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"Das Spiel ist nicht vorbei, bevor die Sirene ertönt"

(Samstag 31. Januar 2009 von Tobias Kazda)

Konrad, Du hattest Anlaufschwierigkeiten bei den DEUTSCHE BANK SKYLIERS. Woran lag das?

 

Konrad Wysocki: Es war einfach eine ernorme Umstellung für mich. In Frankfurt spielen wir auf einem ganz anderem Niveau als in Ulm. Wir haben schon in Freundschaftsspielen gegen hochklassige europäische Clubs gespielt. Außerdem habe ich mich schwer getan, meine Rolle in der Mannschaft zu finden. Es war außerdem noch die Umstellung von Ulm in eine Großstadt wie Frankfurt. Ich musste auch eine neue Wohnung finden, dass war alles nicht so leicht.

 

Was erwartest Du vom TOP FOUR Turnier?

 

Ich erwarte natürlich, dass wir das Turnier gewinnen. Natürlich haben wir mit Berlin einen extrem schweren Gegner für das Halbfinale zugelost bekommen. Aber ich glaube, dass jede Mannschaft in diesem Turnier extrem schwer zu schlagen sein wird. Wir haben es natürlich schon in der ersten Runde mit dem größten Favorit zu tun.

 

Was habt ihr Deiner Meinung nach im Spiel gegen Bonn falsch gemacht und was kann man verbessern?

 

Ich fand, dass beide Mannschaften sehr gut gespielt haben. Es war ein sehr gutes und ansehnliches Spiel. Beide Mannschaften hatten ihre starken und schwachen Phasen. Wenn eine Mannschaft einen 10:0 Run hat, dann fühlt sie sich danach einfach gut. Wir hätten also die Runs der Bonner unterbinden müssen. Sonst kann man nur noch kleine Sachen verbessern, wie zum Beispiel die Defense gegen die kleinen Guards.

 

Hast Du am Ende noch daran geglaubt, dass Ihr es noch bis in die Verlängerung schafft? 

 

Natürlich. Ich habe schon so viele Spiele erlebt, die in den letzten Sekunden entschieden wurden. Und solang die Schlusssirene nicht ertönt, ist das Spiel noch nicht vorbei.

 

Wolltest Du in Deiner Jugend sofort Basketball spielen oder lieber eine andere Sportart wie zum Beispiel Fußball betreiben?

 

Nein, ich habe schon mit ganz jungen Jahren mit dem Basketball angefangen. Mein Vater hat ja auch Basketball gespielt und ich fand es einfach toll, mit in der Halle zu sein. Ich bin mit dem Basketball aufgewachsen und da blieb nicht viel Zeit für andere Sportarten. Natürlich habe ich in meiner Freizeit auch Fußball gespielt, aber nie vereinsmäßig.

 

Wie bist Du auf dem College zu Deinem Fach Architektur gekommen?

 

Als kleiner Junge habe ich immer viel mit Lego gespielt und fand bauen immer ganz toll. Zeichnen konnte ich auch ganz passabel. Aber was ausschlaggebend war, war ein dreimonatiges Praktikum in den USA, das ich bei einem Architekten machte. Der Architekt hat mich an die Hand genommen und überall hingeschleppt. Da fiel für mich die Entscheidung, dass ich auf dem College unbedingt Architektur studieren wollte. Die ersten Kurse waren einfach ein Traum. Wir durften Häuser und die Subway in New York  gestalten. Es war toll.

 

Wie bist Du zu Deinem Spitznamen "The Energizer" gekommen?

 

Ich habe den Spitznamen in Ulm bekommen. Ich bin jemand, der ab und zu mal brüllt. Ich spiele immer mit sehr vielen Emotionen. Das kann das Publikum und das Team mitziehen und neue Kraft geben.

 

Was magst Du an Frankfurt, was magst Du nicht?

 

Ich habe mir eigentlich nie vorstellen können, in einer Großstadt zu leben. Aber jetzt finde ich es toll. Man hat große Geschäfte und man ist hier in Frankfurt auch sehr zentral in Deutschland, so dass die Reisen zu Auswärtsspielen verkürzt werden. In Ulm musste ich zum Beispiel 12 Stunden nach Bremerhaven fahren. Das war nicht sehr schön.

 

Was machst Du in deiner Freizeit?

 

In der Freizeit heißt es eigentlich nur Beine hochlegen und entspannen. Die meiste Zeit des Tages bin ich ja auch in der Sporthalle oder auf Terminen, da bleibt nicht mehr viel Zeit für andere Sachen. Aber ich führe eine Liste, was ich alles später nachholen will und sie wird von Tag zu Tag länger (lacht).

 

Was ist Dein Lieblings NBA-Club?

 

Ich beschäftige mich eigentlich überhaupt mit der NBA, das habe ich gemacht , als ich so 14 oder 15 war. Aber jetzt könnte ich dir nicht einmal sagen, wer in welcher Mannschaft spielt.

 

Mit wem würdest Du mal gerne zusammen in einer Mannschaft spielen?

 

Ich glaube, ich nehme es einfach so wie es kommt. Es gibt natürlich Spieler, die einem das Spielen extrem einfach machen wie zum Beispiel im Sommer mit Dirk (Nowitzki), der dann drei oder vier Gegenspieler auf sich zieht. Wenn man einen Teamkameraden hat, der dann auch noch einen Blick für den Mitspieler besitzt, ist das super.

 

Vielen Dank für das Interview!