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Dramatik pur in der Sehring-Halle - Dieses Spiel hatte keinen Sieger verdient

(Sonntag, 21. März 2010 - Pressemitteilung TV Langen)


TV Langen - BV Chemnitz 115:121 (21:22; 14:20; 23:19; 20:17, 37:43)


Die altehrwürdige Georg-Sehring-Halle in Langen hat in mehr als dreißig Jahren Bundesliga zahlreiche spektakuläre Spiele erlebt, die Begegnung gegen Chemnitz vor der Saisonrekord bedeutenden Zuschauerzahl von 650 war ein ganz besonderes Highlight. Als die Partie nach viermaliger Verlängerung und exakt dreistündiger Spielzeit vorbei war, hatten die Gäste das etwas bessere Ende für sich. Ein Quäntchen mehr Glück, ein mehr Quäntchen Cleverness und eine insgesamt bessere Foulverteilung gaben letztlich den Ausschlag in einer Begegnung, in der die Zuschauer von der ersten bis zur letzten Sekunde voll auf ihre Kosten kamen und beide Teams mit lang anhaltendem Applaus verabschiedeten.


Bei Langen war Alonzo Hird nach fünfwöchiger Verletzungspause erstmals wieder mit dabei und gab mit 28 Punkten - er traf 13 von 15 Würfen - ein unglaubliches Comeback. Dafür fehlte krankheitsbedingt Nico Barth und damit eine Option für den Spielaufbau. Die Giraffen starteten mit zwei vergebenen Freiwürfen von Kyle Jeffers und einem erfolgreichen Dreier von Bramdon Chappell in diese für sie so wichtige Partie, die sehr schnell an Fahrt aufnahm. Mit einem Dreier von Michael Allen entschieden die Gäste das erste Viertel mit 21:22 knapp für sich.


Während Langen viele Würfe von außen nach, suchte Chemnitz stärker den Weg zum Korb, was immer wieder mit Freiwürfen belohnt wurde. Diese wurden bis zur Halbzeitpause auch hochprozentig - 14 von 15 - verwandelt, während die Giraffen bis dahin nur acht ihrer 15 Chancen nutzten, sodass sich der Tabellensechste über die Stationen 24:29, 31:37 bis zum Seitenwechsel auf 35:42 absetzen konnte.


Coach Fabian Villmeter appellierte in der Kabine, verstärkt das Anspiel über Kyle Jeffers und Alonzo Hird zu suchen und der Start in den dritten Durchgang gelang optimal. Tobias Grauel

mit seinen ersten beiden Punkten im Spiel, Kai Barth mit zwei Freiwürfen, ein Dreier von Carl Arts und ein Layup von Kyle Jeffers, sorgten für einen 9:0 Lauf und die 44:42 Führung für Langen, die von den Sachsen aber umgehend zum 44:50 gekontert wurde. Trotz zwei erfolgreicher Sprungwürfe von Marco Völler, baute Gary Johnson die Führung für sein Team mit zwei Dreiern hintereinander auf 52:60 aus. Die Schlussphase von Durchgang drei gehörte dann wieder den Giraffen, die durch Punkte von Brian Henderson, Kai Barth und einen Tip-In von Kyle Jeffers beim 58:61 wieder auf Tuchfühlung waren.


Fünf Minuten vor dem vermeintlichen Spielende war Chemnitz wieder leicht auf 67:73 enteilt, weil sie sich immer wieder durch Offensivrebounds vor allem von Dima Rastatter zweite Wurfchancen erarbeiten konnten. Zunächst war Tobias Grauel mit drei von vier Versuchen von der Freiwurflinie erfolgreich, ehe Michael Allen einen Dreier zum 70:76 einnetzte.. Tobias Grauel und Brian Henderson verkürzten auf 74:76 und zwei weitere Freiwürfe von Grauel bedeuteten den 76:76 Gleichstand. Nach einem Defensivrebound von Carl Arts setzte Tobias Grauel Alonzo Hird in Szene, der sein Team 29 Sekunden vor Schluss sogar in Führung brachte. Stan Bufords verwandelte im Gegenzug sicher zwei Freiwürfe und der letzte Ballbesitz hätte für Langen die Entscheidung bringen können. Die Giraffen hielten den Ball einen Moment zu lang und der Dreier von Brian H enderson unter Zeitdruck verfehlte knapp sein Ziel. Dies bedeutete eine fünfminütige Verlängerung. In der hatten die Giraffen meist knapp die Nase vorn, Bufords Dreier zum 86:88 setzte die Langener unter Druck, doch Carl Arts mit einem Freiwurf und Brian Henderson wenige Sekunden vor der Sirene glichen die Gästeführung zum 89:89 aus.


