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87:86 n.V. – Maximal bittere Niederlage in Chemnitz nach Verlängerung

Fast 2.5 Stunden dauert die Partie der FRAPORT SKYLINERS gegen NINERS Chemnitz. Dabei zeigen die FRAPORT SKYLINERS fast die gesamte Spieldauer über das bessere Spiel. Nur in den entscheidenden Momenten haben die Chemnitzer die besseren Entscheidungen und Würfe auf ihrer Seite (17:20 – 16:15 – 16:22 – 28:20 – 10:9). Vor 1.000 Fans wird am Ende Jamel McLean nach einer bärenstarken Leistung wegen eines Ballverlustes zum tragischen und leider spielentscheidenden Helden. Mit 17 Punkten, 6 Rebounds und 3 Steals ist er Frankfurts Bester am heutigen Abend. Die FRAPORT SKYLINERS sind ohne Brooks DeBisschop (Handbruch), Lorenz Brenneke (Leistenprobleme) und Donovan Donaldson (7. Ausländer) in Chemnitz angetreten.

Stimmen zum Spiel

Diego Ocampo (Headcoach, FRAPORT SKYLINERS): „Zunächst möchte ich Chemnitz gratulieren. Sie haben erneut ein sehr gutes Spiel abgeliefert. Dann möchte ich aber auch meinen Spielern gratulieren. Manchmal machst du viele Dinge gut und richtig, aber das andere Team macht sie einfach noch mal etwas besser oder hat in den entscheidenden Momenten das bessere Händchen. Ich bin sehr stolz auf unsere Spieler. Nach 15 Tagen ohne Training, mit nur zwei Trainingseinheiten haben sie heute alles auf dem Parkett gelassen. Sie haben schlau gespielt und 100% gegeben. Natürlich haben wir Fehler gemacht, aber das gehört zu unserem Prozess und ich übernehme dafür die Verantwortung. Und es ist mir eine große Ehre, Trainer dieses Teams zu sein. Wir werden jetzt zurückreisen, weiter trainieren und weiter unser Spiel verbessern.

Rodrigo Pastore (Headcoach, NINERS Chemnitz): „Was für ein Spiel und ein großes Dankeschön an Diego Ocampo für die Glückwünsche. Das war heute ein sehr schweres Match für uns gegen einen Kontrahenten mit vielen Qualitätsspielern. Ich kann den Frankfurtern nur gratulieren, wie stark sie aus ihrer Zwangspause gekommen sind und wie beeindruckend sie hier gekämpft haben. Sie machten uns das Leben heute wirklich sehr schwer. Umso glücklicher bin ich, dass wir doch noch einen Weg fanden, um diese Partie zu gewinnen. Im vierten Viertel haben wir uns mit wichtigen Offensivrebounds und einigen schweren Würfen zurückgebracht. Dennoch hätte das Spiel ebenso gut andersherum ausgehen können. Wir müssen versuchen, in unseren Leistungen noch etwas konstanter zu werden, als Team, aber auch hinsichtlich der individuellen Performance einzelner Spieler. Da sehe ich noch Luft nach oben, aber ich freue mich darauf, mit dieser Mannschaft weiter zu arbeiten und zu versuchen, sie noch etwas besser zu machen.“

Jamel McLean: „Ich bin stolz auf unsere Jungs. Wir haben alles gegeben und gekämpft. Ich hasse es zweimal gegen Chemnitz auf diese Art zu verlieren. Wir haben noch viel Arbeit vor uns. Aber wir halten den Kopf oben und werden uns auf unsere nächsten Spiele vorbereiten und weiter trainieren. Ich muss am Ende einfach eine bessere Lösung finden. Sie waren sehr aggressiv in der Verteidigung, daher auch ein Kompliment an sie zu einem großartigen Spiel.“

Spielzusammenfassung

Die FRAPORT SKYLINERS kommen gut ins Spiel und dominieren die ersten Minuten des ersten Viertels. Die Verteidigung steht, vorne wird der Ball geteilt und die Würfe gehen rein. Anders dann aber die zweite Hälfte des Viertels, in der Chemnitz Punkt um Punkt rankommt – 17:20. Gleiches Bild im zweiten Viertel. Bis auf 14 Punkte ziehen die FRAPORT SKYLINERS davon, nur um am Ende mit hauchzarter Führung in die Pause zu gehen. Wilde Ballverluste erlauben es den Gastgebern immer wieder zu einfachen Punkten zu kommen – 33:35.

