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Letztes Spiel: 82:90 Sa 07.03. in Gießen Bericht

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Der FRAPORT SKYLINERS Office-Blog - Teil 7

Keine Spiele? Keine Spieler? Kein Basketball? Dafür jede Menge Videokonferenzen und auf einmal viel zu viel Zeit am Wochenende. Was machen die Mitarbeiter des FRAPORT SKYLINERS Office in diesen Tagen? In unserem Office-Blog wollen wir euch regelmäßig auf dem Laufenden halten, unsere Mitarbeiter vorstellen und den ein oder anderen Tipp geben, wie man die Zeit sinnvoll verbringen kann. Schaut immer wieder mal vorbei, schreibt uns eine Mail und lasst uns miteinander in Dialog treten. Heute mit Jonas.

Liebe Basketball-Familie,

mein Name ist Jonas Thiele, ich bin seit knapp 17 Jahren Teil der FRAPORT SKYLINERS-Familie und aktuell als Leiter Personal und Organisation für unterschiedliche Themen der SKYLINERS GmbH und des e.V. verantwortlich. Meine lange Reise mit dem Club hat pünktlich zum Start der Meistersaison im Jahr 2003 mit einem Praktikum in der Medienabteilung begonnen. Direkt im Anschluss habe ich parallel zu meinem Sportwissenschaft-Studium nebenberuflich in der Ticketabteilung federführend das Gruppen-Ticketing betreut und unterschiedliche Veranstaltungen organisiert. Nach Abschluss meines Studiums bin ich in Vollzeit eingestiegen und habe ab 2009 für sechs Jahre unseren gemeinnützigen e.V. geleitet und damals in einer sehr spannenden Phase mit aufgebaut.

Seit fast fünf Jahren bin ich nun hauptamtlich in der GmbH und parallel stellvertretender Vorstand des FRAPORT SKYLINERS e.V.. Ich bin verantwortlich für klassische Personalthemen rund um unsere Mitarbeiter der Geschäftsstelle und unser Profi-Team, für das Bewerbermanagement, die Betreuung unserer dualen Studenten und Azubis und vieles mehr. Bei einigen Themen fungiere ich als Schnittstelle des Profi-Teams zum Office und kümmere mich um zahlreiche Orga-Themen rund um Club, Office, Team, Facilities, die easyCredit BBL, uvm.

In den 17 Jahren wurde es nie langweilig und es gab eigentlich keinen Tag, an dem ich nicht gerne zur Arbeit gegangen bin. Der Club und die Kollegen sind so etwas wie meine zweite Familie geworden und der Job macht nach den vielen Jahren immer noch großen Spaß, mit allen Eigenheiten und Besonderheiten der Branche und allen unvorhersehbaren Herausforderungen, die tagtäglich auf einen zukommen.

Auch wenn ich in den vielen bunten Jahren schon viel erlebt habe, ist die aktuelle Situation etwas Besonderes und Außergewöhnliches. In kürzester Zeit hat nicht nur – wie unser Headcoach Sebastian passend gesagt hat – unser Basketballleben eine Vollbremsung erlebt, sondern große Bereiche des Lebens zahlloser Menschen in der ganzen Welt. Vieles steht derzeit still, der Alltag wird durch übergeordnete Vorgaben reglementiert und eingeschränkt und Sozialkontakte müssen reduziert werden. Während auf der einen Seite eine große Ungewissheit herrscht, die bei vielen Menschen mit Unsicherheit und Ängsten verbunden ist, entstehen auf der anderen Seite nach meinem Empfinden aber auch positive Dinge aus dieser Krise heraus.

Obwohl die Menschen dazu angehalten sind, soziale Kontakte einzudämmen und ihr Verhalten insgesamt drastisch zu ändern und einzuschränken, scheinen andererseits ein Umdenken und Verhaltensänderungen stattzufinden. Trotz räumlicher Distanz zwischen den Menschen wachsen andererseits Dinge zusammen, es entstehen neue Solidargemeinschaften und Initiativen, über Jahre und Jahrzehnte vernachlässigte Berufsgruppen erhalten Wertschätzung und Anerkennung, die Umwelt kann sich ein wenig erholen, viele Menschen erkennen für sich, was wirklich wichtig ist im Leben und auf einmal sitzen gefühlt so viele Menschen in einem Boot. Nichtsdestotrotz ist die aktuelle Zeit natürlich eine unglaubliche Herausforderung und bringt für viele Menschen neben den gesundheitlichen Risiken und Gefahren massive wirtschaftliche Probleme und Bedrohungen und nicht zuletzt psychische Belastungen mit sich. Die Welt wird sich durch diesen Shutdown nachhaltig verändern und die Auswirkungen werden vermutlich auf unterschiedlichsten Ebenen noch viele Jahre spürbar sein – wie es genau weitergeht, ist nicht abzusehen.

