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Letztes Spiel: 82:90 Sa 07.03. in Gießen Bericht

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#ClasSix - Dramatischer Heimsieg gegen Braunschweig

In unserer ClasSix-Reihe blicken wir auf sechs Spiele unserer Club-Historie zurück und kommentieren die Spiele neu. Durch die Partie gegen Braunschweig führen Headcoach Sebastian Gleim und Pressesprecher Thomas Nawrath. So viel sei verraten: Es lohnt sich einen Beruhigungstee beim Schauen des Spieles parat zu haben! Neben dem Video gibt es zudem unten noch den vollständigen Spielbericht aus der Saison 2011/12. Wer sich die Spannung nicht verderben will, sollte als vorsichtig herunterscrollen...

*SPOILERWARNUNG*


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81-80 (n.V.) – „Wegen solchen Spielen lieben wir alle Basketball!“

Es ist ein unfassbares Spiel, bei dem am Ende vielen die beschreibenden Worte fehlen. In der vor Emotionen und Jubelstürmen berstenden Fraport Arena wären diese Worte ohnehin nicht zu hören. Mit einem 20:1 Lauf im dritten Viertel scheinen die FRAPORT SKYLINERS das Spiel bereits vorzeitig für sich entschieden zu haben. Doch Braunschweig...

Die Zusammenfassung des Spiels bei Youtube - http://www.youtube.com/watch?v=qyTSeEjR3xg


...kämpft sich mit starker Verteidigung und guten Würfen wieder zurück. Im vierten Viertel gelingen den Gästen 31 Punkte zum Ausgleich nach dem Ende der regulären Spielzeit. In der Verlängerung beweisen Jimmy McKinney für Frankfurt und Dennis Schröder für die Gäste unglaubliche Nervenstärke. Mit einem Tipp-In nach einem vergebenen Freiwurf beim Stand von 79:80 und noch zwei Sekunden zu spielen, sichert Jimmy McKinney den 13. Sieg in einem regulären Saisonspiel in Folge gegen eine Braunschweiger Mannschaft.

Key Facts

  • Die besten Spieler der FRAPORT SKYLINERS: Jimmy McKinney (13 Pkt, darunter der Siegtreffer), Tim Ohlbrecht (15 Pkt, 11 Reb), Quantez Robertson (9 Pkt, 11 Reb)
  • Die Viertel in der Übersicht: 18:17 – 20:13 – 23:11 – 11:31 – 9:8
  • Zuschauer: 4950 

 

Stimmen zum Spiel

Muli Katzurin (FRAPORT SKYLINERS): „Ich denke das war ein gutes Spiel von beiden Mannschaften. Ich möchte diese Partie gerne in drei Teilen widergeben. Der erste Abschnitt ist das dritte Viertel in dem wir auf 20 Punkte davonziehen konnten. Wir haben sehr gut verteidigt, viel Einsatz gezeigt und gute Entscheidungen getroffen. Der zweite Teil beginnt damit, dass Braunschweig zu pressen beginnt, wir die Ruhe verlieren und sie 31 Punkte im vierten Viertel erzielen. Teil Drei ist die Verlängerung. Jeder war ausgepowert und das Glück war auf unserer Seite. Dieses Spiel hätten beide Mannschaften gewinnen können. Wir haben die ganze Woche fast nur Verteidigung trainiert und es war genau diese Verteidigung, die uns die 20-Punkte Führung ermöglicht hat. Gleichzeitig hat sie uns so viel Kraft gekostet, dass Braunschweig zurückkommen konnte. Man muss Coach und Braunschweig zu ihrem Comeback gratulieren. Am Ende des Tages war es ein großartiges Spiel, genau wegen dieser Art von Spiele lieben wir alle Basketball.“

Sebastian Machowski (Braunschweig):
„Glückwunsch an Frankfurt. Wir hatten den Sieg in der Hand, haben es aber in den letzten fünf Sekunden nicht geschafft den siegbringenden Punkt zu erzielen. Der letzte Wurf von Dennis war kein leichter. Wir haben das Spiel aber nicht wegen dieser Aktion verloren, sondern schon im dritten Viertel als Frankfurt weggezogen ist. Die Energieleistung meiner Mannschaft beim zurückkämpfen war phänomenal. Es war jetzt die zweite Niederlage in Verlängerung in Folge für uns, aber daraus kann man der Mannschaft keinen Vorwurf machen, sondern vielmehr ein Kompliment.“

Spielverlauf nach Vierteln

Die Fraport Arena begrüßt ihre Erste Fünf: Michael Thompson, Jimmy McKinney, Quantez Robertson, Jacob Burtschi und Tim Ohlbrecht mit lautstarkem Applaus. Während Braunschweig ihre ersten Angriffe aus dem Blocken und Abrollen über Kyle Visser abschließt, sind es bei den FRAPORT SKYLINERS Michael Thompson und Jimmy McKinney die mit weiten Würfen für Frankfurter Punkte sorgen – 7:4 (3. Minute). Nach den Distanzwürfen zu Beginn, ist es in der Folge Tim Ohlbrecht in unmittelbarer Korbnähe, der die Führung von 11:8 (6.) herstellt. Die erste Braunschweiger Auszeit gibt es nach einem Dreier von Jimmy McKinney zum Zwischenstand von 18:12 (8.). Kollektives Luftanhalten bei den 4950 Zuschauern in der 9. Minute, denn Jimmy McKinney steigt zum spektakulären Dunkingversuch hoch. Doch Kyle Visser mit gutem Stellungspiel und so landen beide unsanft auf dem Parkett der Fraport Arena, stehen aber sofort wieder auf und spielen weiter. Bis zum Viertelende haben sich die Gäste bis auf 18:17 wieder herangekämpft.

