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84:58 – FRAPORT SKYLINERS können in München nicht punkten

Da muss man nicht lange um den heißen Brei herumreden: München war heute einfach deutlich besser. Die FRAPORT SKYLINERS eröffnen das Spiel im ersten Viertel gut, aber ein 22:0 Lauf der Gastgeber im zweiten Viertel bringt die frühe Vorentscheidung. Damit ist die Geschichte des Spiels im Grunde bereits erzählt (21:20 – 24:4 – 22:21 – 17:13). Frankfurter Topscorer wird Quantez Robertson mit 13 Punkten.

Schon am kommenden Sonntag lässt sich das heutige Spiel vergessen, wenn Ulm zum Gastspiel in die Fraport Arena kommt. Sprungball ist um 15 Uhr; natürlich live bei MagentaSport.

Auf einen Blick

  • Erste Fünf: Quantez Robertson, Matt Mobley, Joe Rahon, Rasheed Moore, Michael Kessens
  • 22:0 Lauf der Münchener in Viertel zwei bringt frühe Vorentscheidung
  • Jede Menge Spielzeit für Frankfurter Nachwuchstalente

Stimmen zum Spiel

Sebastian Gleim (Headcoach, FRAPORT SKYLINERS): „Glückwunsch an Bayern zum verdienten Sieg. Ich denke wir haben ein gutes, zwei ordentliche und ein sehr schlechtes Viertel gespielt, was zu einem hohen Halbzeit-Rückstand geführt hat. Den konnten wir so dann auch nicht mehr aufholen. Ich habE mich dann aufgrund des Spielplans - wir fahren lange nach Hause und haben am Sonntag um 15 Uhr das nächste Spiel - entschieden einige Spieler zu schonen, dass sich keiner mehr verletzt. Das war dann bei dem Rückstand das Wichtigste.“

Andrea Trinchieri (Headcoach, FC Bayern München):
„Es war ein gutes Spiel von uns, denn wir haben gewonnen, wir haben die Begegnung kontrolliert, uns die Energie einiger Spieler aufgespart und somit die Belastung gut gemanagt. Und wir konnten unsere Youngsters wie Jason und Sasha einsetzen, das war in der Defense sehr hilfreich. Ich denke also, dass wir sehr zufrieden sein können mit dem Job, den wir heute abgeliefert haben.“

Quantez Robertson
: „Wir haben unsere Angriffe im zweiten Viertel einfach nicht gut ausgespielt, haben nicht gut beim Rebound gearbeitet und auch nicht aggressiv verteidigt. München hat den Ball sehr gut bewegt und gute Würfe bekommen. So haben sie die Führung erspielt und dann nicht mehr hergegeben. Ich denke trotzdem, dass wir positiv mitnehmen können, dass wir bis zum Ende weitergekämpft haben und nicht aufgegeben haben. Auch wenn der Spielstand schon deutlich war.“

Die vollständige Statistik zum Spiel

Spielverlauf

Q1 – Gemächlicher Auftakt
Die FRAPORT SKYLINERS gehen in der Anfangsphase defensiv sehr konzentriert zu Werke und schnappen sich eine frühe 0:4 Führung. Zwar bleiben die Euroleague-gestählten Münchener unbeeindruckt, doch zeigen die Frankfurter Spielfreude und Herz – 11:12 (7. Minute). Man erkennt es schon am Spielstand: Die Partie ist langsam, Schnellangriffe sucht man vergebens. Erst zum Ende des Viertels bekommt der Anschreibetisch in München etwas mehr zu tun, so dass es mit 21:20 aus dem Viertel geht.

Q2 – Münchener Lauf bringt frühe Vorentscheidung
Es geht auch in Viertel zwei zunächst eher gemäßigt in Sachen Tempo weiter. Das bietet den Bembeltown-Ballern allerdings die Möglichkeit, ihren Kampfgeist einzubringen und so an München zunächst dranzubleiben – 25:24 (13.). Durch zu viele Ballverluste schafft es München Stück für Stück die Führung etwas auszubauen – 31:24 (15.). Der Frankfurter Faden wird Minute für Minute fadenscheiniger. München spielt nun viele Klassen aus und kann über Physis, Treffsicherheit und Aggressivität einen 22:0 Lauf erspielen und bis zur Halbzeit auf 45:24 davonziehen.

