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Letztes Spiel: 82:90 Sa 07.03. in Gießen Bericht

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83:99 – FRAPORT SKYLINERS gewinnen zweite Halbzeit, verlieren aber das Spiel gegen Bamberg

Man merkt schnell, dass den FRAPORT SKYLINERS vier Spiele binnen einer Woche in den Knochen stecken, während Brose Bamberg erst ihr drittes Spiel im Turnier bestreitet und in allen Bereichen wacher und fitter ist (18:29 – 18:29 – 30:26 – 17:15). Zudem macht sich das Fehlen der Stammkräfte und Starter Leon Kratzer, Shaquille Hines und Lamont Jones heute vermehrt bemerkbar. Headcoach Sebastian Gleim nutzt daher die Gelegenheit schon früh im Spiel, um seinen Jüngsten viel Spielzeit zu geben und so die Kräfte der Veteranen für das immer noch mögliche Viertelfinale zu schonen. Frankfurter Topscorer wird Quantez Robertson mit 13 Punkten, die meisten Assist verteilt Joe Rahon mit neun und die meisten Rebounds angelt sich Gytis Masiulis (6). Marco Völler wurde nach der Partie aufgrund eines Zusammenpralls mit dem Kopf eines Gegenspielers für weitere Untersuchungen ins Krankenhaus gebracht.

Der weitere Turnierverlauf

Die finalen Gruppenspiele der Gruppe B beim Finalturnier in München finden am Montag statt. Da die FRAPORT SKYLINERS bereits alle vier Spiele absolviert haben, treten sie nicht mehr an und schauen auf die Geschicke insbesondere von Bamberg und Vechta. Sollte es zu einem möglichen Dreiervergleich mit Vechta und Bamberg kommen, würde die Korbdifferenz den Ausschlag für die entsprechenden Platzierungen geben.

Stimmen zum Spiel

Sebastian Gleim (Headcoach FRAPORT SKYLINERS): „Ich bleibe dabei, dass wir sehr, sehr positiv auf unsere Chancen auf das Viertelfinale schauen. Ich habe sehr viel Hochachtung vor allen Spielern, die nach dieser kurzen Vorbereitungszeit vier Spiele in 7.5 Tagen absolviert haben. Das ist mental und körperlich extrem anstrengend. Bamberg hat verdient gewonnen. Sie haben in der ersten Halbzeit würfe getroffen, die für uns nicht in Ordnung sind. Aber es waren ihre dritten oder vierten Optionen, da hat unsere Verteidigung an sich solide gearbeitet. Wir haben es dann geschafft, die zweite Halbzeit zu gewinnen. Was für uns spricht und zeigt, dass wir mit Stolz gespielt haben. Wir waren vor dem Turnier die am schlechtesten platzierte Mannschaft. Von daher ist es nur fair, dass wir den schwierigsten Spielplan ohne Pause bekommen haben. Jetzt können wir aber erst mal durchschnaufen, was sehr, sehr nötig ist.“

Roel Moors (Headcoach Brose Bamberg): „Ich bin glücklich über den Sieg, aber nicht über die Art, wie wir gespielt haben. Wir hatten jetzt zwei Spiele in denen wir zwei Gesichter gezeigt haben. Im dritten Spiel haben wir das in einem Spiel geschafft. Wenn wir in diesem Turnier etwas gewinnen wollen, müssen wir konstanter spielen. Wir haben die erste Halbzeit ok gespielt. Aber man darf auch nicht vergessen, dass Frankfurt bei weitem keinen vollständigen Kader zur Verfügung hatte. In er zweiten Halbzeit erlauben wir ihnen in einem Viertel 30 Punkte und lassen sie zurück ins Spiel kommen. Ich wiederhole mich: Wir müssen konstanter spielen.“

Maxi Begue: „Es war eine schöne Erfahrung zum ersten mal auf dem Spielfeld zu stehen. Leider ist es aber für uns in der ersten Halbzeit nicht so gut gelaufen. In der zweiten Hälfte haben wir versucht, uns zurückzukämpfen. Man kann unsere Leistung im Turnier nicht an diesem einen Spiel festmachen. Ich denke, dass wir mit Blick auf alle Partien einen guten Eindruck hinterlassen haben. Es ist jetzt natürlich blöd, dass wir unser Schicksal im Turnier nicht mehr selbst in der Hand haben. Aber wir sind trotzdem guter Dinge und drücken uns selbst die Daumen, dass wir trotzdem ins Viertelfinale kommen.“

Bruno Vrcic: „Wir können aus diesem Spiel trotz der Niederlage viel Positives rausziehen. Zum Beispiel, dass wir, egal wie tief wir hinten liegen, wir immer noch eine Chance haben, das Spiel zu gewinnen. Coach hat uns nach der Partie auch dafür gelobt, dass wir uns zurückgekämpft haben. Leider haben wir die erste Halbzeit verschlafen. Hätten wir da besser gespielt, wäre definitiv mehr möglich gewesen.“

Spielverlauf

Keine Veränderung in der Ersten Fünf zum Vechta-Spiel: Joe Rahon, Matt McQuaid, Quantez Robertson, Richard Freudenberg und Gytis Masiulis eröffnen gegen Bamberg. Der Start gelingt den Franken besser, die vor allem das Powerplay unter dem Korb suchen – 6:10 (3. Minute). Entgegen der ersten Spiele entpuppt sich ein sehr offensiv geprägtes Spiel mit schnellen Abschlüssen. Beileibe nicht die favorisierte Spielweise der FRAPORT SKYLINERS ist – 11:19 (5.). Die Beine sind schwer für die Frankfurter Jungs, man merkt den Unterschied in der Belastung: Frankfurt spielt ihr finales Gruppenspiel, Bamberg erst Spiel Nummer drei. Mit 18:29 endet das erste Viertel, was gleichzeitig den höchsten Rückstand der Frankfurter im Turnier bisher bedeutet.

