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89:93 – FRAPORT SKYLINERS mit unglaublicher Aufholjagd in Göttingen

Es ist ein wahnsinniger Basketball-Nachmittag den die FRAPORT SKYLINERS bei der BG Göttingen ihren Fans antun. Ohne Rasheed Moore (Prellung der Hand) und Konstantin Konga (Schulter) spielen sie ein solides erstes Viertel, dem aber zwei Viertel folgen, die zum Haare raufen sind – oder zumindest graue Haare wachsen lassen. Doch dann ist es da, das Frankfurter Herz, der Willen, der Einsatz und die richtige Energie. Angetrieben von den überragend aufspielenden Matt Mobley (29 Pkt, 9/9 Freiwürfe, 4/7 Dreier) und Youngster Len Schoormann (14 Pkt, 3/5 Dreier, 4 Reb, 2 Stl) holen die Jungs von Headcoach Sebastian Gleim einen 20-Punkte-Rückstand wieder auf und können am Ende vor Erleichterung und Freude über den umkämpften zweiten Sieg in Folge kaum an sich halten.

Weiter geht es für die FRAPORT SKYLINERS mit dem traditionellen Derby uff hessisch. Am Samstag, den 13. März, empfangen die Frankfurter die hessischen Rivalen aus Gießen in der Fraport Arena. Sprungball ist um 18 Uhr; natürlich live bei MagentaSport.

Das Spiel im Überblick

  • Erste Fünf der FRAPORT SKYLINERS: Quantez Robertson, Matt Mobley, Joe Rahon, Jon Gudmundsson, Michael Kessens
  • Die Viertel: 21:26 – 28:17 – 27:19 – 13:31
  • Len Schoormann trifft Ende des dritten Viertels zwei Dreier in Folge und leitet die 20-Punkte-Aufholjagd ein
  • Matt Mobley trifft den gefoulten Dreier und anschließenden Freiwurf zum Führungswechsel in der 39. Minute

Stimmen zum Spiel

Sebastian Gleim (Headcoach, FRAPORT SKYLINERS): „Wir sind sehr stolz auf den Sieg hier in Göttingen, der sehr hart erkämpft war. Wir haben die richtigen Justierungen im Spiel gemacht. Einige andere Faktoren sind dazukommen. Einmal unsere Intensität in der Verteidigung, die man immer baucht, um ein Spiel in der easyCredit BBL zu gewinnen. Die zweite Sache ist Len Schoormann, der seine Chance sehr gut genutzt und ein überragendes Spiel gemacht hat. Der dritte Punkt ist, dass wir es dann geschafft haben, in ganz einfachen Situationen im Pick-and-Roll den Ball gut zu bewegen. Dadurch kamen wir wieder zurück zu unseren grundsätzlichen Stärken mit Matt Mobley, der gefunden wurde. Ich bin stolz, dass wir nach so einem deutlichen Rückstand noch einmal zurückgekommen sind.“

Roel Moors (Headcoach, BG Göttingen): „Ich bin natürlich sehr enttäuscht. Man kann einfach nicht akzeptieren, was hier heute passiert ist. Wir hatten wieder ein sehr schwaches erstes Viertel und dann ein dramatisches letztes Viertel. Wir lassen 93 Punkte zu gegen ein Team, das im Durchschnitt 76 Punkte erzielt. Das letzte Viertel ist 16:31 ausgegangen mit 14 Punkten von Matt Mobley, mit sieben Ballverlusten von uns und fünf Offensiv-Rebounds der Frankfurter – alle Sachen, die wir machen müssten, haben wir nicht mehr gemacht. In der Offensive waren wir ohne Rhythmus. Entweder haben wir zu viele Spieler, die keine Defense spielen können oder nicht wollen.“

Len Schoormann: „Siege fühlen sich immer großartig an. Ich denke, dass ich in diesem Spiel einen Schritt nach vorne gemacht habe, um mit mehr Selbstvertrauen aufzutreten. Unsere Verteidigung war heute der Schlüssel. In der ersten Halbzeit haben wir nicht verteidigt, nicht geredet und kommuniziert. Wir sind dann aber wieder rangekommen und konnten defensiv physischer spielen. Das war der Hauptpunkt.“

Spielverlauf

Q1 – Wenn der Motor anspringt, wird es rasant – 21:26
Matt Mobley ist in den ersten Frankfurter Angriffen Dreh- und Angelpunkt – vor allem knüpft er an seine passable Pass-Leistung vom letzten Spiel (elf Assists) an und sucht seine Mitspieler. Allerdings landen nicht alle Pässe in den Händen seiner Teamkollegen, so dass es erst mal mit einem 7:5 (4. Minute) Rückstand losgeht. Doch der FRAPORT SKYLINERS Motor kommt auf Betriebstemperatur, besonders gut abzulesen an der energischen Körpersprache in der Verteidigung – 9:15 (6.). Zum Ende des Viertels steigern beide Teams die Spielgeschwindigkeit deutlich, was zu Körben, aber auch zu einigen Ballverlusten führt. Viertelendstand: 21:26.

Q2 – Defensiv nicht auf der Höhe – 28:17
„Frankfurt bewegt den Ball gut. Freie Würfe, Extrapässe. Das sieht gut aus“, lobt MagentaSport-Kommentator Stefan Koch zu Viertelbeginn nach Dreier von Jon Gudmundsson zum 23:29 (11.). Doch da Göttingen ebenfalls trifft und dadurch sogar verkürzt, nimmt Headcoach Sebastian Gleim eine frühe Auszeit. Aber Göttingen drückt defensiv mächtig das Gaspedal durch und findet dadurch auch offensiv das Wurfglück – 37:31 (15.). Erst zum Ende des Viertels nehmen die FRAPORT SKYLINERS den Fuß von der Bremse, kommen wieder ran, müssen aber in den letzten Sequenzen doch wieder zu viele Göttinger Punkte hinnehmen – 49:43.