Q3 – Ein anständiges Frankfurter Viertel
Gegen den viertelübergreifenden 24:0 Lauf des Titelaspiranten wirkt der kurze 5:0 Lauf der FRAPORT SKYLINERS unauffällig. Er ist aber dennoch ein Zeichen dafür, dass man mit Anstand wieder zurück nach Frankfurt reisen möchte. Und tatsächlich gelingt es Quantez Robertson und Co. nun wesentlich besser eigene Aktionen erfolgreich abzuschließen und defensiv den ein oder anderen Stopp zu generieren – 57:41 (27.). Headcoach Sebastian Gleim nutzt die fehlende Gunst der Stunde um seinen Youngstern Bruno Vrcic und Len Schoormann die Gelegenheit zu geben, gegen ein internationales Topteam viele Minuten zu gehen. Das Viertel endet beim Spielstand von 67:45.

Q4 – Die Jugend darf ran
Auch im vierten Viertel gibt Sebastian Gleim seinen Stammkräften jede Menge Pause und Schonung vor dem nächsten Spiel direkt am kommenden Sonntag gegen Ulm. Dafür dürfen alle jungen Talente weiter ran. Und vor allem Bruno Vrcic kommt bei seinem ehemaligen Verein immer wieder zu schönen offensiven Aktionen. München schaltet einen Gang runter und so wird das letzte Viertel ein wenig zum Auslaufen. Endstand: 84:58

Der schönste Frankfurter Angriff - Nimm du ihn, ich mach nur zwei

Weit auseinandergezogen steht die Münchener Verteidigung in der 9. Minute. Die FRAPORT SKYLINERS laufen einen ihrer ´Blocken und Abrollen´-Angriffe zwischen Center Marco Völler und Aufbauspieler Joe Rahon. Und beide machen ihre Jobs ausgezeichnet. Marco nutzt seine breiten Schultern, um seinem Guard ein wenig Platz zu verschaffen. Joe nutzt diesen und bindet zwei Verteidiger. Marco zieht Richtung Korb und bekommt den Ball spitzbübisch per Bodenpass zugespielt. Der Weg zum Korb ist frei. Doch als der letzte Verteidiger doch noch zu Marco rotiert, erkennt der das sofort und wirft den Ball in die Ecke zu Jon Gudmundsson. Der ist so frei, dass er sich noch mal richtig positionieren kann und trifft dann butterweich den Dreier zum Ausgleich – 17:17. Marco war wohl schon immer gut in Mathe und weiß: Drei sind und bleiben halt doch mehr als zwei.

Viel mal zwei ist aber mehr als paar mal drei

Die Frankfurter und die Münchener verfolgen zwei unterschiedliche Spielphilosophien. Während die Münchener immer wieder ihre Längenvorteile unter dem Korb suchen, so probieren die FRAPORT SKYLINERS sich vermehrt an der Dreierlinie. Der Blick auf die Wurfquoten verrät ganz deutlich, wie die hohe Differenz auf der Anzeigetafel zustande gekommen ist.

Die Gastgeber werden 41-mal aus dem Zweipunktebereich, vornehmlich in unmittelbarer Korbnähe. Dabei treffen sie starke 63% ihrer Versuche. Die Frankfurter bleiben über die gesamte Spielzeit hingegen eiskalt, im negativen Sinne, von der Dreierlinie: 21 Versuche stehen vier Treffern gegenüber. Da wird es gegen jeden Gegner schwer.

In der großen Spielberichtsuniversität wird in der allerersten Lektion bereits vermittelt, dass man aber doch bitte immer mit einem positiven Ende schließen soll. Und das gelingt beim Blick auf die Freiwürfe: Starke 91% (20/22) zeigen, dass das Wurfhändchen bis Sonntag zum Heimspiel gegen Ulm wiederbelebt werden kann.

Die nächsten Spieltermine der FRAPORT SKYLINERS

  • Sonntag, 14.02.2021 um 15 Uhr zu Hause gegen Ulm
  • Sonntag, 28.02.2021 um 15 Uhr in Bamberg
  • Donnerstag, 04.03.2021 um 19 Uhr zu Hause gegen Vechta
  • Sonntag, 07.03.2021 um 15 Uhr in Göttingen

Alle Termine gibt es in der kostenlosen App der FRAPORT SKYLINERS. Zu sehen gibt es alle Spiele natürlich live bei MagentaSport