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76:86 – FRAPORT SKYLINERS lassen gegen Bamberg Big Points liegen

Die FRAPORT SKYLINERS zeigen gegen Brose Bamberg zwei Gesichter. Vor allem im zweiten Viertel präsentiert sich das Team von Headcoach Sebastian Gleim in überragender Spiellaune. So brillant der Auftritt in diesen zehn Minuten ist, so frustrierend gestaltet sich die zweite Halbzeit. Vor allem im vierten Viertel findet die sonst so berühmt-berüchtigte Frankfurter Verteidigung keinen Zugriff auf Bamberg und insbesondere deren Scharfschützen Michele Vitali (21:24 – 27:8 – 8:18 – 20:36). Frankfurter Topscorer wird am Ende Rasheed Moore mit 22 Punkten.

Weiter geht es für die FRAPORT SKYLINERS bereits am kommenden Freitag, den 12. Februar, mit dem Auswärtsspiel in München. Sprungball ist um 20:30 Uhr; natürlich live bei MagentaSport.

Stimmen zum Spiel

Sebastian Gleim (Headcoach, FRAPORT SKYLINERS): „Das Spiel lässt sich sehr leicht zusammenfassen. Die erste Halbzeit war sehr gut. Sie hätte sogar noch etwas besser sein können. Die zweite Halbzeit war sehr schlecht. Wir haben nicht die nötige Energie investiert, die wir brauchen um ein so gutes Team wie Bamberg zu schlagen. Wir haben defensiv nicht den Fokus gehabt und Offensiv den Ball nicht gut genug bewegt. Das müssen wir uns alle ankreiden, Spieler wie Trainer.“

Johan Roijakkers (Headcoach, Brose Bamberg): „Heute haben wir gesehen, welches Bamberg wir dieses Jahr sind. Wenn wir nicht mit der richtigen Einstellung ins Spiel gehen, dann tun wir uns sehr schwer. Wenn wir aber mit der richtigen Einstellung auftreten, dann können wir ein sehr gutes Team sein. Gratulation an meine Spieler für ihren Kampf und Einsatz. Mit der Art wie sie zurückgekommen sind, haben sie den Sieg verdient. Ein besonderes Lob geht an Joanic Grüttner. Sein Einsatz war exzellent, er hat das Spiel für uns in der zweiten Halbzeit gedreht. Dazu war Michelle Vitali in der Endphase einfach der entscheidende Mann.“

Die vollständige Statistik zum Spiel

Spielverlauf

Erste Fünf: Quantez Robertson, Matt Mobley, Rasheed Moore, Michael Kessens, Joe Rahon

Flügelspieler Rasheed Moore übernimmt jede Menge Verantwortung in der Anfangsphase der Partie und erzielt die ersten sieben Punkte für die FRAPORT SKYLINERS – 7:4 (3. Minute). Nach guter Anfangsphase kommen allerdings die Bamberger Gäste immer besser in Schwung und erarbeiten sich eine 15:19 Führung (8.). Eine Auszeit von Headcoach Sebastian Gleim zeigt zunächst positive Effekte, doch aufgrund leichter Unkonzentriertheiten und starkem Bamberger Rebounding geht es mit knappem Rückstand aus dem ersten Viertel – 21:24.

Das zweite Viertel gelingt den FRAPORT SKYLINERS mit doppeltem Erfolgserlebnis. Denn hinten wird erfolgreich feinster Frankfurter Defensivbeton angerührt und vorne spielt Michael Kessens den Bamberger Big Men immer wieder Knoten in die Füße (14 Punkte zur Halbzeit). Die Konsequenz: die blitzschnelle 29:24 (13.) Führung. Bamberg versucht mit intensiver Verteidigung dagegen zu halten. Doch das geht auf Kosten von Fouls, denn bereits in der 15. Minute erreichen die Gäste die Teamfoulgrenze. Und wirklich Wirkung zeigt die versuchte Härte auch nicht, denn nach Dreier von Matt Mobley gehen die Bembeltown-Jungs erstmals zweistellig in Front – 37:26 (16.). Und der FRAPORT SKYLINERS Express nimmt bis zur Halbzeit immer weiter Fahrt auf. Somit geht es mit einem großen Wow und einer 48:32 Führung in die Pause.