Kurz bekommt die Frankfurter Verteidigung ihren Rhythmus, aber Bamberg kontert direkt mit einigen starken Punkten, um die wortwörtlichen Kräfteverhältnisse wiederherzustellen – 22:37 (13.). Die rund 15 Punkte Differenz bleiben über weite Strecken des zweiten Viertels bestehen. Erst gegen Ende der ersten Halbzeit nutzen die Bamberger ihre physischen Vorteile wieder vermehrt. Headcoach Sebastian Gleim schickt die komplette junge Garde um Len Schoormann, Maxi Begue, Aaron Kayser und Bruno Vrcic auf das Parkett, um die Pause für die Veteranen zur Halbzeit noch ein wenig zu verlängern. Mit 36:58 Rückstand endet das zweite Viertel.

Zur vollständigen Statistik des Spiels

Drei Dreier von Quantez Robertson gehen nicht nur als Gruß an die beiden MagenaSport-Experten und ihre permanente Betonung der Frankfurter Wurfschwäche, sondern sind auch ein Lebenszeichen der Mannschaft nach der großen Pause – 51:64 (24.). Aber Bamberg bleibt ruhig, lässt sich vom 9:0 Lauf der FRAPORT SKYLINERS nur wenig beeindrucken und geht wieder auf 23 Punkte hoch – 74:52 (26.). Dennoch stecken die Frankfurter Jüngsten (siehe unten) nicht auf, gilt es doch, die Korbdifferenz für einen möglichen Dreiervergleich so gering wie möglich zu halten. Endstand nach dem dritten Viertel: 66:84.

Die vermutlich jüngste Aufstellung aller Frankfurter Zeiten (siehe unten) macht ihren Job zu Beginn des vierten Viertels bärenstark und verkürzt auf 72:86 (33.). Punkt um Punkt um Punkt verkürzen die FRAPORT SKYLINERS den Rückstand. Bamberg wirkt nun nachlässig und mit dem Kopf nicht mehr ganz bei der Sache. Und dann sind es in der 38. Minute auf einmal nur noch neun Punkte – 83:92. Doch weiter reicht die beherzte Aufholjagd der Mannschaft nicht mehr und Bamberg kann noch ein wenig Boden gut machen, so dass es am Ende 83:99 steht.

Die jüngste Aufstellung aller Zeiten? Frankfurter (Grund-)Schule mit Lerneinheiten

Aaron Kayser (21 Jahre), Maxi Begue (19 Jahre), Bruno Vricic (19 Jahre) und Len Schoormann (17 Jahre) teilen sich die letzten Minuten des zweiten Viertels gemeinsam Akeem Vargas, der mit seinen 30 Jahren der sprichwörtliche alte Hase auf dem Parkett ist. Im Schnitt ist diese Aufstellung 21.2 Jahre alt.

Wie jung die Mannschaft wirklich ist, wird unter anderem dadurch ersichtlich, dass es für Bruno Vricic nach der Partie direkt wieder nach Hause geht, um die letzten Prüfungen seiner Ausbildung in Frankfurt zu schreiben. Auf jeden Fall wünschen die FRAPORT SKYLINERS Bruno viel Erfolg für die Klausuren!

Aber es geht noch jünger! Denn am Ende des dritten Viertels stehen neben Kayser, Schoormann und Vrcic noch Gytis Masiulis (22 Jahre) und Matt McQuaid (23 Jahre) auf dem Feld. Durchschnittsalter: 20.4 Jahre!

Und ja, es geht sogar noch jünger! Denn zu Beginn des vierten Viertels tauscht Headcoach Sebastian Gleim (übrigens der jüngste Trainer der Liga) Gytis Masiulis gegen den ein Jahr jüngeren Richard Freudenberg (21 Jahre) und senkt das Durchschnittsalter auf 20.2 Jahre.

Maxi Begue erzielt in seinen knapp 6.5 Minuten Einsatzzeit auch seine ersten easyCredit BBL-Punkte und kommt am Ende auf vier Punkte und je einen Rebound und Steal.

Wie geht es weiter?

Wann und wie es für die FRAPORT SKYLINERS im Turnier weitergeht, bleibt abzuwarten. Für das Viertelfinale qualifizieren sich jeweils die ersten vier Plätze jeder Gruppe. Die jeweils Fünften erspielen dann noch die Plätze neun und zehn.

Den Turnierfahrplan gibt es >>HIER<<