spielen.

"Im Vordergrund“, sagt der Headcoach, „ steht der Spaß.“ Die Kinder sollen unabhängig von Alter, Größe und Leistungsstand Spaß am Basketball haben. Natürlich orientieren sich die vier Gruppen, die zu Anfang des Camps gebildet wurden, auch nach Leistungsstand und Alter, aber das zähle hauptsächlich für die individuelle Stationsarbeit. Es gibt immer wieder Übungen und Einheiten, in denen sich alle Kinder vermischen.

So zum Beispiel auch beim anstehenden 1 gegen 1 Turnier, bei dem jeder gegen jeden spielen darf. Die ersten drei Tage des Camps werden für die „Hauptrundenspiele“ genutzt, bevor am Donnerstag die acht besten Einzelspieler in den „Play-Offs“ gegeneinander antreten. Der Gewinner und der dritte Platz werden am letzten Camp-Tag im Endspiel ermittelt. Nachdem also jeder beim 1 gegen 1 Turnier seine Kräfte messen konnte, ruft Head Coach Harald Roth alle Teilnehmer noch einmal zusammen. Täglich nutzt er die Zeit vor dem Mittagessen um den Kindern auch ein wenig Theorie beizubringen. Sie lernen dabei beispielsweise etwas über gesunde Ernährung oder darüber was es heißt ein „Team“ zu sein oder welche „Einstellung“ zum Sport gut und welche schlecht ist.

Um 13 Uhr gibt es Mittagessen. Auf dem Speiseplan steht Lasagne und es gibt ein Salatbuffet. Um ein wenig mehr von den Kindern zu erfahren, setze ich mich einfach an einen Tisch, an dem noch ein Platz frei ist. Durch Zufall erwische ich hierbei die beiden Geschwisterpaare Jannis (15) und Silas (12) sowie Dorian (15) und Florian (10).  Außer Dorian spielt keiner der Jungs Basketball im Verein. Jannis und Silas kommen eigentlich aus dem Handball, Florian spielt Fußball. Ich frage die Jungen wie sie auf das Camp aufmerksam geworden sind. Silas erzählt er habe es von einem Freund gehört, sein Bruder Jannis sagt er verfolge die aktuellen Geschehnisse auf der FRAPORT SKYLINERS Homepage und wäre dabei per Zufall auf die Seite mit dem Basketball Camp gestoßen. Alle haben eines gemeinsam: sie sind schon jetzt mit dem Basketball-Fieber infiziert.

„Das Camp ist schon anstrengend, besonders das frühe Aufstehen“, sagt Silas. Ich frage nach wie früh sie vor Ort sein müssen. Silas antwortet: „Das Camp beginnt zwar um 8:30 Uhr, aber Jannis und ich werden schon etwas früher hierher gebracht. Unsere Eltern arbeiten. Und dazu kommen wir noch aus Wallau, das ist ja auch nicht gerade um die Ecke.“ Doch das frühe Aufstehen trübt die Laune der Camp-Teilnehmer nicht. Mit Begeisterung erzählen sie mir wie toll es ist einen Basketball Profi, wie Marius Nolte, der am Montag zu Gast war, persönlich zu treffen und ihm Fragen zu stellen. Auf die Frage, was ihnen im Camp am meisten Spaß macht, antworten die Jungen fast im Chor: „Das 5 gegen 5 Spiel“.

Nach der ordentlichen Stärkung bleibt noch etwas Zeit in der Sonne zu relaxen, bevor es wieder zurück an die Körbe in die Halle geht. Ich nutze die Gelegenheit eine weitere Gruppe zu interviewen. Zuerst unterhalte ich mich mit drei Mädchen, Clara (9), Paula (10) und Sharanya (10). Auch ihnen stelle ich die Frage was ihnen am Camp am meisten gefällt. Jede hat etwas anderes zu erzählen. Clara gefällt das Dehnen beim Warmup und Cooldown am besten, Paula mag am liebsten das 5 gegen 5 Spiel, Sharanya durchläuft am liebsten die Stationen.

Danach treffe ich auf zwei etwas ältere Mädchen, Florentine und Lily (beide 12). Die beiden Mädchen schließen sich dem an: „Wir finden eigentlich alles gut!“. Sie spielen Basketball im Verein, „Flori“ sogar leistungsorientiert im Hessenkader. Sie, die bisher jedes Jahr bei jedem Camp dabei war, weiß zu berichten: „In diesem Jahr spielen wir zum ersten Mal auch 1 gegen 1 oder 5 gegen 5. Das gefällt mir total gut. Vorher haben wir das nicht gemacht!“.

Auf meine Frage, wie es denn sei gegen die Jungen zu spielen, sagen fast alle Mädchen dasselbe. „Eigentlich macht es sehr viel Spaß. Die meisten können sich auch benehmen. Manchmal ist es zwar blöd, dass die Jungen viel größer sind, aber alles in allem sind wir sehr zufrieden.“

Nach dem Chill-Out in der Sonne gehen alle Kinder und Trainer wieder zurück in die Halle. Als nächstes steht ein Meet-and-Greet mit Basketball Profi Danilo Barthel auf dem Programm. Nach einer kurzen Vorstellung seinerseits, stellen die Kinder ihm all die Fragen, die ihnen auf den Herzen liegen. Neben seinem Lieblingsgericht (Käse-Spätzle von Mama) oder seinem Lieblingsfilm (Lucky Number Slevin), interessiert die Kinder natürlich auch welche Schuhgröße Danilo eigentlich hat und als der 2,08 Meter große Spieler sagt, dass er Schuhgröße 50 habe, reißen viele der Kinder ihre Augen weit auf.

Bei den nachfolgenden Spielchen zur Förderung der Koordination bleibt Danilo noch da und trainiert mit. Die Kinder, aber auch das Trainerteam, versuchen sich in koordinativen Übungen mit Springseil und Tennisbällen. Nach diesem sehr anspruchsvollen Programmpunkt werden wieder Gruppen gebildet, die sich auf die verschiedenen Körbe verteilen und dort im 1 gegen 1 ihr Angreiferverhalten üben.

Abschließend steht noch das 5 gegen 5 Spiel auf dem Programm, bei dem alle Kinder nochmal ihre Kräfte zusammen nehmen. In ihren Mannschaften spielen die Kinder genau wie beim 1 gegen 1 Turnier heute die „Hauptrunde“ zu Ende um morgen in den „Play-Offs“ gegeneinander anzutreten und am Freitag nach dem Endspiel die beste Mannschaft zu küren. Auch Danilo hält es nicht länger auf der Trainerbank. Immer wieder springt er auf und feuert die Kids an. Für die Kinder der krönende Abschluss eines anstrengenden Tages!

Nachdem ich mich wieder auf den Heimweg mache, bleibt für mich abschließend zu sagen: es war ein toller Tag mit den Kindern und den Trainern, bei dem ich auch einen kleinen Einblick hinter die Kulissen genießen durfte. In den zufriedenen Kindergesichtern sieht man, dass sich das große Engagement auszahlt! TEAM - Together Everyone Achieves More!