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Drei Langener bei U16-Sichtung in Heidelberg

Nikita Khartchenkov wurde für U16-Nationalteam nominiert

Alljährlich am Faschingswochenende treffen sich in Heidelberg die besten 15-16-jährigen deutschen Basketballmädchen und -Jungen zur Nationalmannschaftssichtung. In diesem Jahr fand nicht das sonst übliche Treffen aller Länderauswahlteams statt, sondern im Wege mehrerer Vorsichtungen wurden bereits die besten 60 Jungen und 50 Mädchen der Jahrgänge 87+88 nominiert, die sich in fünf (Jungen) bzw. vier (Mädchen) Mannschaften den kritischen Augen aller Bundes- und Landestrainer stellten.

In den Vorsichtungen schieden auf südwestdeutscher Ebene vom TVL Janina Böcherer sowie Mirco Palazzo und Nebojsa Zlatic aus. Nach Heidelberg eingeladen wurden dagegen Nadine Ripper, Peter Wroblewski und Nikita Khartchenkov, alle vom TV Langen. In mehreren Trainings und in den Spielen möglichst gleichstarker Teams zeigten alle Mädchen und Jungen, was sie zur Zeit drauf haben.

Nadine Ripper, die noch dem jüngeren Jahrgang 88 angehört, hatte Pech. Sie wurde einer Mannschaft zugewählt, in der sie (175 cm) eine der Größten war. So musste sie teilweise gegen noch größere Spielerinnen antreten und auf ungewohnten Positionen im Angriff spielen. Sie machte ihre Sache gut, erhielt aber keine Einladung zur U16-Nationalmannschaft. Dasselbe galt für Peter Wroblewski. Der 15-jährige 196 cm große Center war unter den großen Spielern zu klein, setzte sich aber trotzdem gut durch und erzielte in einem Spiel sogar die meisten Punkte (20) seiner Mannschaft. Für ihn gilt besonders, was U16-Bundestrainer Kai Blümel allen Spielern am Schluss mit auf den Weg gab: Arbeitet weiter; denn in zwei Jahren findet die nächste Sichtung statt und da kann manches ganz anders aussehen !

Fest im Kader der U16 ist also aus Langen nur Nikita Khartchenkov, der bereits vorher von Blümel nominiert worden war. Der 16-jährige 200 cm große Flügelspieler, der ebenso im Spielaufbau wie auf den Centerpositionen einsetzbar ist, hat erst seit Sommer 2002 den Spielerpass des TV Langen. Damals war er nur russischer und noch nicht deutscher Staatsbürger. Aufgrund eines ihm von Männerbundestrainer Henrik Dettmann vorausgesagten außergewöhnlichen Basketball-Talents hat der Deutsche Basketball-Bund in Verbindung mit dem Deutschen Sportbund seine Einbürgerung mit Tempo betrieben. Das war möglich, weil er bereits zuvor mehrere Jahre mit seinen Eltern in Deutschland gelebt hatte. Er soll sich in der "Basketball-Akademie Rhein-Main", im TV Langen und im BTI Langen nicht nur langfristig zum A-Nationalspieler entwickeln, sondern man rechnet fest mit ihm für die in diesem Sommer bevorstehende U16-Europameisterschaft.

Davor hat die FIBA jedoch noch ein Qualifikationsturnier gesetzt, das es in sich hat. Vom 17.-23. April werden Nikita Khartchenkov und die anderen gesichteten Spieler in Griechenland gegen den Gastgeber sowie Slowenien, Bulgarien, Belgien und Finnland um drei frei Plätze für die EM 2003 spielen. Bis dahin warten auf den jungen Neu-Langener, der in der Albert-Einstein-Schule inzwischen gut integriert ist, noch einige Lehrgänge und Turniere, u.a. in der Türkei und Frankreich. Dort soll aus den gesichteten Spielern ein Team geformt werden, dem man die EM-Teilnahme zutrauen kann.