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Harald Stein war mit der U16-Nationalmannschaft in Tschechien bei der Europameisterschaft

Deutsche U16-Nationalmannschaft beendet EM auf Platz 8

Das Team von Harald Stein spielt eine starke Vor- und Zwischenrunde bei der EM in Tschechien. Im Viertelfinale zerplatzt jedoch gegen Frankreich der Traum vom ganz großen Wurf.

56:60 hieß es nach einer spannenden Viertelfinal-Partie zwischen Deutschland und Frankreich. Der Traum vom Einzug in das Halbfinale bei der U16-EM in Tschechien war damit für die deutschen Jungen ausgeträumt. Trotz eines sehr ausgeglichenen Spiels und einer sechs Punkte Führung vor dem Schlussviertel, hatte Frankreich am Ende die Nase vorn. Auch die Aufholjagd, die die deutsche U16-Nationalmannschaft zwischenzeitlich bis auf zwei Punkte an die Franzosen heranbrachte, konnte die Niederlage nicht mehr verhindern. "Wir lagen die ganze Zeit vorn in der Partie, haben in der Schlussphase aber viel Pech gehabt. Das ist eine Erfahrung, die meine Jungen auch einmal machen mussten, dass man ein solches Spiel noch verliert.“, bilanzierte Bundestrainer Harald Stein nach der packende Partie gegenüber dem DBB.

Trotz des unglücklichen Ausscheidens im Viertelfinale kann die deutsche U16 erhobenen Hauptes vom Parkett gehen. Vor allem in der Vorrunde wussten die Jungen zu überzeugen. Im hart umkämpften Auftaktspiel gegen Russland behielt die deutsche Auswahlmannschaft mit einem letztlich verdienten 71:67 die Oberhand und machte bereits einen Tag später mit einem deutlichen Erfolg über Montenegro die Zwischenrunde klar. Auch im letzten Vorrundenspiel setzte der deutsche Nachwuchs seine Siegesserie fort. Mit einem 74:68 Erfolg über Serbien schafften sich die Junioren perfekten Voraussetzungen und konnten zwei Siege mit in die anstehende Zwischenrunde nehmen.

Auch in dieser schienen die DBB-Junioren zunächst nicht zu stoppen zu sein. Vor den Augen zahlreicher Fans setzte sich Deutschland in einer umkämpften und zähen Partie gegen Griechenland am Ende mit 55:49 durch und konnte ihrer Siegesserie einen weiteren Erfolg hinzufügen. Diese endete allerdings einen Tag später beim Aufeinandertreffen mit Spanien. Die Iberer zeigten keineswegs eine überragenden Partie, waren aber letztendlich die konsequentere Mannschaft.

Auch Bundestrainer Stein wusste sofort woran es gehakt hatte: "Wir haben sehr gut verteidigt und die Spanier auf 28 Prozent Wurfquote gehalten. Aber wir hatten durch unsere 30 Ballverluste auch 25 Würfe weniger als der Gegner, da kann man so ein Spiel nicht gewinnen.“

Etwas Positives konnten die Jungen trotz Niederlage dennoch mitnehmen. Denn im Parallelspiel der Gruppe besiegte der Gastgeber Tschechien die russische Auswahl, was für die DBB-Junioren den Einzug ins Viertelfinale bedeutete. Im letzten Spiel der Zwischenrunde wurde den deutschen Jungen noch einmal alles abverlangt. Gegen die Tschechen fanden sie auf Dauer kein Mittel gegen deren offensive Spielweise und so lag Deutschland zwischenzeitlich mit 16 Punkten in Rückstand.

Auch dank David Taylor vom BBC Bayreuth, der mit seinen insgesamt 17 Punkten überragender Akteur auf dem Parkett war, starteten die deutschen Junioren noch einmal eine tolle Aufholjagd, die am Ende aber nicht belohnt wurde. Die deutsche Auswahl musste sich letztlich den Gastgebern mit  72:78 geschlagen geben. "Die Partie hatte ein sehr hohes Niveau, allerdings hat uns am Ende das Quäntchen Glück gefehlt.“, so Stein nach der knappen Niederlage seiner Jungs.

Anschließend folgte bekannterweise die Viertelfinal-Niederlage gegen Frankreich und somit blieben nur noch die Spiele um Platz fünf bis acht für die deutsche U16. Nächster Gegner für das Team von Harald Stein war nun Lettland, die ebenfalls eine knappe Viertelfinal-Pleite zu verkraften hatten. Die deutsche Auswahl konnte aber nun nicht mehr an die starken Leistungen aus der Vor- und Zwischenrunde anknüpfen und unterlag sowohl den Letten, als auch im Spiel um Platz sieben den Türken.

Dennoch beendeten die U16-Junioren das Turnier in Tschechien mit einem tollen achten Platz. Dementsprechend positiv fiel auch das Fazit des Bundestrainers aus wie er gegenüber dem DBB äußerte: "Das Turnier hier war extrem ausgeglichen und wir waren mittendrin. Wenn man sieht, dass beispielsweise die Tschechen heute im Finale spielen, sieht man, wie eng die Teams beieinander sind. Ich bin sehr zufrieden mit meiner Mannschaft; wir haben eine tolle Vorrunde gespielt, in der Zwischenrunde und auch im Viertelfinale hatten wir das Momentum nicht immer auf unserer Seite.“

Den EM-Titel sicherte sich derweil die Mannschaft aus Kroatien. Vor 5500 Zuschauern in der CEZ Arena in Pardubice bezwang das Team von Cheftrainer Ante Nazor die Gastgeber aus Tschechien mit 67:57 und gewann damit die zweite Goldmedaille innerhalb von nur zwei Jahren. Auch der MVP des Turniers kommt aus Kroatien. Nicht zuletzt dank seines double-doubel in der Finalbegegnung sicherte sich Mario Hezonja den Titel des besten Turnierspielers.