Dort dauerte es mehr als zwei Minuten, ehe Kyle Jeffers mit zwei Freiwürfen zum 91:89 erfolgreich war. Als Kai Barth per Korbleger und Alonzo Hird nach Assist von Kai Barth 1:35 vor dem Ende der zweiten Verlängerung auf 95:91 erhöhen konnten, war der Sieg zum Greifen nahe. Mit Freiwürfen brachten Johnson und Harbut die Chemnitzer auf 95:93 heran, wobei Kyle Jeffers und Kai Barth jeweils ihr fünftes Foul begangen und durch Carl Arts und Marco Völler ersetzt wurden. Sechzehn Sekunden vor Schluss verloren die Giraffen mit Tobias Grauel ihren ddritten Starter mit fünf Fouls und Harbut brachte die Gäste mit zwei weiteren Freiwürfen 95:96 in Front. Der eingewechselte Roland Wiertel verlor den Ball, Foul von Brian Henderson und Johnson traf einen Freiwurf zum 95:97. Diesmal nutzten die Giraffen den letzten Ballbesitz und nach Assist von Brian Henderson s chickte Alonzo Hird beide Mannschaften in die dritte Verlängerung.


Brandon Chappels Dreier zum 104:105 konnte Gary Johnson im Gegenzug ebenfalls per Dreier, ehe Marco Völler bei 19 Sekunden Restspielzeit trotz Foul von Dima Rastatter per Dunking auf 106:108 verkürzte.. Den Fehlwurf von der Freiwurflinie angelte sich Alonzo Hird und glich zum dritten Mal zum 108:108 aus.


Fabian Villmeter brachte nun Joscha Domdey ins Spiel, der in seinem ersten Bundesligaspiel einen Freiwurf zum 109:113 traf, nachdem Johnson per Dreier und Tom Lipke fünf Punkte vorgelegt hatte. Die mittlerweile personell stark geschwächten Gastgeber gaben die Partie auch beim Stande von 109:115 durch Rastatter noch nicht verloren, eroberten sich mit ihrer Presse zweimal den Ball und Brian Henderson nutze diese zum 113:115, als noch 1:28 zu spielen waren. Nach zwei erfolgreichen Freiwürfen von Alexander Rosenthal war es wieder Alonzo Hird, der eine Minute vor Schluss zum 115:117 traf und nach einem Fehlwurf von Buford hätte Langens Kapitän Brandon Chappell zum Held werden können, doch sein freier Dreier fand nicht den Weg ins Ziel. Die Giraffen mussten nun per Foul die Uhr stoppen und Johnsons zwei Freiwürfe sorgten für die Vorentscheidung, ehe zwei weitere Freiwürfe des Chemnitzer Spielmachers die Niederlage der Giraffen dann endgültig besiegelte.


Beiden Mannschaften ist ein großes Kompliment für diesen denkwürdigen Abend und die gezeigten Leistungen zu machen. Auch wenn es für die Gäste um nicht mehr allzuviel ging, kämpften sie sportlich fair mit dem gleich unbändigen Einsatz wie die Langener um den Sieg. Am Ende waren es Winzigkeiten, die den Unterschied zwischen dem Sieg für den einen und die Niederlage für den anderen in einer Begegnung ausmachten, die eigentlich gar keinen Verlierer verdient hatte.


Brandon Chappell (13/3, 2 Rebounds, 3 Assists), Kai Barth (16, 4 Assists, 1 Rebound), Joscha Domdey (1), Marco Völler (6, 4 Rebounds), Tobias Grauel (11, 3 Rebounds, 1 Assist), Kyle Jefers (13, 9 Rebounds), Roland Wiertel, Brian Henderson (20/2, 6 Rebounds, 3 Assists), Alonzo Hird (28, 8 Rebounds) und Carl Arts (7/1, 4 Rebounds, 3 Assists)


Showdown in Freiburg


Fünf Spieltage vor Schluss liegen die Giraffen weiterhin zwei Siege hinter dem USC Freiburg zurück, der allerdings im Heimspiel am Sonntag gegen Crailsheim die Chance hat, diesen Vorsprung auszubauen. Nur mit einem Sieg im Breisgau können die Langener die Hoffnung auf den sportlichen Klassenerhalt weiter aufrecht erhalten.