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25.04.05 - Giraffen besiegten Ulm nach Kampf und guter zweiter Halbzeit

(Quelle: Pressemitteilung TV Langen)

TV Langen - ratiopharm Ulm 81:69 (18:18, 15:15; 22:19, 26:17)

Für die Langener Giraffen ging es schon wieder um alles, nämlich immer noch um den Klassenerhalt an diesem vorletzten Spieltag einer insgesamt verkorksten Saison. Vizemeister Ulm reiste nur noch mit sechs gesunden Spielern an. Die Gäste hatte diesmal das Verletzungspech so gebeutelt wie die Giraffen in dieser Saison über längere Zeit.

Doch wer gegalubt hatte, dass es gegen sechs Ulmer leichter sei als gegen einen kompletten Gegner, hatte sich zunächst getäuscht. Mit gemischter Verteidigung wollte Ulms Coach Mike Taylor die beiden Langener Amerikaner an die Kette legen, was ihm bei Sly McIntosh auch gut gelang. Hinzu kam eine große Anfangsnervosität der jungen Giraffen, die sich zunächst in schwacher Wurfquote spiegelte. Einzig Koray Karaman war gleich gut drauf, verwandelte zwei Dreier zum 5:4 (3.) und 12:9 (6.) in einem insgesamt korbarmen ersten Viertel. Giraffen-Coach Jürgen Barth hatte seinem Team schnelles Spiel auf den Weg gegeben, das jedoch die cleveren Ulmer, allen voran der excellent aufgelegte Shaheen Holloway, zunächst clever verhinderten.

Im Zweiten Viertel wurden die Giraffen noch unsicherer. Ihre Wurfquote sank auf 38 %, doch auch die Gäste ließen in ihrer Konzentration bereits deutlich nach, ließen sich von den kämpfenden Langenern einige Bälle klauen (8 Turnover), trafen keine Dreier (1 von 6), aus dem Feld schwächer als gewohnt (41%) und von der Freiwurflinie nahezu gar nicht (33%). Nach einem korbarmen 15:15-Viertel ging es bei 33:33 in die Pause.

Coach Jürgen Barth: "Mit dem ausgeglichenen Pausenstand war ich sehr zufrieden; denn nach hinten raus mussten wir eigentlich konditionelle Vorteile haben."

Zunächst kamen die Langener aufgeweckter aus der Kabine. McIntosh und Karaman per Dreier und Hanson mit Dunking machten das 41:33 (23.) und brachten nun auch die nur rund 250 Zuschauer vollends hinter ihr Team. Doch noch konterten die Gäste, weil Holloway das Spiel hervorragend kontrollierte und außer ihm selbst vor allem Maksym Shtein korbgefährlich blieb und Rebounds angelte. Shtein verkürzte auf 41:38 (24.). Aber Langen blieb immer leicht vorn und bei 55:52 begann das letzte Viertel, das aus Langener Sicht die Entscheidung bringen musste.

Die Kräfte der Gäste hatten inzwischen deutlich nachgelassen. Die Tempo-Marschroute von Trainer Barth war aufgegangen. Teilweise schlossen auch die Gäste jetzt ihre Angriffe schneller ab als ihnen gut tun sollte. Zwei wichtige Dreier von Sebastian Barth eröffneten das vierte Viertel zum 61:58. Über 63:58 (34.) und 70:63 (36.) setzten sich die Giraffen langsam ab. Vor allem die beiden Sebastians (Barth und Adeberg) zogen clever zum Korb, wurden öfter gefoult als es von den großzügigen Schiedsrichtern gepfiffen wurde. So konnte die Ulmer zwar ernsthafte Foulprobleme vermeiden, zumal auch Youngster Benjamin Gulde in seinen 13 Einsatzminuten alles richtig machte, mussten aber Kräfte lassen. Als dann Kevin Hanson erneut per Dunking zum 74:64 und seinen Freiwurf zum 75:64 (38.) traf und Karaman seinen fünften Dreier zum 78:67 (39.) verwandelte, war der Sieg gesichert.

"Auch sechs Ulmer haben gezeigt, dass sie zurecht ganz vorn stehen, spielten clever die Zeit runter, machten es uns schwer, aber über den Kampf mussten wir gewinnen und haben wir das Spiel gewonnen und damit vor dem letzten Spieltag die Klasse gesichert," war Trainer Barth sichtlich erleichtert.

Nachdem im Abstiegskampf Nördlingen sogar gegen den Meister aus Nürnberg die Punkte holte (87:82), bleibt auch Nördlingen sicher in der "Jungen Liga". Es sind überhaupt am letzten Spieltag bis auf eine Ausnahme nur noch Konstellationen denkbar, bei denen Bayern München trotz des 88:73-Sieges in Lich am Ende als Absteiger dem MTV Kronberg in die Regionalliga wird folgen müssen.

Für die Giraffen sollte es nach dem Pflichtsieg gegen Ulm am kommenden Samstag noch eine Kür in Heidelberg geben, um dann am Ende sogar noch auf dem 10. Platz landen zu können. "Dann würden außer uns Verantwortlichen nach einigen Jahren hoffentlich niemand mehr wissen, dass das die schlechteste Saison in der 27-jährigen Bundesliga-Geschichte des TV Langen war," darauf hofft Abteilungsleiter Jochen Kühl.

TV Langen: Kevin Hanson (24), Koray Karaman (19/5), Sebastian Barth (16/2), Sebastian Adeberg (12), Sylvester McIntosh (7/1), Robert Dill (2), Tobias Stoll (1), Norman Lang, Jirko Stiller (n.e.), Lotola Otshumbe (n.e.).

Ratiopharm Ulm: Shaheen Holloway (19), Maksym Shtein (15/2 Dr./12 Reb.), Emeka Erege (13), Fannar Olafsson (11/10 Reb.), Florian Möbius (8), Benjamin Gulde (3/1).

Statistik im Vergleich:

Feldwürfe: Langen 45% zu Ulm 40%

Dreier: 32% (8 von 25) zu 20% (3 von 15)

Freiwürfe: 75% zu 44%

Rebounds: 40 zu 45

TO: 10:14

Fouls: 19 zu 19