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Garai und die Basketball-Gruppe aus Usingen

Basketball gegen die Lethargie

Im Rahmen des Integrationsprogramms "Basketball ohne Grenzen", welches die FRAPORT SKYLINERS gemeinsam mit LOTTO Hessen koordinieren, besuchte Garai Zeeb von den FRAPORT SKYLINERS das Training einer Flüchtlings-AG mit integrativem Hintergrund in Usingen.

Ein Dutzend Menschen unterschiedlichen Alters hetzen ausgelassen über das Parkett und scheinen es offensichtlich zu genießen, die Sorgen des Alltags wenigstens für ein paar Stunden vergessen zu können. Trotz unterschiedlicher Nationalitäten – die begeisterten Basketballer kommen aus Albanien, Eritrea, Somalia sowie drei junge Deutsche– scheint die Kommunikation untereinander kein Problem zu sein.

Schon im vergangenen Januar stellte das Gymnasium Usingen der Flüchtlings-AG die schuleigene Sporthalle zur Verfügung, in der nun regelmäßig Basketball gespielt wird. Gegründet wurde die Initiative von Hanne Ludwig, die die positive Wirkung der Sportart Basketball früh erkannt hat. Die mittlerweile pensionierte Lehrerin versuchte sich letzten Winter selbst erstmals auf dem Freiplatz, als sie zufällig die in Not geratenen Flüchtlinge kennen lernte. An diesem Tag war die Idee der Initiative geboren und Hanne Ludwig fördert seitdem auf ehrenamtlicher Basis die Freude und Ausgelassenheit am Sport Basketball.

"Die Menschen sind oft lethargisch, schlafen viel. Wenn man sie nicht aktiviert oder fördert, machen sie nichts und sind deswegen demotiviert. Sie möchten doch auch Schule und Bildung genießen", erklärte Ludwig und weist auf eine Problemzone hin, "der Basketball hilft ihnen, die Sorgen wenigstens für eine gewisse Zeit ablegen zu können." Die integrative Bewegung gipfelte Mitte des Jahres in der Teilnahme am "Cup ohne Grenzen 2015" powered bei LOTTO Hessen. Dort traten die Usinger Flüchtlinge gegen fünf andere Teams mit ähnlichem integrativem Hintergrund an. In der Fraport Arena gegen andere Teams spielen zu können, war eine Erfahrung, die viele auch heute noch nicht vergessen haben.

Generell geht die Basketballfamilie Hand in Hand und versucht ihr möglichstes, Menschen mit Problemen so gut es geht zu unterstützen. Im Falle Usingen spendete der deutsche Basketballbund beispielsweise sechs Basketbälle für das gemeinsame Training.

Als Projektpate für "Basketball ohne Grenzen" machte sich Garai Zeeb auf, um dort das Training mitzugestalten und als Identifikationsfigur voranzugehen. Allein die Präsenz eines professionellen Basketballspielers entfaltete eine besondere Wirkung auf die Teilnehmer. Mit leichten Übungseinheiten lockerte der Aufbauspieler mit der Trikotnummer 13, dessen Mutter ursprünglich selbst aus Simbabwe stammt, die Atmosphäre auf und steigerte die Aufmerksamkeit und Energie immer mehr, um sie letztlich in einem finalen Trainingsspiel wieder entladen zu lassen. Bei Körben wurde gejubelt, bei guten Aktionen sich gegenseitig abgeklatscht – die Teilnehmer und Garai hatten sichtlich Spaß.

Der 18-Jährige Neuzugang der FRAPORT SKYLINERS ist sich seiner Vorbildfunktion voll bewusst und sichtlich stolz darauf: "Es war ein richtig tolles Erlebnis. Mit jungen, wie auch älteren Menschen auf dem Platz alleine durch Basketball zu kommunizieren. Dass wir uns verbal kaum verständigen konnten, war kein Problem. Ich würde so etwas gerne wiederholen, da ich gemerkt habe, dass ich damit anderen Menschen eine große Freude bereiten kann. Das ist ein schönes Gefühl."

Der Besuch des Aufbauspielers der FRAPORT SKYLINERS soll aber nicht das letzte Highlight gewesen sein: Neben Besuchen der Bundesliga-Heimspiele ist die Usinger Flüchtlings-AGc derzeit noch auf der Suche nach einem Übungsleiter und auch ein Freundschaftsspiel mit der Gallus-Schule aus Grünberg befindet sich in Planung. Fakt ist in jedem Fall schon eines: Die Sportart Basketball wird nach wie vor Menschen helfen und kulturelle Barrieren durchbrechen können – auch dank solch ehrenamtlicher Initiativen wie sie es in Usingen gibt.