Q3 - … immer noch nicht. - 27:19
Göttingen eröffnet das dritte Viertel mit einem 7:0 Lauf. Natürlich folgt die Frankfurter Auszeit auf dem Fuße beim Stand von 56:43 (22.). Danach läuft es noch nicht gut, aber immerhin für eine gewisse Zeit schon mal besser – 63:53 (26.). Aber der Effekt verblasst im weiteren Laufe des Spiels zunehmend. Insbesondere die Verteidigung findet nicht den nötigen Zugriff, so dass Göttingen wieder zu teilweise einfachen Punkten kommen kann – 72:56 (27.). Zwei Len Schoormann-Dreier zum Ende des Viertels lassen aber mit einem Hoffnungsschimmer in den Schlussabschnitt gehen – 76:62.

Q4 – Dramatischer Drei-Phasen-Plan in Perfektion – 13:31
Bei hohen Rückständen bricht man das Spiel gerne in Zwischenziele runter. Schritt Eins lautet dabei meist: Auf zehn Punkte verkürzen. Dafür sind zwei Dinge essentiell: Verteidigung und Punkte. Beides gelingt den FRAPORT SKYLINERS hervorragend. Len Schoormann mit seinem dritten Dreier zum 78:70. Nächster Schritt: Auf fünf Punkte verkürzen und weiter verteidigen. Und auch diesen Schritt vollendet Len Schoormann in Perfektion per Steal und Korbleger zum 78:74 (34.). Und der letzte Schritt? Lautet natürlich: Ausgleich oder Führungswechsel, die Zutaten dafür bleiben unverändert. Bis hierhin war es ein 17:5 Start der Frankfurter. Immer wieder kommen die Frankfurter auf zwei Punkte ran – 87:85 (37.). Den Führungswechsel übernimmt dann Matt Mobley höchstpersönlich per getroffenem Dreier mit Foul und getroffenem Freiwurf – 89:90 (39.). Zwei clevere Steals von Len Schoormann und Jon Gudmundsson, sorgen dann für eine Drei-Punkte-Führung – 89:92 (15 Sekunden). Quantez Robertson erhöht auf vier per Freiwurf und sorgt so für den Endstand von 89:93.

Ein geplatzter Knoten sorgt für Freude

Nein, es war bisher nicht die Saison von FRAPORT SKYLINERS Youngster Len Schoormann. Aber heute spielt er sich den womöglich aufgestauten Frust von der Seele. Vor allem defensiv sorgt er immer wieder für einen Druck, der Diamanten entstehen lassen könnte. Seine beiden Ballgewinne in ganz wichtigen Momenten sicherten den Auswärtssieg. Dass er dazu auch noch 14 Punkte beisteuerte und vor allem von der Dreierlinie ganz wichtige Akzente lieferte, wird nicht nur ihn, sondern auch seinen Headcoach freuen. Zusammen mit Bruno Vrcic könnten die beiden jungen Toptalente der Schlüssel für eine Verstärkung von innen heraus sein.

Leg dich nicht mit Matt an…

Es ist ein sehr gutes erstes Viertel, welches Matt Mobley mit elf Punkten und vier Rebounds hinlegt. Doch dann findet die Göttinger Verteidigung immer wieder Wege, um den Frankfurter Punktegaranten aus dem Spiel zu nehmen. Das nimmt der geschmeidige Guard wohl persönlich. Denn im vierten Viertel explodiert er förmlich für 16 Punkte, vergibt nur einen einzigen Wurf und sorgt mit dem oben beschriebenen Dreier eben für den Führungswechsel. Mit 29 Punkten schrammt er nur einen Punkt an seiner Leistung vom Hinspiel vorbei – da waren es 30. Göttingen scheint Matt zu liegen…

Der Dreier als Schlüssel

Kleines Kuriosum zur Halbzeit: Beide Teams haben aus den drei verschiedenen Bereichen Zweier (19), Dreier (12) und Freiwürfe (9) die exakt gleiche Menge an Würfen genommen. Mit dem Unterschied, dass die Göttinger zu Pause mehr Zweier (13 zu 10) und Dreier (5 zu 6) getroffen hatten und somit auch verdient in Führung lagen.

Schaut man aber am Ende der Partie auf diese Statistiken offenbart sich ein gravierender Unterschied. Denn während bei den Zweiern und Freiwürfen weiterhin beide Teams halbwegs gleichauf sind (Göttingen trifft 26 von 41 Zweier und 13/19 Freiwürfe; Frankfurt 21 von 37 und 15 von 20), ist der Unterschied bei den Dreiern massiv: 8/18 lautet die Anzahl von Treffern zu Versuchen bei den Gastgebern. 12 von 30 (!) sind es für die FRAPORT SKYLINERS, die somit für die wichtigen Nadelstiche von draußen sorgen konnten.

Die nächsten Spieltermine der FRAPORT SKYLINERS

  • Samstag, 13.03.2021 um 18 Uhr Hessenderby zu Hause gegen Gießen
  • Sonntag, 21.03.2021 um 15 Uhr zu Hause gegen Berlin
  • Sonntag, 28.03.2021 um 15 Uhr in Braunschweig
  • Donnerstag, 01.04.2021 um 19 Uhr zu Hause gegen Chemnitz
  • Sonntag, 04.04.2021 um 15 Uhr zu Hause gegen Crailsheim

Alle Termine gibt es in der kostenlosen App der FRAPORT SKYLINERS. Zu sehen gibt es alle Spiele natürlich live bei MagentaSport.