Das war zu erwarten: Bamberg kommt mit reichlich dickem Hals aus der Kabine und drängt mit viel Power in Richtung ´Rückstand verkürzen´ – 52:43 (25.). Auch eine Auszeit bringt dieses Mal nicht den gewünschten Effekt, denn vor allem Bambergs Devon Hall macht einen auf Matt Mobley und punktet weiter wie am Fließband. Es dauert eine Weile bis sich das Spiel der FRAPORT SKYLINERS wieder stabilisiert. Grundlage dafür ist eine konzentriertere Leistung in der Defensive – 54:48 (29.). Doch insgesamt geht das Viertel an die Gäste, die vor den vierten zehn Minuten auf 56:50 verkürzen.

Jetzt ist es ein Hauen und Stechen, Schieben und Drücken, Ringeln und Rangeln. Bamberg mit dem Momentum, die FRAPORT SKYLINERS mit Herz und Willen. Führungswechsel in der 34. Minute beim Stand von 63:64. Und irgendwie ist in der Folge bei den Frankfurter Würfen der Wurm, aber nicht das richtige Effet drin. Ganz anders Bamberg, die sich förmlich in einen Rausch werfen. Allen voran der Italiener Michele Vitali trifft in der Endphase schwierige, offene und gefühlt einfach alle Würfe, die er Richtung Korb wirft. So wird es am Ende leider doch deutlich beim Endstand von 76:86.

Da fragt man sich: Woran hat´s gelegen?

Die knappe Antwort: An der zweiten Halbzeit.

Der Blick in die Statistiken verrät aber mehr Details. Positiv bleibt auf jeden Fall festzuhalten, dass die Ballgewinne mit 14 Stück rekordverdächtig sind. Damit werden stolze 20 Ballverluste auf Bamberger Seite erzwungen, während man selbst über die gesamte Spieldauer nur zwölf Turnover hinnehmen muss.

Aber dann wird’s schon kritisch. Denn das Reboundduell, sonst eine der ganz großen Stärke der FRAPORT SKYLINERS, geht am heutigen Abend mit 29:37 an die Gäste.

Die fehlende Ballbewegung in der Offensive hat Headcoach Sebastian Gleim in seinem Statement zum Spiel bereits angesprochen. In Zahlen ausgedrückt: Nur 13 Assists über das Spiel sind zu wenig. Bamberg hingegen findet 23-mal den besser stehenden Mitspieler.

Eine Folge der wenigen Assists ist, dass auch die freistehenden Mitspieler an der Dreierlinie nicht so gut gefunden werden und somit vermehrt schwere Würfe genommen werden müssen. Die fallen aber deutlich seltener. Am heutigen Abend finden daher nur vier von 15 Versuchen von der Dreierlinie ihr Ziel.

Standing Ovations von der Bank – die schönste Frankfurter Szene

Bamberg hat, zurecht, einen mächtigen Respekt vor Matt Mobley und verteidigt ihn sehr offensiv und weit draußen an der Dreierlinie. Das nutzt der wieselflinke Punktejäger in der 5. Minute sofort aus, indem er mit schnellem Antritt an seinem Verteidiger vorbeizieht. Aber da kommt die Hilfe unter dem Korb. Doch kein Problem! Denn aus dem Augenwinkel sieht Matt seinen Teamkollegen Michael Kessens heranstürmen. Aus dem Handgelenk wird der Ball zu ihm gezwirbelt. Einen kraftvollen Absprung später stehen zwei weitere Punkte auf der Anzeigetafel und die komplette Frankfurter Bank in Jubelpose beim neuen Spielstand von 11:8.

Was bleibt am Ende noch zu sagen?

Na dass die FRAPORT SKYLINERS bereits in 19 Tagen die Chance auf Revanche haben. Denn das Rückspiel findet am 28. Februar statt. Bis dahin sollte doch noch ein ordentliches Stück extra Motivation und Wut über diese Niederlage in den Knochen der Frankfurter Jungs stecken.

Die nächsten Spieltermine der FRAPORT SKYLINERS

  • Freitag, 12.02.2021 um 20:30 Uhr in München
  • Sonntag, 14.02.2021 um 15 Uhr zu Hause gegen Ulm
  • Sonntag, 28.02.2021 um 15 Uhr in Bamberg

Alle Termine gibt es in der kostenlosen App der FRAPORT SKYLINERS. Zu sehen gibt es alle Spiele natürlich live bei MagentaSport