Das dritte Viertel bringt zwar kurzfristig den Ausgleich, aber in der Folge spielen die FRAPORT SKYLINERS konzentriert und mit viel Herz. Zwar foulen jetzt schon Matt Haarms und Lukas Wank aus, dennoch geht es mit 49:57 in das letzte Viertel. Und der Schlussakt bringt wieder den Stephen King aus einem Basketball-Spiel hervor. Spannung bis in die letzten Sekunden. Und in denen verwirft Brancou Badio, Chemnitz kommt gar nicht erst zum Wurf und so geht es in die Verlängerung.

Und die ist ein ständiges Wechselbad der Gefühle. Sieben-mal wechselt die Führung. Mehr Spannung geht in fünf Minuten nicht. Das Ende? Dramatisch-tragisch, wenn man Frankfurt-Fan ist. Denn der überragende Jamel McLean rutscht aus, verliert im letzten Angriff den Ball und es bleibt keine Zeit, den Ballverlust wieder gut zu machen. Endstand: 87:86.

Die Schlüsselstatistiken

  • Frankfurt hat die bessere Dreierquote (42% zu 30%) und die bessere Freiwurfquote (83% zu 65%). Aber Chemnitz wühlt sich unter den Körben zu 64%, während die FRAPORT SKYLINERS in Korbnähe und aus der Halbdistanz nur 50% einnetzen.
  • Die Assists deuten es an: Offensiv hielten es die Frankfurter nach der zweiwöchigen Trainingspause so einfach wie möglich. So kommen am Ende nur 13 Assists zustande. Denen stehen 24 direkte Pässe der Gastgeber gegenüber.
  • Kein einziges Mal führen die Gastgeber in der regulären Spielzeit. Dafür gibt es in der Verlängerung direkt sieben Führungswechsel. Wahnsinn!

>> Zur vollständigen Statistiken des Spiels <<

Spielticker

Erste Fünf: Mit Quantez Robertson, Will Cherry, Brancou Badio, Rasheed Moore und Matt Haarms eröffnet Headcoach Diego das Spiel in Chemnitz.

1. Viertel – Blitzstart, aber hinten raus geschwächelt – 17:20

1. Minute – 17 Sekunden dauert es, da sitzt der erste Dreier von Brancou Badio. So kann man mal aus der Quarantäne kommen – 0:3

3. Minute – Schöner Pass von Tez, schöner Korbleger von Matt, schöne Führung für uns – 2:7

4. Minute – Würfe in der letzten Sekunde der Angriffszeit haben in Frankfurt nur einen Absender: Quantez Robertson füüüüüür drei. Und direkt im nächsten Angriff noch mal füüüür drei – 6:14

8. Minute – Minutenlang leuchtet es 8:18 von der Anzeigetafel. Frankfurter Fans freut das natürlich.

10. Minute – Die letzten Angriffe können die Chemnitzer besser nutzen und so geht die schöne Führung hinten raus ein wenig flöten. Vor allem, wenn dann auch Zauberwürfe mit der Schlusssirene reingehen – 17:2

2. Viertel – Die haushohe Führung hauchdünn in die Pause gerettet – 16:15

11. Minute – Stark: Lukas Wank eröffnet das Viertel mit fünf Punkten in Folge – 17:25

13. Minute – Was ist das denn für ein Spielverderber? Isiaha Mike blockt gleich zwei Schnellangriffe von uns. Dann muss es eben der Dreier aus der Ecke von Brancou richten. Ein 8:0 Lauf beschert uns die bisher höchste Führung – 17:28

14. Minute – Oooh, genau so kommt man aus der gegnerischen Auszeit: Dreier von Len aus der Ecke – 17:31

17. Minute – Jetzt ist aber der Wurm drin in unserem Spiel und Chemnitz macht einfache Punkte - 26:31

19. Minute – Neigen sich die Kräfte nach zweiwöchiger Quarantäne gerade dem Ende entgegen? So mancher Ballverlust lässt diesen Gedanken zu – 32:35 20. Minute – Haarscharf bleibt die Führung auf unserer Seite – 33:33

3. Viertel – Hohe Konzentration, ganz viel Herz, Führung ausgebaut – 16:22

22. Minute – Erst kassieren wir den Ausgleich, dann verteilen wir zwei Dreier. Das Verhältnis kann gerne beibehalten werden – 35:41