Wir als Club versuchen nun einen guten Weg zu finden, mit der Situation und deren Herausforderungen umzugehen. Wir haben in kürzester Zeit Maßnahmen getroffen, um Kosten runterzufahren und den Club wirtschaftlich im Fahrwasser zu halten. Es macht mich froh und ich bin dankbar zu sehen, wie toll alle Kollegen mit der Situation umgehen, wie alle mitziehen, sofort bereit waren ihren Teil beizutragen und sich auf die neuen Rahmenbedingungen einzustellen. Als Organisation entwickeln wir uns in dieser Phase dennoch weiter, wir haben uns in kürzester Zeit mit Homeoffice-Konstellationen arrangiert und können uns nun insbesondere intensiv mit Digitalisierungs-Prozessen auseinandersetzen, für die wir uns vorher im meistens turbulenten Tagesgeschäft wenig Zeit genommen haben. Im Stillstand des eigentlichen Tagesgeschäfts und dem Aussetzen des Spiel- & Trainingsbetriebs sowie unserer Veranstaltungen wie der Benefiz-Gala und dem Company Cup entwickeln sich nun andere Bereiche weiter. Die persönlichen Kontakte und der regelmäßige direkte Austausch mit den Kollegen fehlen natürlich schon und auf Dauer sind ausschließlich Videokonferenzen und Online-Meetings sicher nicht optimal, aber aktuell sehr hilfreich und das gesamte Team geht super mit der Situation um und macht das Beste daraus. Gleichzeitig warten wir darauf, wieder unserem Kerngeschäft nachgehen und endlich wieder Basketball spielen, schauen und leben zu können.

Privat ist die Situation für mich auch besonders. Der Wechsel ins Homeoffice hat reibungslos geklappt, zum einen habe ich schon immer auch von zuhause gearbeitet und hatte noch nie eine klare und strikte Trennung zwischen Job und Privatleben. Für mich fällt derzeit täglich mindestens eine Stunde Fahrtzeit weg, die ich natürlich super anders nutzen kann. Schön ist außerdem, dass ich aktuell regelmäßig mit meiner Frau und meiner dreijährigen Tochter zu Mittag essen, am Nachmittag und an den Wochenenden die Natur und die Sonne genießen und private Dinge etwas flexibler regeln kann. Gefühle der Langeweile oder Isolation, die andere derzeit empfinden, sind in meinem Leben nicht zu spüren - im Gegenteil ist trotz allem immer etwas los und viel zu tun. Sehr ungewohnt ist, in dieser Phase des Jahres so viele freie Wochenenden zu haben - das kenne ich in der Form nicht, da mein Leben seit über 30 Jahren intensiv von unterschiedlichen Basketball-Spielplänen mitbestimmt wird.

Wir sind privat noch in der besonderen Situation, dass demnächst die Geburt unserer zweiten Tochter bevorsteht, was in der aktuellen Phase natürlich besonders spannend ist. Niemand weiß, wie die Regeln und Auflagen bis dahin aussehen und es ist nicht planbar, wie alles genau laufen kann. Privat und beruflich befinden wir uns aktuell auf jeden Fall in einer Ausnahmesituation auf unterschiedlichsten Ebenen, an die wir alle uns vermutlich noch lange erinnern werden, wohin auch immer die Reise jetzt geht.

Hoffen wir einfach darauf und glauben fest daran, dass sich die Dinge positiv entwickeln und dass wir zeitnah ein Stück zu einer neuen Normalität kommen können, in die wir positive Learnings aus der jetzigen Zeit mitnehmen und einfließen lassen. Ich bin mir sicher, dass wir viele Dinge in Zukunft nochmal anders wertschätzen werden, aber auch Probleme von früher lockerer und entspannter sehen können, wenn diese Krise hoffentlich bald überstanden ist. Schauen wir positiv nach vorne und freuen uns darauf.

Euch allen alles Gute und bleibt gesund.

Euer Jonas