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07.02.05 - Langen verlor wegen 3min Black-out gegen Jena mit 84:94

(Quelle: Pressemitteilung TV Langen)

TV Langen - erdgas Basket Jena 84:94 (19:19, 24:25; 20:30, 21:20)

In einem bis zur 28. Minute (60:60) ausgeglichenen Spiel hatten die Giraffen trotz einiger Unterschiede zwischen beiden Teams eine Chance, am Faschingssamstag das Spiel zu gewinnen. Dann folgten drei Minuten, in denen bei den Giraffen nichts lief, die Gäste auf 60:74 enteilten und damit das Spiel für sich entschieden hatten.

Ein Unterschied sind die bisherigen Ergebnisse. Jena liegt mit 22:12 auf dem 5. Platz, der TV Langen mit 12:24 auf dem 10. Jena spielt stabile Defense, ließ bisher in vielen knappen Spielen nur 83 Punkte zu. Der TVL zählt zu den abwehrschwächsten Teams der Liga (90 Punkte pro Spiel). Wenn es also vorn nicht läuft, kann die Langener Defense jedenfalls das Spiel selten retten. Beide Teams tragen das Logo der jeweiligen Stadtwerke auf der Brust, aber die Gäste haben zusätzlich "erdgas" auf dem Hintern. Dahinter verbergen sich unterschiedlich hohe Etats. Das kann eine der Ursachen für die Besetzung des Gästeteams mit durchweg erfahrenen Spielern sein, während bei den Giraffen mit Philipp Schneider (5 Minuten), Jirko Stiller (15 Min.), Sebastian Barth (28 Min.) und Sebastian Adeberg (35 Min.) junge Spieler zunehmend Spielzeit erhalten und damit Verantwortung lernen.

Wie Lehrlinge sahen die Giraffen allerdings nur in den drei Minuten vom 60:60 zum 60:74 aus. Ansonsten hielten sie dagegen. Sebastian Adeberg und Norman Lang kontrollierten im ersten Viertel Jena´s Topscorer Michael Lake gut. Es war wohl auch nicht der Tag des Michael Lake, der früh foulbelastet war. Terrell Town, der erstmals für den verletzten Giraffen-Topscorer Terry Thompson eingesetzte Amerikaner, fand gut ins Spiel und Sebastian Barth spielte als Aufbau klug und traf gut. So blieb das erste Viertel ausgeglichen (19:19).

Im zweiten Viertel offenbarte sich zunehmend der Mangel im Giraffenspiel: Sie fanden ihren Center Kevin Hanson nicht. Der Ball lief zu wenig, wurde zuviel gedribbelt. Und dann kam auch noch dazu, dass für Hanson der Korb teilweise vernagelt war, auch leichte Bälle nicht reinfielen. So konnten die Gäste, bei denen Mark Peters das Spiel excellent kontrollierte, immer dafür sorgte, dass der Ball zu den langen Leuten am Korb oder zu den Dreierschützen außen kam und mit seinen nur 175 cm Lebendgröße allein 9 Rebounds fischte, zeitweise davonziehen. 31:25 (14.), 39:32 (17.) und 44:38 (Beginn der 20.) deuteten die Überlegenheit der Gäste an. Mit einem Dreier von Towns und zwei Freiwürfen von Barth waren die Giraffen zur Pause wieder dran (44:43).

Das Spiel blieb ausgeglichen bis zur 28. Minute. Dann traf der unauffällig stark spielende Mischa Zlotowski seinen ersten Dreier zum 60:63, folgten auf zwei (von 19) Ballverlusten der Giraffen zwei schnelle Körbe zum 60:68 und das 60:74 erzielte der erstmals bei Jena eingesetzte Raphael Török per Dreier. Er war ebenso wie Towns beim TVL in seinem ersten Spiel gleich Top-Scorer seines Teams, war antrittsstark und treffsicher im Angriff, hielt sich in der Defense etwas zurück.

Im letzten Viertel versuchten die Giraffen zwar noch einmal, ins Spiel zu finden. Aber die erfahrenen Gäste ließen sich den Vorsprung nicht mehr nehmen.

Es spielten für den TV Langen: Terrell Towns (23/3), Sebastian Adeberg (15/5 Assists/7 Turnover), Norman Lang (14/1), Kevin Hanson (14), Sebastian Barth (12/1), Koray Karaman (3/1), Jirko Stiller (3), Philipp Schneider, Manuel Lohnes, Niko Anders (n.e.), Sebastian Häfele (n.e.), Lotola Otshumbe (n.e.).

Erdgas Basket Jena: Raphael Török (24/2), Mischa Zlotowski (16/1, Gregor Linke (15/2), Mark Peters (13/9 Rebounds), Oliver Braun (8), Andre Schröder (6/2), Michael Lake (5/1), Robert Cardenas (5), Lucas Hoepke (2), Oliver Golla.

Aus der Teamstatistik:

Feldwürfe: Langen 44%, Jena 52%

Dreier 40% zu 35%

Freiwürfe 81% zu 76%

Rebounds 25 zu 36 (das erklärt einiges)

Steals 10 zu 9

Ballverluste 19 zu 20