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Auch USC Freiburg kann TV Langen nicht stoppen

(Sonntag, 19. Februar 2006 - Pressemitteilung TV Langen)


USC Freiburg - TV Langen 89:95 (28:27, 19:23; 16:25, 26:20)


Der Endstand von 95:89 deutet eher auf einen knappen Spielverlauf hin, doch ausgeglichen war die Partie nur bis zur Pause. Eine Halbzeit lang konnte der Gastgeber dank einer excellenten Dreierquote - 7 von 11 Distanzwürfen fanden bis dahin ihr Ziel - und gekonnter Einzelaktionen von John Thomas (18 Punkte im ersten Durchgang) dem starken Teamplay der Giraffen standhalten.


Im ersten Viertel (28:27 für den Gastgeber) glänzten beide Teams mit erfolgreichem Offensivbasketball, was die Zuschauer sicher erfreute, den beiden Coaches aber weniger gefiel. Leicht absetzen konnten sich die Giraffen erstmals Mitte des zweiten Viertels, als der starke Mirko Damjanovic, Sebastian Barth mit einem erfolgreichen Dreipunktespiel und Tzortze Antoniadis aus einem 32:30-Rückstand eine 32:38-Führung machen konnten. Douloudis und Thomas brachten das Team von USC-Trainer Voitko jedoch bis zur Pause wieder auf 47:50 heran.


Die Langener Führung hätte bis dahin aber schon deutlicher ausfallen müssen, wenn nicht Sebastian Adeberg, Philpp Schneider, Sebastian Barth und Tzortze Antoniadis jeweils einen unbedrängten Layup vergeben hätten. Auch von der Freiwurflinie zeigten sich die Gäste mit nur 10 von 18 wie schon in Heidelberg nicht sehr nervenstark. Dafür war Spielmacher Ty Harrelson bis zur Pause mit 6 Punkte, 7 Rebounds und 5 Assists auf dem besten Weg zu einem "Tripple Double". Mirko Damjanovic, dem unmittelbar nach seiner Einwechselung ein erfolgreicher Dreier gelang, blieb bis zur Pause ohne Fehlvbersuch (5 von 5) und Dominik Bahiense de Mello zeigte sich gegenüber der Vorwoche deutlich verbessert, setzte mehr auf Teamplay und kam am Ende auf 19 Punkte bei einer 50%igen Trefferquote. So lobte Coach Frankie Ignjatovic zur Pause auch sein Team für die Offensivleistung, mahnte aber gleichzeitig an, mehr Druck auf die Freiburger Schützen auszuüben und in den 1-1 Situationen dem jeweiligen Verteidiger von John Thomas mehr Hilfe zu geben.


Dies sollte im zweiten Durchgang auch schnell Wirkung zeigen. Thomas war fortan bei Tzortze Antoniadis und Sebastian Adeberg in besten Händen und konnte seinen 18 Punkten keinen einzigen mehr hinzufügen, während Douloudis und Menck im dritten Abschnitt noch jeweils einmal erfolgreich aus der Distanz trafen. Wenn Langen schnell den Ball bewegte, war es leicht, die Freiburger Abwehr auszuhebeln und acht erfolgreiche Korbwürfe mit Bonuswurf machten deutlich, dass die Freiburger in der Abwehr meist den berühmten Schritt zu langsam waren. So sorgten denn auch Dominik Bahiense de Mello mit zwei Freiwürfen, Sebastian Barth aus der Mitteldistanz und Tzortze Antoniadis mit einem Dreipunktespiel in der 27. Minute auch erstmals für eine zweistellig Führung (67:55), die die Giraffen bis zum Ende des dritten Viertels (75:63) konsequent verteidigten.


Als im letzten Viertel dann Mirko Damjanovic, der an seine früheren Leistungen mehr und mehr anknüpfen kann, und Tzortze Antoniadis mit zwei Dreiern den Vorsprung nach drei Minuten auf 85:69 schraubten, war klar, dass die Giraffen das Feld als Sieger verlassen würden. Ein kurzes Aufbäumen der Freiburger zum 75:85, bei denen Neuzugang und Ex-Skyliner Robin Grey ein zwar kämpferisch starkes Heimdebut gab, aber spielerisch noch keine Akzente setzen konnte, beantworteten die Langener nach einer Auszeit von Coach Frankie Ignjatovic mit einem 9:1-Lauf unwiderruflich zum 94:76. Leider verpasste genau zu diesem Zeitpunkt der überragende Spielmacher Ty Harrelson sein "Tripple Double" als er nach einem Foul von U-20 Nationalspieler Kostas Karamatsos nur einen von drei Freiwürfen verwandeln konnte. Mit 9 Punkte, 13 Rebounds und 12 Assists - mehr als das gesamte Freiburger Team - war er dennoch der beste Spieler auf dem Feld und sich des Beifalls nicht nur seiner Mitspieler, sondern auch des Freiburger Publikums gewiß, als ihn sein Coach eine Minute vor Schluß schließlich vom Feld nahm.


Gegen eine in den beiden letzen Minuten im Gefühl des sicheren Sieges etwas zu sorglose Langener Mannschaft gelang den Freiburgern noch eine Ergebniskorrekur auf 89:95, der Ärger darüber hielt sich angesichts des 10. Sieges im 11. Spiel jedoch in Grenzen. So war denn auch Coach Frankie Ignjatovic angesichts der kompakten Leistung seines Teams zufrieden, das auch diesmal wieder das Fehlen von Bryce Burch und Alex King glänzend kompensieren konnte. Er gab seinen vier U-22 Spielern insgesamt 100 Minuten Spielzeit, die diese zu 42 der 95 Langener Punkten nutzen konnten. Auch Philipp Schneider durfte diesmal für 12 Minuten unter Beweis stellen, dass er auf dem Sprung in die zweite Liga ist. So sind die Langener nun endgültig in der "Jungen Liga" angekommen und beim gemeinsamen Abendessen in einem nahe der Halle gelegenen Restaurant sinnierte der eine oder andere, was in dieser Saison möglich gewesen wäre, wenn zu Beginn die vier unglücklichen verlorenen Spiele gegen Ulm, in Kaiserslautern, Chemnitz und Bayreuth nicht gewesen wären.


Nach der Heimniederlage der Bayreuther gegen Ehingen kletterten die "Giraffen" jedenfalls erstmals auf Platz 5 und diese Platzierung möchten sie in den nächsten Wochen gerne behaupten. Mit Chemnitz und Jena liegen nun allerdings zwei sehr schwere Aufgaben vor den Langenern. Beide Teams liefern sich ein heißes Duell um den zweiten Platz in der Liga hinter den nach wie vor ungeschlagenen Ulmern, so daß der Futterkorb für die Giraffen sehr hoch hängen wird.


Ty Harrelson (9/1 Dreier, 13 Rebounds, 12 Assists), Philipp Schneider (1 Assist), Sebastian Barth (12, 1 Assist), Tzortze Antoniadis (14/1, 3 Rebounds, 1 Assist), Dominik Bahiense de Mello (19/3, 6 Rebounds, 2 Steals), Mirko Damjanovic (24/3, 7 Rebounds), Sebastian Adeberg (11, 5 von 6 Würfen aus dem Feld) und Koray Karaman (6 Punkte, 3 Rebounds).


Bei Freiburg punkteten Douloudis (19), Menck, Thomas (je 18) und Gardner (10) zweistellig.


Reboundverhältnis: 44 zu 36 für Freiburg, Ballverluste Freiburg 16, Langen 9.


Die Freiwurfquote mit 50% für Freiburg und 56% für Langen war nicht unbedingt zweitligareif.