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Beten für das Comeback

Tyrone Ellis will zum TOP FOUR fit sein

Tyrone Ellis hat sein Comeback vor Augen 19. Dezember 2004, Ballsporthalle, Frankfurt. Die OPEL SKYLINERS spielen gegen die Artland Dragons als Tyrone Ellis unglücklich auf dem Fuß eines Gegenspielers landet und umknickt. Mit schmerzverzerrtem Gesicht humpelt der Euroleague Top Scorer, der bis zu diesem Zeitpunkt eine großartige Saison gespielt hat, vom Feld. Die traurige Diagnose: Mittelfußbruch!

16. April 2005, Volkswagenhalle, Braunschweig. Die OPEL SKYLINERS trainieren für das Spiel gegen BS|Energy Braunschweig als Chris Williams von einem 1.94 m großen schwarzen Schatten per Cross-Over-Move schwindlig gedribbelt wird. "Hey, Ty ist zurück", bringt Williams noch über die Lippen, während sein Freund aus Texas mit krachendem Dunking abschließt.

Tyrone Ellis schildert die Szene mit spitzbübischem Grinsen. Es ist wahr: die viermonatige Reha-Qual hat sich bezahlt gemacht. Ellis steht vor seinem Comeback. "Mein Fuß fühlt sich gut an. Ich kann wieder dunken und Sprung- würfe sind auch kein Problem." Nach der schwersten Verletzung seiner Laufbahn brennt der Shooting Guard auf seinen ersten Einsatz. Doch er will nicht zu früh zu viel riskieren. Der 27-jährige Vater einer Tochter hat aus der Vorsaison gelernt.

Trotz angebrochener Mittelhand spielte Ellis die Play-offs zu Ende. Die Meisterschaft versüßte zwar die anhaltenden Schmerzen. Die Folgen der Verletzung plagten den Dreier-Spezialisten aber noch bis in die Vorbereitung der laufenden Saison. "Ich könnte jetzt schon spielen. Aber ich wäre nicht der alte Tyrone und keine große Hilfe für das Team. Kavossy Franklin ist für uns momentan wertvoller", sagt der Amerikaner, ohne sich auf die Zunge beißen zu müssen. Zwischen ihm und seinem "Ersatzmann" gibt es keine Neidgefühle. "Wer versucht, einen Keil zwischen uns zu treiben, liegt falsch. Wir mögen uns. Zwischen uns sind die Dinge klar. Der Bessere soll spielen", meint Ellis, bevor er lächelnd anfügt: "Und wenn ich wieder hundertprozentig fit bin, ist doch klar wer spielt, oder?"

Mitte nächster Woche könnte der faire Wettstreit um die Guard Position vollends entfachen - wenn Ellis sein Zwischenziel erreicht und ins Teamtraining einsteigt. "Ich werde nur spielen, wenn ich vorher ein paar harte Trainingseinheiten mit der Mannschaft absolvieren konnte. Sonst hat es keinen Sinn." Bis dahin wird der "geborene Anführer" seine Kameraden weiter als "Edelfan" von der Bank anfeuern - auch wenn ihm das immer schwerer fällt. "Es quält mich, weil ich weiß, dass das Team mich braucht, vor allem in der Defense."

Offensiv sind die OPEL SKYLINERS so stark wie nie. Headcoach Murat Didin brachte das Bosporus-Feuer mit an den Main. 84,3 Punkte erzielen die Frankfurter pro Spiel - Platz 1 in der Liga! Nur in der "Goree-Saison" 2001 waren es mehr (89,0). Doch der Run & Gun Basketball hat seinen Preis. 77,1 Punkte kassieren die Hessen im Schnitt. In zehn Begegnungen konnten sie den Gegner unter der magischen 70 Punkte Marke halten - in der Meistersaison waren es stolze 21!

Ein "Manstopper" wie Tyrone Ellis, an dem sich von Rencher bis Jordan die Top-Guards der Liga festrannten, würde der schwächelnden Frankfurter Verteidigung gut tun. Ellis: "Ich habe einen Traum. Beim TOP FOUR will ich wieder für die OPEL SKYLINERS spielen und alles geben, um den Pokal zu gewinnen. Dafür bete und arbeite ich jeden Tag."