24. Minute – Das fünfte Foul von Matt Haarms kommt früh und für (fast) alle Beteiligten überraschend. Die Führung ist aber weiterhin auf unserer Seite – 37:46

27. Minute – Die Verteidigung arbeitet mit dem Willen und Entschlossenheit, die es braucht, um im Spiel zu bleiben. Offensiv wird das Spiel einfach gemacht, aber die Würfe wollen nicht ihr Ziel finden – 41:51

29. Minute – Ganz schön am Pumpen unsere Jungs. Aber Aufgeben ist keine Option. Die Führung will und muss verteidigt werden, irgendwie – 43:53

30. Minute – „Eine erwachsene Vorstellung“ nennt MagentaSport-Kommentator Benni Zander unser Spiel bis hierhin. Dabei verteidigen wir die Führung mit ganz viel jugendlicher Energie – 49:57

4. Viertel – Ein Viertel zum Schreien – 28:20

31. Minute – „Ins Gesicht“ ist noch maßlos untertrieben für den Dreier von Brancou an seinem Gegenspieler – 51:60

33. Minute – Susinskas für Drei. Das hat man im Hinspiel viel zu oft gehört und daher reagiert Headcoach Diego sofort mit der Auszeit, als der Litauer seinen ersten Distanzwurf trifft – 58:62

35. Minute – Eieiei, reichen die Kräfte? Ist noch genug im Tank? Gegen die Crunchtime-Könige aus Chemnitz wird es leider wieder spannend. Da hilft der Ballgewinn und der Slamdunk von Jamel McLean – 63:66

36. Minute – Sieht man auch eher selten: Aufgrund von technischen Problemen in Chemnitz gibt es kurz vor der heißesten Phase des Spiels noch mal eine Warmlauf-Runde für beide Teams. Vielleicht hilft die Pause ja, die letzten Kraftreserven noch mal zu mobilisieren – 64:68

37. Minute – Mit dem Glück des Tüchtigen trifft Len den Dreier aus der Ecke mit Ablauf der Wurfuhr gegen den Verteidiger. Durchatmen! Und dann mit lautem Jaaaa-Schrei ausatmen, denn Brancou klaut den Ball und stopft oben rein - 64:72

39. Minute – Apropos Schreien: Das hört man förmlich von allen Muskelfasern der Frankfurter Jungs. Und damit einhergehend kommen auch die Ballverluste wieder zurück. Aber da ist immer noch Quantez Robertson für Drei – 71:75

40. Minute – Crunchtime = Chemnitz-Zeit? Erst mal trifft Will zwei Freiwürfe, aber Susinskas den Dreier zum 77:77. Brancou vergibt den Korbleger. Chemnitz keinen Wurf – Verlängerung

Verlängerung – Der tragischste aller Helden – 10:9

41. Minute – Fünftes Foul von Will Cherry. Das wird nicht helfen – 79:78

43. Minute – Wir kämpfen tapfer, aufopferungsvoll, voller Hingabe und mit viel Herz. Und so belohnen sie sich mit dem Führungswechsel durch Korbleger von Len– 81:82

44. Minute – Mist. Schon wieder Führungswechsel. Dieser Susinskas nervt schon seit dem Hinspiel. Jamel im Gegenzug mit zwei Freiwürfen zum, richtig, Führungswechsel – 83:84

45. Minute – Führungswechsel bleibt das Wort der Verlängerung. Erst zugunsten Chemnitz, dann dank Jamels Zauberwurf wieder zurück zu uns – 85:86. Chemnitz geht mit Eric Washington an die Linie. Der trifft beide. Nur noch 25 Sekunden – 87:86. Dann wird der heute überragende Jamel McLean zum tragischsten aller Helden. Unser Big Man verliert beim letzten Angriff unglücklich den Ball und die Zeit ist aus.

Die nächsten Spieltermine

  • Sonntag, 6.2. um 15 Uhr zu Hause gegen Ludwigsburg
  • Mittwoch, 9.2. um 19 Uhr zu Hause gegen Oldenburg
  • Sonntag, 13.2. um 15 Uhr in München
  • Dienstag, 15.2. um 19 Uhr zu Hause gegen Berlin
  • Sonntag, 6.3. um 15 Uhr in Heidelberg