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Die sportliche Benefiz-Gala zugunsten von "Basketball macht Schule"

Im September erst kamen sie alle zusammen: Spieler, Unterstützer, Vertreter der Stadt, Unternehmer und Funktionäre der FRAPORT SKYLINERS holten die Gala nach, die im Frühjahr 2021 coronabedingt abgesagt werden musste.

Am Wochenende war es wieder soweit:

Da hieß es in Turnschuhen im Smoking und Abendkleid ins Palmengartengesellschaftshaus zu gehen, wo „Basketball macht Schule“ – die Benefizgala zugunsten des gleichnamigen Projekts – über die Bühne ging. Allerdings unter anderen Vorzeichen, denn für die Korbleger war es mit dem sportlichen Abstieg ein schweres Jahr Entsprechend betroffen war Gunnar Wöbke, Skyliners-Chef, als er sich an die rund 200 Gäste wendete und von der Chance einer Wildcard sprach, mit der es gelingen könnte, die Klasse zu halten.

Zu den Gästen zählten neben Bürgermeisterin Nargess Eskandari-Grünberg, Sportdezernent Mike Josef, Rüdiger von Rosen und seine Frau Viktoriia noch die ehemalige Chefin des Marketing-Clubs Gabriele Eick, Michael Müller, Mitglied des Vorstands und Arbeitsdirektor der Fraport, die 15 Patenschaften spendete.

Bei Familie Müller steht eine Hochzeit im Römer ins Haus – am 19. Mai, dem Tag nach dem Europa-League-Finale von Eintracht Frankfurt gegen die Glasgow Rangers. Da, so hoffen alle, wird aber die Hölle los sein, weil die Eintracht mit dem Pokal auf dem Balkon stehen wird. Deshalb brauche er, Müller, dringend einen Parkplatz. Für eine weitere Patenschaft …jedenfalls spendete er eine.

Auch unter den Galagästen: Liselotte Marie Linsenhoff, Tochter der Reitsportlegende Ann Kathrin Linsenhoff. Sie schaute mit ihrem Bruder Peer Henrik Rath vorbei und spendete im Nachgang der Gala über die Linsenhoff-Stiftung zwei weitere AGs. „Was gibt es Besseres, als mit Sport Mädchen und Jungen zu unterstützen – das passt sehr gut zur Stiftung meiner Mutter“, sagte die junge Frau, die am Tag zuvor mit ihrem neuen Pferd ihr erstes gemeinsames Turnier absolvierte. „Ich habe es erst seit acht Wochen“, so Liselotte Marie Linsenhoff, die sich zurzeit einen Traum erfüllt und seit einem Jahr in Paris an der ESMOD studiert. „Es ist super, weil ich dort weiterhin reiten kann“, freut sie sich.

Frankfurt verbunden war Gunnar Wöbke. Seit 1999 hat er so manche enge Situation erlebt mit dem Verein, ist aber noch nie abgestiegen. Angetreten seien sie, um Titel zu holen und Nachwuchsarbeit zu leisten. Das mit den Titeln, so Wöbke, sei jüngst nicht so toll gelaufen, aber die Arbeit mit und am Nachwuchs könne sich sehen lassen.

„Das ist unser zweites Standbein“, machte Wöbke klar. „Selbst wenn wir es nicht schaffen, in der Bundesliga zu bleiben: Wir werden die Leistungsnachwuchsarbeit nicht einstellen, weil wir die aufgebauten Strukturen nicht zerstören wollen“, versicherte Wöbke. Nicht weiterzumachen, wäre ein fataler Fehler“, so Wöbke weiter. „Wir hoffen, dass wir mit ,Basketball macht Schule’ auf dem Niveau wie bisher weitermachen können.“

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So sieht’s auch Mike Josef. „Bitte unterstützen Sie die AGs. Es ist unsere Aufgabe, die Kinder, die völlig unvoreingenommen sind, so zu behalten – und genau das macht ,Basketball macht Schule’.“ Das taten die Gäste und spendeten 92 Patenschaften. „Dieses Projekt ist wichtig, weil es um Kinder geht. Und das in einer Zeit, in der es wirtschaftlich nicht einfacher werden wird“, mahnte Josef. „Egal, was kommt, an einem Punkt werde ich nicht sparen, an der Nachwuchsarbeit“, betonte der Politiker, der bekannt gab, dass die Stadt fünf Patenschaften übernehme. Bei der Gelegenheit bot der ehemalige Fußballer eine Kostprobe seiner Sportlichkeit dar, als er beim Auftritt der „Jumping Swans“ der TG Hanau auf die Bühne ging, um zwischen zwei Seilen zu hüpfen.

„Wir in Frankfurt haben gezeigt, was Solidarität und Demokratie bedeuten“, sagte Bürgermeisterin Nargess Eskandari-Grünberg mit Bezug auf die Geflüchteten aus der Ukraine. „Integration und Bewegung, aber auch, die Familien zu erreichen, dazu trägt ,Basketball macht Schule’ einen entscheidenden Teil bei“, lobte sie. „Sport verbindet. Diese Gala setzt ein Zeichen, dass wir Menschlichkeit in unserer Stadt großschreiben“.