Mit einem guten Start ins zweite Viertel kann der Abstand wieder vergrößert werden und auch die Verteidigung zeigt clevere Aktion, wie ein gezogenes Offensivfoul von Jacob Burtschi – 25:17 (12.). Angetrieben von einem wie aufgedreht spielenden, springenden und reboundenden Quantez Robertson spielen die FRAPORT SKYLINERS in dieser Phase eine druckvolle Ganzfeldverteidigung und stellen die erste zweistellige Führung von 27:17 (14.) her. Da die Würfe auf Frankfurter Seite fallen, kann die Führung Stück für Stück ausgebaut werden. Beim Stand von 32:18 (16.) möchte Sebastian Machowski mit einer Auszeit die Wurfflaute seines Teams stoppen und neue Impulse setzen. Da den Braunschweigern im Anschluss einige Distanzwürfe gelingen, stoppt nun Muli Katzurin seinerseits das Spiel mit einer Auszeit – 32:24 (18.). Beide Teams nun mit guten Aktionen, ein Alley-Oop hier, ein Monsterblock dort, machen das Spiel sehr unterhaltsam. Halbzeitstand: 38:30.

Braunschweig kommt gut aus der Halbzeitpause und verkürzt mit einem Dreier auf 38:34 (21.). Einige leichte Ballverluste auf Frankfurter Seite ermöglichen es den Gästen den Rückstand weiter zu verkürzen. Bis auf einen Punkt kommen die Gäste heran, bevor Tim Ohlbrecht mit einem Tipp-In wieder Punkte auf das Frankfurter Konto einfährt und die Fanseele minimal entspannen lässt – 43:40 (27.). Regelrecht befreiend wirkt der anschließende Korbleger von Michael Thompson inklusive Bonusfreiwurf. Quantez Robertson ist es, der bei einem beherzten Schnellangriff seine volle Athletik ausspielt und die Führung wieder auf zehn Punkte ausbaut – 50:40 (28.). Braunschweig zeigt sich beeindruckt, trifft die Würfe nicht und so können die FRAPORT SKYLINERS sich nach bärenstarkem 20:1 Lauf bis zum Viertelende bis auf 61:41 absetzen.

Gutes Zeitmanagement ist eine Tugend, die nicht nur im Bürostress hilft, sondern auch Basketballspiele gewinnen kann. Über geduldiges Passspiel, viel Zug zum Korb und Einsatz in der Verteidigung gehen die FRAPORT SKYLINERS dieser Tugend zu Beginn des Schlussviertels nach. Ganz anders das Braunschweiger Team, das nun versucht über möglichst schnelle Abschlüsse und Distanzwürfe das Spiel wieder eng zu machen. Nach einem 5:0 Lauf der Gäste nimmt Muli Katzurin die Auszeit, um keinen größeren Konter zu erlauben. Braunschweig nun mit einer starken Phase und einer starken Aufholjagd. Ein Dreier von Robert Kulawick zum 65:55 sorgt für ein flaues Gefühl in der Magengegend der Frankfurter Fans. Und beim Stand von 68:62 (39.) spürt jeder in der Fraport Arena das berühmte Kribbeln. In der Schlussminute hält es keinen mehr auf seiner Sitzschale. Immer näher kommt Braunschweig heran und nach einem Ballverlust beim Einwurf steht es nur noch 69:68 bei 38 Sekunden auf der Spieluhr. Braunschweig erhöht den Druck, doch Michael Thompson kann mit einem Freiwurf auf 72:70 (9,1 Sek) erhöhen, bevor Dennis Schröder mit dem starken Zug zum Korb erfolgreich ist, doch der Bonusfreiwurf zum Gästesieg geht daneben: Verlängerung – 72:72.

Der nervenstarke Jimmy McKinney erzielt die ersten Punkte der Extraspielzeit und die Stimmung in der Fraport Arena ist am kochen. Jede gute Szene wird frenetisch gefeiert. Ein Dreier von Michael Umeh nach Freiwürfen von Jimmy McKinney gleicht das Spiel erneut aus – 76:76. McKinney ist in der Verlängerung der absolute „Go-to-Guy“ und trifft erneut zweimal von der Linie. 40 Sekunden vor Schluss übernimmt Braunschweig die Führung - 78:80 (45.). 7,1 Sekunden bleiben den FRAPORT SKYLINERS um das Spiel noch mal zu drehen oder auszugleichen. Die Gäste foulen früh und schicken Marius Nolte an die Linie – der erste Wurf sitzt (79:80) – der zweite nicht, doch Jimmy McKinney kriegt irgendwie den Fingernagel an den Ball und tippt ihn rein. Führungswechsel – 81:80 (5,6 Sekunden). Der unglaublich abgezockte Dennis Schröder zieht zum Korb, die Welt scheint sich in Zeitlupe zu bewegen. Der Ball tippt zweimal auf den Ring - und fällt dann zugunsten der FRAPORT SKYLINERS vom Ring. Der Rest geht im überbrandenden Jubel der Fans unter…